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★★★★★
☆☆☆☆☆
Gute Story, aber zu kurz
Olga I. - Bewertet am 15.05.2021
Zustand: Sehr gut
Tom Lohoff: arbeitslos, keine Zukunftsperspektive, spielsüchtig. So wird der Hauptcharakter des Buches in den ersten Seiten beschrieben. Nachdem er aufgrund seiner Spielsucht Schulden bei einem Berliner Kredithai gemacht hat und diese nun zurückzahlen will, ist ihm jedes Mittel recht um an Geld zu… kommen. So kommt er an zwei Typen, die einen Politiker vermeintlich "entführt" haben und verbringt sogar eine Nacht in Untersuchungshaft bis es am Ende einen unerwarteten Knall gibt.
Die Geschichte spielt nach der Corona-Pandemie, nachdem sämtliche Freizeitaktivitäten geöffnet haben und das normale Leben wieder möglich ist. Jedoch wird dies nur kurz angeschnitten und am Rande erzählt.
An sich ist es eine gute Geschichte, die die dunklen Abgründe von Berlin zeigt, die so auch durchaus real sein könnten. Allerdings werden die Handlungen immer nur kurz beschrieben, der Autor springt quasi von Handlung zu Handlung. Eine Spannung wird durchaus aufgebaut, diese ist jedoch auch wieder schnell vorbei, da das Buch lediglich nur 254 Seiten hatte.
Der Wechsel zu den politischen Handlungen mit den Bundestagswahlen ist zunächst ein totaler Gegensatz, passt sich der Geschichte jedoch super an.
Die Wahl der Sprache schockt anfangs etwas, lässt sich aber flüssig lesen und passt sehr gut zum aktuellen Geschehen.
Insgesamt ist das Buch aktuell und real verfasst, allerdings etwas zu kurz gehalten.
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Lebt von seinen verrückten Charakteren
Christian B. - Bewertet am 09.05.2021
Zustand: Exzellent
Der neue Thriller von Johannes Groschupf „Berlin Heat“, spielt in Berlin im ersten Sommer nach der Corona-Pandemie. Der Thriller handelt von Tom Lohoff, der sein Geld als Faciliator verdient, indem er Wohnungen vermietet und die Gäste mit allem möglichen versorgt (Clubbesuche, Drogen, weibliche… Begleitungen). Das Problem ist, dass Tom zwölf Tausend Euro Spielschulden bei Krasniqi, dem Besitzer des Golden Dolls hat, die er in kurzer Zeit zurückzahlen muss. Als Tom seine Wohnung versehentlich an die falschen Leute vermietet, gerät er Mitten in die Entführung eines AfD Politikers.
In Berlin Heat gelingt es Johannes Groschupf den Leser mitten in die Zockerszene Berlins hineinzuversetzen. Die Dialoge und beschriebenen Handlungen der Personen sind dabei immer realistisch beschrieben. Zusätzlich werden immer wieder kleine Details zu Corona eingeworfen, die einfach sehr passend sind und nicht wie andere Bücher die momentan erscheinen gezwungen die Pandemie in die Handlung einbinden wollen. Insgesamt lebt das Buch einfach von seinen verrückten und teils grotesken Charakteren. Ob die Entwicklung am Ende des Buches noch nötig war oder doch etwas übertrieben ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.