Autorenporträt
Amon besuchte acht Jahre ein katholisches Knabeninternat in Wien, danach die Handelsakademie I der Wiener Kaufmannschaft.
Tätigkeit beim Verband sozialistischer Mittelschüler und in der Sozialistischen Jugend.
Ab 1977 Broterwerb in der Privatwirtschaft, Leiter des Rechnungswesens und der EDV. Zuletzt kfm. Leiter eines großen Medienunternehmens.
Nebenberufliche Tätigkeit als Essayist und Feuilletonist, Buch- und Theaterkritiker in der Furche, im Wiener Journal und vielen anderen österreichischen und deutschen Zeitschriften.
Für sein Theaterstück "Villach oder Provinz ist überall" erhält er den ersten Preis beim Goetzner Theaterwettbewerb. Sein Theaterstück zum 12. Feber 1934, "Sozusagen eine Welt" (gemeinsam verfaßt mit Helmut Mayer) erhält den Förderungspreis des Wiener Volkstheaters.
Seit 1992 hauptberuflich als freier Schriftsteller tätig.
Sein erstes Buch, ein Erzählband, erscheint 1989 in der Edition Atelier, Wien: Nachtcafé. Für die gleichnamige Erzählung erhält er den Peter Altenberg-Preis.
In der Folge erscheinen seine Romane "Lemming - Geschichte eines Aufstiegs", "Yquem" und "Sonnenfinster", die miteinander eine Art österreichische Trilogie bilden. Darüber hinaus beschäftigt Amon sich mit politischen und ökonomischen Fragen der Zeit. Seine Abrechnung mit der rechts-nationalen österreichischen Regierung unter Haider und Schüssel erscheint in Essayform unter dem Titel "Kollateralschäden - Essays zur blau-schwarzen Wende". Für dieses Werk erhält der den Bruno Kreisky-Preis für das politische Buch.
In "Nach dem Wohlstand - Politik jenseits der Menschen" entwickelt Amon seine Kritik an Neoliberalismus und dem Versagen der etablierten Parteien. Schon vor dem großen Crash rechnet er mit den Fehlern des Marktextremismus ab.
Der autobiographische Essay "1968 - Ein kurzes Lächeln im langen Mai", behandelt Amons Kindheit und Jugend in den 1960er-Jahren und unter dem Aspekt der aufkommenden Jugendrevolte.
Das Buch "Und sie lügen doch" ist eine weitere, diesmal satirisch-essayistische Auseinandersetzung mit Zeitströmungen, insbesondere dem Neoliberalismus.
Im Herbst 2010 veröffentlicht der Verein Alltag Verlag einen neuen Erzählband des Autors: "Krisennovellen - Erzählungen aus dem Wellental der Konjunktur".
Für das Frühjahr 2011 plante der Wiener Molden-Verlag (Styria-Books) die Veröffentlichung seines ersten, literarisch geprägten Kriminalromans. Leider wurde der Roman vom Verlag zurückgezogen. Der Autor hat inzwischen eine Klage auf Druck und Vertrieb des Auftragswerks eingebracht und spricht von politischer Zensur, weil er sich im Krimi ausgiebig und satirisch-persiflierend mit der Korruption unter der blau-schwarzen Regierung in Österreich auseinandersetzt. Der Verlag bestreitet, Zensur auszuüben.
Im Herbst erscheint Amons neuer, autobiographischer Roman "Fromme Begierden" im Klever Verlag, Wien. Er setzt sich dort mit seiner Zeit in einem katholischen Internat auseinander, beschreibt Mißbrauch und Gewalt, die er dort erlebt hat. In einer Parallelhandlung erzählt er die Geschichte des Bundes Neuland, einer katholischen Erneuerungsbewegung, aus deren Reihen die Gründerin der Internatsschule gekommen ist, die er besucht. Er versucht zu begreifen und begreiflich zu machen, wie es geschehen konnte, daß eine Schule, die ursprünglich von reformpädagogischen Ansätzen geprägt war, nach und nach in Terror gegen Kinder und Jugendliche sowie in "schwarzer" Pädagogik versank.
Kommentare von Michael Amon erscheinen regelmäßig in den angesehenen Wiener Tageszeitungen DER STANDARD und DIE PRESSE.
Der Autor lebt abwechselnd in Wien und Gmunden.
Schlagwörter
Yquem, Krimi, Weinkrimi, Wein, Arisierung, Roman