Bis zu 50 % günstiger als neu 3 Jahre rebuy Garantie Professionelles Refurbishment
ElektronikMedien
Tipps & News
AppleAlle anzeigen
TabletsAlle anzeigen
HandyAlle anzeigen
Fairphone
AppleAlle anzeigen
iPhone Air Generation
GoogleAlle anzeigen
Pixel Fold
HonorAlle anzeigen
HuaweiAlle anzeigen
Honor SerieY-Serie
NothingAlle anzeigen
OnePlusAlle anzeigen
OnePlus 11 GenerationOnePlus 12 Generation
SamsungAlle anzeigen
Galaxy XcoverWeitere Modelle
SonyAlle anzeigen
Weitere Modelle
XiaomiAlle anzeigen
Weitere Modelle
Tablets & eBook ReaderAlle anzeigen
Google
AppleAlle anzeigen
HuaweiAlle anzeigen
MatePad Pro Serie
MicrosoftAlle anzeigen
XiaomiAlle anzeigen
Kameras & ZubehörAlle anzeigen
ObjektiveAlle anzeigen
System & SpiegelreflexAlle anzeigen
WearablesAlle anzeigen
Fitness TrackerAlle anzeigen
SmartwatchesAlle anzeigen
Xiaomi
Konsolen & ZubehörAlle anzeigen
Lenovo Legion GoMSI Claw
NintendoAlle anzeigen
Nintendo Switch Lite
PlayStationAlle anzeigen
XboxAlle anzeigen
Audio & HiFiAlle anzeigen
KopfhörerAlle anzeigen
FairphoneGoogle
LautsprecherAlle anzeigen
Beats by Dr. DreGoogleYamahatonies
iPodAlle anzeigen

Handgeprüfte Gebrauchtware

Bis zu 50 % günstiger als neu

Der Umwelt zuliebe

Wie duftet die auf Bibel kalibrierte Sprache?

Harald Albrecht (Gebundene Ausgabe, Deutsch)

Keine Bewertungen vorhanden
Optischer Zustand
Beschreibung
Gottesanbeterin, aus Sprache gemacht »Wie duftet die auf Bibel kalibrierte Sprache?« fragt Harald Albrecht nicht wenig provokativ und liefert darauf eine keineswegs frömmelnde, sondern säkular aufgeklärte und synästhetisch aufgeladene Antwort in Gestalt seines neuen Gedichtbands. Albrecht gelingt es nämlich, auf ziemlich raffinierte Weise die Grenzen zwischen Bild und Metapher zu verwischen, indem er die Partikel der Sprache eindringen läßt ins Gewebe der Gedichte, so daß sich semantische Bedeutungen und bildhafte Evozierungen vermischen. Dabei wird freigesetzt, was die verschiedenen Kunstbereiche auf ihre Tauglichkeit hin abklopft, sich gegenseitig zu erhellen und zu verstärke. Die dreizeiligen Strophen suggerieren die Dreifaltigkeit der Sprache, halluzinatorisch, erhellend, spielerisch, einschließlich Max Ernsts Alter Ego, des Vogelfürsten Loplop, und beinahe ist man sogar versucht, einen vierfachen Schriftsinn auszumachen, denn selten einmal präsentiert sich einem ein Gedichtband derart komplex und in sich geschlossen. Diese lyrische DNA-Struktur bedeutet: »mein Bauchvertrauen: die | Einbeziehung des Runden | ins Geviert, seine | Quadratur, ein Tor || im Gastspiel | meiner Sache mit mir«. Wer im Geviert noch die Anspielung auf Heidegger entdeckt, darf sich glücklich schätzen, ist er doch der Faktur der enggeführten und enggewobenen Gedichte ein Stück näher gekommen. Albrechts Gedichte sind nämlich philosophisch, durchdrungen von Bildungslust, auf der Suche nach einer Sprache für die Darstellung und zugleich im Bewußtsein, daß es die Sprache ist, die unsere Wahrnehmung der Dinge beeinflußt, wenn nicht sogar formt. Überhaupt sind es eben diese Formen, die bedeutungsstiftend sind – so hier beispielsweise das Ricercar, in Anspielung auf Bachs »Musicalisches Opfer« sprachlich durchexerziert, oder die »Violon d’Ingres«, in der sich alle Motive von der Musik (das Instrument) über die Malerei (Ingres, der das Violinspiel liebte) bis zur Photographie (Man Ray) und zur Sprache (die frz. Phrase bedeutet ungefähr: ›Steckenpferd‹, ›Leidenschaft‹) entfalten. Solche kleinen Leitmotive durchziehen alle Texte und knüpfen zusammen, was das ironische Gelächter wieder aufzulösen droht. Denn das Ernste und das Harlekineske des Lebens liegen zuweilen dicht beieinander. Hörst du den Tag, der – lachend – Strich zieht unter so wenig Horizont?! Spürst du die Kugel deines Schreibers, das Ding, auf das du stehst? Diese Zeilen belegen, daß trotz des hohen Abstraktionsgrades der Gedichte durch syllabische Abhorchung der Sprache immer eine lebhafte Verbindung zu den Dingen der Welt ringsum besteht, ja, daß die Welt selbst, samt ihren Kunstwerken, das Gedicht welthaltig und somit lebendig macht. Albrecht setzt alle verfügbaren Mittel ein, polyglott, verschmäht auch das Wortspiel und das reine Zeichen nicht – etwa die Signatur Albrecht Dürers, das große A, das ein kleineres D überdacht. Die Sprache mit ihren Duftpartikeln fungiert als Motor, der die Texte antreibt, ihre Assoziationen vorwärtsbringt, sie jedoch auch im Grundkreis der Bildung bändigt, um die Vielfalt zum Glänzen zu bringen. Das Gedicht über die »Mantis religiosa« zum Beispiel verhehlt den Ursprung aus der Sprache erst gar nicht: »Diese hier ist aus Sprache gemacht, einer deutlich gottesanbeterischen«, denn sie wird zu einer Allegorie über die Sprache aus Sprache, die zugleich wieder das Tier selbst in ein anderes Licht stellt, ja, sogar die Sprachschöpfung an die Seite der realen Schöpfung stellt. Übrigens wird die Frage, wie die auf Bibel kalibrierte Sprache duftet, im Verlauf des Buchs ganz konkret beantwortet: »Sie werden lachen: nach Brecht.« Doch auch nach viel mehr duftet sie, nach dem Staunen über das Faktische bis hinein ins Unsägliche, nur erst mysteriös Gespürte: Ein Zeigefingerleser uräischen Geräkels der Schrift: Nach ahnung lichter Weite Sicherlich ist Harald Albrechts (nebenbei: anmutig nüchtern gestalteter) Band über weite Strecken eine intellektuelle Herausforderung, aber wenn man sich ihr stellt, wenn man den ständigen Einbruch modernen Materials in die Sicherheit einer scheinbar vertrauten Tradition verkraftet, dann öffnet dieser Poeta doctus den Lesern die Nüstern für die aromatische Sprache der Gegenwart, in der alles einen aufregenden Platz finden kann, an der heiklen Schnittstelle von Wahrnehmung des Subjekts und Eigenheit der Dinge. »Aufstieg ist Höllenfahrt«, heißt es an einer Stelle, womit die Doppelnatur der Kunst knapp umrissen wird, und wenn dann im letzten »Ab- und Schwanengesang« noch die Worte »Sterne« und »Liebe« auftauchen, fällt einem schnuppenhell die Erkenntnis von den Augen, daß hier nicht nur ein Hohelied auf die Sprache, sondern auch eine Dantesche Komödie in nuce vorliegt. Harald Albrechts eigener, unerhörter, nur sehr selten vielleicht ein wenig zu asketischer Ton vermag darum die Aufmerksamkeit noch lange zu fesseln. Dies ist ein wichtiges Buch. Aus der Buchbesprechung von Jürgen Brôcan auf Signaturen
Dieses Produkt haben wir gerade leider nicht auf Lager.
ab 3,09 €
Derzeit nicht verfügbar
Derzeit nicht verfügbar

Handgeprüfte Gebrauchtware

Bis zu 50 % günstiger als neu

Der Umwelt zuliebe

Technische Daten


Erscheinungsdatum
28.01.2021
Sprache
Deutsch
EAN
9783946574170
Herausgeber
Aphaia Verlag
Sonderedition
Nein
Autor
Harald Albrecht
Seitenanzahl
95
Auflage
1
Einbandart
Gebundene Ausgabe
Einbandart Details
Fadenbindung

Warnhinweise und Sicherheitsinformationen

Informationen nach EU Data Act

-.-
Leider noch keine Bewertungen
Leider noch keine Bewertungen
Sicher bei rebuy kaufen
Schreib die erste Bewertung für dieses Produkt!
Wenn du eine Bewertung für dieses Produkt schreibst, hilfst du allen Kund:innen, die noch überlegen, ob sie das Produkt kaufen wollen. Vielen Dank, dass du mitmachst!
Sicher bei rebuy kaufen