Nicht nur Kids werden Till Eulenspiegel lieben, diesen Clown, der mit wilden Späßen durch Kinderbücher geistert und jetzt in einem Animationsfilm 'made in Germany' die Leinwand unsicher macht. Ein sympathischer Kerl, der alle auf den Arm nimmt.
Dabei war er in Wirklichkeit nicht der nette Junge von nebenan, sondern trieb sein Unwesen im Mittelalter, ein cleverer Gauner, der so manchen reichen Sack zur Raserei brachte.
Diese Figur der europäischen Fabelwelt muss sich vor der amerikanischen Konkurrenz nicht verstecken. Im Gegenteil.
Was in diesem bisher teuersten europäischen Trickfilm (15 Mio. Euro) eine internationale Crew von 500 Profis in einer Mischung aus Computer- und traditioneller Animation fertigstellte, ist perfektes Entertainment für Alt und Jung. Wer liebt sie nicht, die Story des jungen Helden, der kein Risiko scheut, sich jedem Abenteuer stellt und dabei vor allem eins hat: Spaß?
Während sich der rothaarige Till auf dem Straßenfest im mittelalterlichen Boomstadt amüsiert und ein Auge auf das Bürgermeistertöchterlein Nele wirft, verschwindet sein Großvater Marcus urplötzlich bei einem missglückten Zauberexperiment. Till und sein treuer Begleiter, die Eule Cornelius, versuchen nun mit Hilfe eines magischen Spiegels, die Spur aufzunehmen.
Doch ehe sich Till an die Lösung der drei Aufgaben macht, die der Spiegel ihm stellt, um den Großvater wieder zu finden, ist allerlei Unfug in der Stadt angesagt. Nele präsentiert dort dem kleinen König Rupert das Geschenk von Boomstadt, eine goldene Spieluhr. Till tauscht sie gegen ein Entenei, aus dem zur Freude des Geburtstagskindes bald die süße Ente Ducky entschlüpft.
Was der kleine König nicht weiß: Hinter seinem Rücken schmiedet die machthungrige Katharina dunkle Pläne, um selbst den Thron zu besteigen. Bei seiner Mission, die drei Aufgaben zu erfüllen, freundet sich Till mit dem kleinen König an. Er muss viele Abenteuer bestehen und mit einer Skelettarmee kämpfen, um König Rupert und Ducky aus Katharinas Fängen befreien. Aber wozu hat man Freunde...
Das schräge Trüppchen der Tapferen - der gewitzte Till, das Kraftpaket Lamme, die hübsche Nele und Eule Cornelius - tappen zwar in jedes Fettnäpfchen, sind aber am Ende unschlagbar. Dass die Figuren quicklebendig sind, dafür sorgen u. a. Veronica Ferres, Mario Adorf und die "Bullyparade"-Stars Christian Tramitz und Rick Kavanian mit ihren Stimmen.
Von der Entwicklung des Storyboards bis zum fertigen Film dauerte es zweieinhalb Jahre, ein Zeichner schafft in Feinarbeit pro Monat nur bis zu 17 Sekunden Animation, die dann digitalisiert wurden. Die Mühe hat sich gelohnt.