Technische Daten
Erscheinungsdatum
01.01.1988
Herausgeber
Verlag Neuer Weg
Autorenporträt
Willi Dickhut war ein vielseitig interessierter und bescheidener Mensch. Seine sozialistischen Ziele, für die er sich schon als junger Mann entschieden hatte, verfolgte er mit aller Konsequenz, ohne sich zu schonen, selbst unter Lebensgefahr.
Willi Dickhut war ein Kind der deutschen Arbeiterbewegung und er hat sie mitgeprägt. Der Kampf für eine sozialistische Zukunft zog sich durch sein ganzes Leben. Als kommunistischer Arbeiter in der Weimarer Republik, als Antifaschist in den Konzentrationslagern des Dritten Reichs und im illegalen Widerstand, als Kommunalpolitiker und Gewerkschafter beim Wiederaufbau nach dem Krieg - immer baute Willi Dickhut darauf, dass sich die Arbeiterklasse selber befreien will und kann.
Willi Dickhut war von 1969 bis 1991 für die Schriftenreihe REVOLUTIONÄRER WEG verantwortlich.
Im REVOLUTIONÄREN WEG werden die heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse analysiert, um die Strategie und Taktik des Kampfes für den echten Sozialismus auszuarbeiten.
Willi Dickhut war von 1926-1966 in der KPD organisiert. Als die Partei ihre revolutionären Ziele verriet, gab es für ihn nur eines: den Aufbau einer revolutionären Partei neuen Typs. Eine solche Partei muss lernen, Massen zu bewegen und zu führen.
Sein Lebenswerk umfasst nahezu ein ganzes Jahrhundert Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung in Deutschland. Er hat den Stil der MLPD entscheidend mit geprägt. Ein besonderes Anliegen war ihm, kritisch-selbstkritisch und selbständig denkende und handelnde Kader zu entwickeln, als Damm gegen Dogmatismus, Revisionismus oder gar eine Entartung der Partei.
Er starb am 8. Mai 1992 in Solingen - auf den Tag genau 47 Jahre nach der Befreiung vom Hitler-Faschismus.
Schlagwörter
Arbeiterklasse, Gewerkschaft, Betrieb, Krise, Streik, Kapitalismus, Revolution, Sozialismus, Tarifauseinandersetzung, Lohn, Taktik, Strategie, Arbeiterbewegung, Klassenkampf
Thema-Inhalt
KNXU - Gewerkschaften
JPFF - Demokratische Ideologien: Sozialismus, Mitte-links
Inhaltsverzeichnis
Vorworte .................................................................................... 9
Erster Teil:
Die Entstehung der Gewerkschaften und ihre Bedeutung für die Arbeiterbewegung
I. Lehren aus der Geschichte der Gewerkschaftsbewegung
1. Zwei Wege der Entstehung und Entwicklung der Gewerkschaften und ihre Folgen .................................. 15
2. Strömungen in der internationalen Gewerkschaftsbewegung ............................................... 27
3. Die Spaltung der deutschen Gewerkschaftsbewegung ............................................... 36
4. Die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition ................ 48
Schlußfolgerungen ............................................................. 57
II. Die Gewerkschaften in Westdeutschland nach 1945
1. Gewerkschaftliche Einheit und Einheitsgewerkschaft .................................................... 61
2. Die Macht des Gewerkschaftsapparats ........................ 71
3. Das Koalitions- und Streikrecht ................................... 89
Schlußfolgerungen ........................................................... 106
III. Die antigewerkschaftliche Politik der Ultra"linken"
1. Die Sozialfaschismustheorie und ihre Folgen ............ 109
2. Die Theorie der "monopolkapitalistischen" Gewerkschaften ........................................................... 127
3. Alte Fehler im neuen Gewand: die RGO-Politik ........ 139
Schlußfolgerungen ........................................................... 150
Zweiter Teil:
Gewerkschaftskampf und revolutionärer Klassenkampf
IV. Der Kampf um soziale Reformen und die Rolle der Gewerkschaften
1. Zwei Ansichten vom Kampf um soziale Reformen ...................................................................... 155
2. Sozialdemokratismus als soziale Hauptstütze der Bourgeoisie ............................................................ 167
3. Kampf um echte Reformen oder Illusionen über "systemverändernde Reformen" ................................. 179
Schlußfolgerungen ........................................................... 191
V. Das Problem der Mitbestimmung und der Klassenkampf
1. Mitbestimmung und Kontrolle als Realität und Illusion .......................................................................... 193
2. Der Betrieb als Basis des Klassenkampfes ................ 217
3. Die Bedeutung ökonomischer und politischer Streiks .......................................................................... 237
Schlußfolgerungen ........................................................... 244
VI. Der Klassenkampf und die Rolle der Gewerkschaften
1. Die Etappen des Klassenkampfes und der Opportunismus ............................................................ 247
2. Die Bedeutung der gewerkschaftlichen und selbständigen Kämpfe der Arbeiterklasse ................. 258
3. Die Aufgabe der Kommunisten in den Gewerkschaften ........................................................... 274
Schlußfolgerungen ........................................................... 281
VII. Vier Jahrzehnte Gewerkschaftskampf und Klassenkampf
1. Das Jahrzehnt der Konsolidierung der Monopole und zehn Jahre "Reformen von oben" ........................ 283
2. Die "Richtlinien über wilde Streiks" als Vorbereitung der Monopoloffensive ............................ 290
3. Die Monopoloffensive der siebziger Jahre .................. 305
4. Die achtziger Jahre: Übergang zur Arbeiteroffensive .......................................................... 322
Schlußfolgerungen ........................................................... 350
Anhang I:
Die Bedeutung der selbständigen Streiks ............................... 355
Anhang II:
Chronik des Kampfes der Stahlarbeiter 1987/88 ................... 358
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