Bis zu 50 % günstiger als neu 3 Jahre rebuy Garantie Professionelles Refurbishment
ElektronikMedien
Tipps & News
AppleAlle anzeigen
TabletsAlle anzeigen
HandyAlle anzeigen
Fairphone
AppleAlle anzeigen
iPhone Air Generation
GoogleAlle anzeigen
Pixel Fold
HonorAlle anzeigen
HuaweiAlle anzeigen
Honor SerieY-Serie
NothingAlle anzeigen
OnePlusAlle anzeigen
OnePlus 11 GenerationOnePlus 12 Generation
SamsungAlle anzeigen
Galaxy XcoverWeitere Modelle
SonyAlle anzeigen
Weitere Modelle
XiaomiAlle anzeigen
Weitere Modelle
Tablets & eBook ReaderAlle anzeigen
Google
AppleAlle anzeigen
HuaweiAlle anzeigen
MatePad Pro Serie
MicrosoftAlle anzeigen
XiaomiAlle anzeigen
Kameras & ZubehörAlle anzeigen
ObjektiveAlle anzeigen
System & SpiegelreflexAlle anzeigen
WearablesAlle anzeigen
Fitness TrackerAlle anzeigen
SmartwatchesAlle anzeigen
Xiaomi
Konsolen & ZubehörAlle anzeigen
Lenovo Legion GoMSI Claw
NintendoAlle anzeigen
Nintendo Switch Lite
PlayStationAlle anzeigen
XboxAlle anzeigen
Audio & HiFiAlle anzeigen
KopfhörerAlle anzeigen
FairphoneGoogle
LautsprecherAlle anzeigen
Beats by Dr. DreGoogleYamahatonies
iPodAlle anzeigen

Handgeprüfte Gebrauchtware

Bis zu 50 % günstiger als neu

Der Umwelt zuliebe

Wer Wissenschaft und Kunst besitzt ...

Erich Satter (Broschiert, Deutsch)

Keine Bewertungen vorhanden
Optischer Zustand
Beschreibung
Wenn der Pantheist Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), in seiner ästhetischen Rezitation als Dichter, etwas elitär formuliert: „Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, hat auch Religion“, könnte man davon ableiten, dass für ihn Religion in Reflexion von Kunst und Wissenschaft aufgeht. Die Konklusion: „wer jene beiden nicht besitzt, der habe Religion“, lässt darauf schließen, dass er damit den positiven Bezug von ethischer Motivation durch Ästhetik in endeetischer Konnotation1 ausdrücken will. Daneben scheint er jedoch die im menschlichen Zusammenleben gewachsenen sittlichen Normen – wie sie in der Religion sublimiert werden – im Sinne Immanuel Kants (1724–1804) noch aufrechterhalten zu wollen. Er erachtet damit Religion, trotz vielfältiger ambivalenter Auswirkungen, für bestimmte Gesellschaftsstrukturen noch für sinnvoll. Gleichzeitig evoziert er aber den Gedanken, dass die Kunst in ihrem ethischen und damit auch kulturellen Anspruch über die Mythen hinauswuchs, deren Riten zuvor zu Kultgemeinschaften führten, aus denen in der Achsenzeit die organisierten Religionsgesellschaften hervorgegangen sind. Was die Wissenschaft betrifft, so forderte der Dichterphilosoph Friedrich Nietzsche (1844–1900), sie unter der Optik des Künstlers zu sehen, Kunst aber unter der Optik des Lebens. Ist damit Religion mit der Kunst überwunden oder Kunst zur säkularen Religion für Intellektuelle geworden? Arthur Schopenhauer (1788–1860) bezeichnete schon zuvor Religion als das Kinderkleid der Menschheit, dass man beim Erwachsenwerden ablegen muss, um nur die metaphorisch darin begründete Moral zu erhalten. Der Sprachphilosoph Ludwig Wittgenstein (1889–1951) sieht dagegen Religion in seiner mystischen Kontemplation als eine Leiter, die man umstoßen kann, wenn man sich am Ziel glaubt. Nicht wenige unter den überwiegend Nichtgläubigen halten Religion auch in einem sogenannten nach-metaphysischen Zeitalter noch für nützlich oder sehen in der Metaphysik – ähnlich wie Kant – nur die Bedingung der Möglichkeit von Erfahrung. Unter den aufgeklärten homo sapiens, welche zwar dogmatische Religionen als Aberglaube oder Halbbildung ablehnen, fühlen sich dennoch viele ihren Moralvorstellungen verpflichtet, wenn auch überwiegend emotional bedingt und weniger vernunftgesteuert. Jedoch das Diktum abrahamitischer Konfessionen, ohne die regulative Idee Gottes gebe es keine Moral, kann eine rationale Ethikbegründung widerlegen. Eine theistisch bestimmte Beweisführung ist ambivalent bis kontraproduktiv. In einem gereiften Denken soll darüber hinaus Ästhetik schwerpunktmäßig als ethische Motivation begriffen werden. Damit könnte Kunst auch in spiritueller Hinsicht Religion nicht nur ergänzen, sondern im Laufe der Kulturentwicklung sogar ablösen. Zumindest scheint dies die Hoffnung Goethes gewesen zu sein, der hier nachgegangen wird. Bei der Darstellung einer Verbindung von Ästhetik als Wissenschaft der sinnlichen Wahrnehmung mit Ethik als Wissenschaft der Moral stellt sich zwangsläufig die Frage, ob Ästhetik apophantisch gesehen – im Sinne Alexander Gottlieb Baumgartens (1714–1762) – auch zur sinnlichen Erkenntnis beitragen kann. Dazu mag der Versuch einer differenzierten Kontrastierung von Sinn und Bedeutung der Begriffe Religion und Kunst hilfreich sein. Weil man aber, unabhängig von diesen Erkenntnissen, davon ausgehen muss, dass eine Ethik, welche so begründet werden kann, dass sich eine Moral ohne strukturelle Gewalt und Mystifikation in der Lebenswirklichkeit durchsetzen lässt, eine Illusion bleibt, kommt es zu einer Hypothese, welche auf einen fiktiven Gott verzichten und Sanktionen so gering wie möglich halten kann. In der Überzeugung, dass die Ästhetik hilft, eine Moralwissenschaft emotional zu unterstützen – was Grundlage dieser These ist –, leistet letztendlich die Wissenschaft der sinnlichen Wahrnehmung einen wichtigen Beitrag zur sinnlichen Erkenntnis. Es wird bewusst keine enzyklopädische Sprache gewählt, aber auch keine wissenschaftsjournalistische, sondern vielmehr eine fragmentarische, die weniger Antwort geben soll, als zum individuellen Weiterdenken anregen will. Skeptizismus, auf der Suche nach der Wahrheit, soll ein reaktionäres System ersetzen. Kern der Überlegung ist eine optimistische Erwägung, dass, wer Wissenschaft und Kunst besitzt, alle Voraussetzungen zu einem sinnerfüllten Leben mitbringt. Dabei symbolisiert vielleicht Religion nur ein Zwischenschritt vom Wissen zur Weisheit.
Dieses Produkt haben wir gerade leider nicht auf Lager.
ab 6,69 €
Derzeit nicht verfügbar
Derzeit nicht verfügbar

Handgeprüfte Gebrauchtware

Bis zu 50 % günstiger als neu

Der Umwelt zuliebe

Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.10.2015
Sprache
Deutsch
EAN
9783943624311
Herausgeber
Angelika Lenz Verlag
Serien- oder Bandtitel
ALV-Schriftenreihe
Sonderedition
Nein
Autor
Erich Satter
Seitenanzahl
117
Auflage
1
Einbandart
Broschiert

Hersteller: Angelika Lenz Verlag, Beethovenstr. 96, Neu-Isenburg, Deutschland, 63263, info@lenz-verlag.de, Ortrun E. Lenz

Warnhinweise und Sicherheitsinformationen

Informationen nach EU Data Act

-.-
Leider noch keine Bewertungen
Leider noch keine Bewertungen
Sicher bei rebuy kaufen
Schreib die erste Bewertung für dieses Produkt!
Wenn du eine Bewertung für dieses Produkt schreibst, hilfst du allen Kund:innen, die noch überlegen, ob sie das Produkt kaufen wollen. Vielen Dank, dass du mitmachst!
Sicher bei rebuy kaufen