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Der Umwelt zuliebe
Beschreibung
Nach verschiedenen Literaturverfilmungen ("Washington Square", "Der geheime Garten") inszenierte Polens Meisterregisseurin Agnieszka Holland wieder einen Stoff aus eigener Feder, der sich einmal mehr mit religiösen Fragestellungen auseinandersetzt. Viel Stoff lädt sie ihrer auf Tatsachen beruhenden deutsch-polnisch-kanadischen Koproduktion um Glauben und Wunder, den Verlust der Unschuld, Schuld und Sühne auf. Das Publikum des Filmfestivals von Venedig fand darauf größtenteils keine Antworten.
Als der achtjährige Nick (Ryan Smith) im Skiurlaub mit Zwillingsschwester Nicole (Bianca Crudo) und Mutter Julie (Miranda Otto) kollabiert, kündigt sich damit ein größeres Unglück an: Erst erwischt Julie bei ihrer Heimkehr ihren Lebensgefährten Henry (William Fichtner) beim Seitensprung und verlässt ihn auf der Stelle. Dann kommt's noch schlimmer: Bei Nick wird Krebs diagnostiziert, auf die begonnene Chemotherapie reagiert der Junge allergisch. In ihrer Verzweiflung packt Julie Kind und Kegel und reist nach Polen, ins Land ihrer Vorfahren, um den russischen Wunderheiler Alexei (Lothaire Bluteau) aufzusuchen. Der wählt Julie und Nick aus der im Regen harrenden Menge aus - und vollbringt durch bloßes Handauflegen ein Wunder. Der charismatische Heiler empfiehlt weitere Behandlungen, weshalb ihn Mutter und Kind auf seiner "Tournee" begleiten. Alexei verliebt sich in die schöne junge Frau und folgt ihr schließlich nach Kanada. Dort macht er in einer zwischen Unbehaglichkeit und Kitsch schwankenden Szene seine ersten sexuellen Erfahrungen mit Julie. Der "voreheliche Geschlechtsakt" wird zum Sündenfall: Seiner Unschuld beraubt, ist Alexei machtlos, als Nick erneut erkrankt. Am Ende entlässt Holland den Zuschauer mit widersprüchlichen Gefühlen und offenen Fragen über die Folgen des Betrugs, über Schuld und Verantwortung.
Bluteau, der sich als Jesus in "Jesus von Montreal" hervortat, spielt den Heiler, dessen übernatürliche Kräfte mit seinem Wunsch, ein normalsterblicher Mann zu sein, kollidieren - eine Figur, die in manchen Szenen nur von Anton Gross' sachlichem Score und der klaren Handkamera von Jacek Petrycki vor der Lächerlichkeit bewahrt wird. Miranda Otto ("Der Herr der Ringe") wechselt in kürzester Zeit von moralischer Aufrichtigkeit über mütterliche Aufopferung zur selbstbewussten Liebhaberin. William Fichtner ("Black Hawk Down") wächst dagegen vom egoistischen Partner zur verantwortungsvoll handelnden Vaterfigur.
Was hier zusammengehören will, wird von Holland strikt ausgeschlossen: Wo die Liebe ist, da kann kein Wunder sein; wo Glaube ist, keine Vernunft. Das philosophische Anliegen der Filmemacherin lässt das ihrer Geschichte in den Hintergrund treten: Die erzählt eigentlich vom verzweifelten Kampf eines Paares, angesichts der Krankheit ihres Kindes über einen Betrug hinwegzukommen. Was zu gelingen scheint - bis sich ein Elternteil und der Film mit großer Selbstverständlichkeit dem Irrationalen hingeben. cm.
Hersteller: Universum Film, Neumarkter Str. 28, München, 81673, info@universumfilm.de
Miranda Otto (Julie), William Fichtner (Henry), Lothaire Bluteau (Alexis), Ryan Smith (Nicholas), Bianca Crudo (Nicole), Jerzy Nowak (Mietek), Boguslawa Schubert (Bogusia), Piotr Kolodziejski (Alexis (jung)), Kazimierz Borowiec (Doktor Iwan), Sergiej Motenko (Doktor Zhenia), Jackie Torrens (Monica), Stephen Morgan (Terry), Mary-Colin Chisholm (Doktor Sabina), Michael D'Ascenzo (Frankie), Mauralea Austin (Frankies Mutter), Jennifer Overton (Laura), Jeremy Akerman (Samuel), Maciej Stuhr (Piotr), Maria Seweryn (Dorota)
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