Harter Western mit Mads Mikkelsen und Eva Green über einen Siedler, der den Mörder seiner Familie richtet und nun von einer Bande Gesetzloser gejagt wird.
Ein ziemlich toller Western ist Kristian Levring mit seiner Rachegeschichte gelungen, in der Mads Mikkelsen als im Jahr 1871 nach dem Krieg mit Deutschland aus Dänemark nach Amerika ausgewanderten Soldaten nach dem Meuchelmord an seiner Familie wieder den Killer in sich wecken muss, um an der Frontier zu bestehen. Kantige Gesichter in kargen Landschaften, eine feige Gemeinde unter Druck und archaische Motive, das erinnert an "Der Texaner" und "Der Fremde ohne Namen", an Eastwood und Leone, aber Levring peppt die Stereotypen auf mit einer ungewöhnlich modernen, etwas gewöhnungsbedürftigen überscharfen Optik: Für den Look trifft zu, was auch für die Geschichte gilt: Er ist vertraut, aber doch immer anders, als man es erwarten würde. Und das nicht nur, weil Levring, der mit einem Drehbuch des dänischen Genies Anders Thomas Jensen arbeitet, die Versatzstücke geschickt immer so anordnet, dass sie nie plan aufeinanderlegen, sondern weil er den grundamerikanischsten Bildern, die das Kino jemals geschaffen hat, immer einen streng europäischen Dreh verleiht: So ist "The Salvation" zugleich archaischer Western - und nachvollziehbare Auswanderergeschichte, die ihren Helden im Limbo des Grenzlandes isoliert. Mehr noch als Jamie Foxx in "Django Unchained" folgt dieser Mann mit dem Namen John dem Vorbild von "Django" oder der namenlosen Figur, die Clint Eastwood in den "Dollar"-Filmen spielte. Er muss erst gebrochen werden, körperlich und emotional, um zurückschlagen zu können. Und wie er das tut: Der Showdown kommt an das Beste heran, was Leone und Corbucci gemacht habem. Mikkelsen ist natürlich wunderbar als Antiheld, dem binnen Minuten alles genommen wird, wofür er Jahre gearbeitet hat. Am besten ist die großartige Eva Green als Witwe des Mannes, der Mikkelsens Frau und Sohn gemeuchelt hat und dafür zahlen musste: Diese Princess, die sich an Natalie Woods Figur in "Der schwarze Falke" orientiert, ist das Trumpfass in einem Film, der genau deshalb so viel Spaß macht, weil er so geradlinig erzählt ist. ts.
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