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Der Umwelt zuliebe
Beschreibung
Nach Malte Ludins "Zwei oder drei Dinge, die ich von ihm weiß" geht nun auch Jens Schanze, der 2002 für "Otzenrather Sprung" den Grimme-Preis erhielt, mit seiner autobiografischen Dokumentation in der eigenen Familie auf Spurensuche und bringt die NS-Vergangenheit seines Großvaters zur Sprache.
2002 hieß es in einer Forsa-Umfrage, 49 Prozent der Deutschen glaubten, ihre eigenen Vorfahren wären dem Nationalsozialismus kritisch gegenüber gestanden. Dieses Resultat war für Jens Schanze, Jahrgang 1971 und Absolvent der Dokumentarfilmabteilung der Filmhochschule München, Ansporn, in der eigenen Familie nachzuforschen. Heraus kam ein sehr persönlicher, tief bewegender und höchst ehrbarer (HFF-Abschluss-)Film über
den Großvater. Der trat 1933 in die NSDAP ein, arbeitete als Schulungsleiter in Niederschlesien, wurde nach dem Krieg gegen eine "Geldsühne" von 50,- DM entnazifiziert und starb 1954 bei einem Autounfall in der BRD.
Doch wie der Titel schon impliziert, handelt "Winterkinder" nicht nur von der Vergangenheit, sondern auch davon, wie die Nachfolgegenerationen mit ihr leben, mit ihr umgehen. In Interviews mit den Eltern - die Brüder der Mutter verweigerten indes die Zusammenarbeit - und den vier (älteren) Schwestern versucht der Regisseur, der auch für Buch, Schnitt und Produktion verantwortlich zeichnet, das Schweigen zu brechen und Antworten zu erhalten.
Die mitunter recht dürftig ausfallen. Zumindest aber gelingt es dem Filmemacher, eine neue Offenheit unter den Familienmitgliedern zu erzeugen. Was er auch optisch unterstreicht, indem er die Schanzes am Ende einer langen Reise durch den Winter auf einer frühlingsbunten Wiese in Niederschlesien zusammenkommen lässt. Bleibt trotz ehrenwerten Ansatzes der Wunsch nach einer tiefergehenden Aufarbeitung des Themas. lasso.
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