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Der Umwelt zuliebe
Beschreibung
Mit seiner erwachsenenkompatiblen Kinderfilmkomödie über die letzten Tage der DDR erteilt Markus Dietrich eine launige Lektion in Sachen deutsch-deutscher Geschichte.
Geschichtsunterricht muss nicht langweilig sein. Diesen Beweis tritt der Kinderkurzfilm- und Serien-Regisseur Markus Dietrich ("Schloss Einstein") mit seinem Langfilmdebüt an, das allen Ansprüchen gerecht wird, die man heutzutage an ein Kino mit Herz und Hirn stellt. "Sputnik" - der nostalgische Titel lässt es schon erahnen - dreht sich um die zehnjährige Friederike, die davon träumt, eines Tages als Kosmonautin das Universum zu erobern. Diese hochtrabenden Pläne erhalten einen Dämpfer, als ihr über alles geliebter Onkel Mike, ein ebenso großer Weltraumfan wie sie, im Oktober 1989 in die BRD rübermacht. Während in der Folge Friederike gemeinsam mit ihren Freunden versucht, den Onkel mit Hilfe einer selbstgebastelten Maschine in den Osten zurück zu beamen (abgeguckt aus dem im Westfernsehen gezeigten "Raumschiff Enterprise"), zeichnet Dietrich ein authentisches, aber immer auch augenzwinkerndes Bild des Auslaufmodells DDR. Dabei erweist er sich nicht nur als detailverliebter Regisseur, der in puncto Ausstattung und Kostümbild nichts dem Zufall überlässt, sondern auch als Meister der Schauspielführung, der sowohl seine talentierten Kinderdarsteller als auch gestandene Akteure auf spielerische Art und Weise zu Bestleistungen veranlasst. Wenn man überhaupt jemanden aus dem exzellenten Ensemble hervorheben darf, dann sind dies die Berliner Naturgewalt Flora Li Thiemann als um keinen kessen Spruch verlegene Pippi-Langstrumpf-Revoluzzerin Friederike und Devid Striesow als ständig herumspionierender "Abschnittsbevollmächtigter" Mauder, der wie kein anderer die negative Seite des DDR-Systems verkörpert und am Ende der Lächerlichkeit (gibt es eine schlimmere Strafe?) preisgegeben wird. Dennoch ist "Sputnik" alles andere als ein politischer Film, denn er will in erster Linie unterhalten ("Dem Sozialismus seinen Lauf, hält weder Schaf noch Esel auf"), Spaß bereiten und in Staunen versetzen, was er auch auf allen Ebenen tut. Dass Dietrich mit seiner durch und durch erwachsenenkompatiblen Kinderfilmkomödie auch noch eine satirische Lehrstunde in deutsch-deutscher Geschichte erteilt, darf als äußerst angenehmer Nebeneffekt bezeichnet werden. lasso.
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