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Beschreibung
Der mittlerweile 70-jährige Regieveteran John Frankenheimer kann auf ein langes Filmschaffen zurückblicken, das exzellente Klassiker wie "Botschafter der Angst" und "French Connection II", aber auch den einen oder anderen Ausrutscher wie "DNA - Die Insel des Dr. Moreau" umfasst. 1998 meldete er sich stilsicher mit dem ebenso eleganten wie atemlosen Agententhriller "Ronin" zurück, und jetzt legt der Routinier des Genrekinos mit dem in unterkühlter Noir-Tradition konstruierten "Reindeer Games" einen Heist-Thriller reinsten Wassers nach. In den Hauptrollen finden sich mit Ben Affleck ("Auf die stürmische Art") und Charlize Theron ("The Astronaut's Wife") zwei aufstrebende junge Hollywood-Stars.
Eigentlich sollte die Miramax-Veröffentlichung in Einklang mit ihrer zur Weihnachtszeit angesiedelten Story um vertauschte und verdeckte Indentitäten im Dezember in die amerikanischen Kinos kommen. Doch gab man der starken Konkurrenz (unter anderem die ebenfalls von Drehbuchautor Ehren Kruger geskriptete Slasherbescherung "Scream 3") nach und wählte die wohl nicht so ideale Pole-Position Ende Februar. Ihren Ausgang nimmt die rasante Räuberpistole mit einem Schwenk über eine handvoll toter Weihnachtsmänner, dann geht es unvermittelt weiter in einem Staatsgefängnis in Michigan (tatsächlich wurde in British Columbia gedreht), wo sich Nick (James Frain) und Rudy (Affleck) eine Zelle teilen. Nick pflegt eine Briefromanze mit der süßen Ashley (Theron ist hier auch dem Namen nach Ashley Judd ähnlich). Als Nick kurz vor seiner Entlassung erstochen wird, zeigt Rudy wenig Skrupel und gibt sich bei der am Gefängnistor wartenden Ashley als Nick aus. Kaum haben sie eine Runde im überschwenglichen Sexclinch verbracht, steht Ashleys unausstehlicher Bruder Gabriel (Gary Sinise) auf der Matte. Er verlangt vom gründlich vermöbelten Rudy - oder wie er glaubt, Nick - mit ihm und seinen nicht minder gewalttägig-garstigen Handlangern ein indianisches Casino auszurauben, in dem Nick gearbeitet te. Zwei Fluchtversuche und eine Reihe sadistischer Misshandlungen später, willigt Rudy ein, mit der Gang in Weihnachtsmännerkostümen den großen Coup im Casino zu wagen. Fortan überschlagen sich die Ereignisse mit der Schnelligkeit der später abgefeuerten Maschinengewehrsalven, und die einigermaßen konstruierte Handlung schlägt wie ein gehetzter Hase wilde und unerwartete Haken.
Tempo, Tempo, Tempo scheint das Motto des einmal sehr schnörkellos zur Sache kommenden Frankenheimer gewesen zu sein. Mit seinem routinierten Actionthriller gönnt er dem Zuschauer kaum eine Verschnaufpause. Ein Gewaltgewitter folgt auf das nächste, während die endlosen tristen Schneelandschaften "Fargo" ins Gedächtnis rufen. Doch dessen Comic relief will "Reindeer Games" nicht bieten - stattdessen gibt es Tough-Guy-Kino pur, in dem es die glatte Visage von Affleck Frankenheimer schwer angetan zu haben scheint: Auffällig viele Großaufnahmen gönnt der Regisseur seinem jungen Star. Den Spannungsbogen lässt er dennoch nicht aus dem Auge: Er wird straff gehalten, auch wenn nicht alle Handlungshaken glaubhaft sind. Für das Genrepublikum wird allemal grundsolide Unterhaltung geboten, und der deutsche Starttermin im Dezember kommt dem Szenario entgegen. ara.
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