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Der Umwelt zuliebe
Beschreibung
Unausgereifter Krimithriller mit "Sin City"-Schönheit Jessica Alba und Hayden "Anakin Skywalker" Christensen als ein in gemeine Mordränke verwickeltes Paar.
Bereits 2005 abgedreht, kommt das Debüt von Regisseur und Drehbuchautor Joby Harold erst jetzt, Ende 2007, in die US-Kinos. Gleich zu Beginn wird der Zuschauer mit Statistiken über Patienten informiert, die trotz Narkose bei vollem Bewusstsein bleiben, ohne dass ihnen äußerlich etwas anzumerken wäre. Genau in dieser prekären Lage findet sich der steinreiche Clayton Beresford Jr. (Christensen) bei seiner Herzoperation wieder. Nach diesen ersten krassen Szenen wird zu angenehmeren Momenten im Leben des Jungtycoons zurückgeblendet. Verlobt ist er mit der anschmiegsamen Sam (Alba), doch der Haussegen hängt schief, da Clayton bislang nicht den Mut hatte, seiner Mutter Lilith (Lena Olin) ihre Beziehung zu gestehen. Dabei ist er als 22-Jähriger bereits "Mann des Jahres", dem "halb New York gehört" und der seine Gelder zudem selbstlos zur Schaffung von Jobs und Wohnungen verwendet. Details wie diese weisen darauf hin, dass Joby Harold mit seinen fantasievollen Skriptideen einige Gutgläubigkeit vom Publikum verlangt. Nach dem obligatorischen Knatsch mit der klammernden Mama wird trotzig mitten in der Nacht geheiratet. Doch bevor die Jungvermählten zur Hochzeitsnacht schreiten können, meldet sich das Krankenhaus mit der Verfügbarkeit eines Spenderherzens für den todkranken Clayton. Also landet man wieder auf dem Operationstisch, wo Clayton hellwach nicht nur die Operation mitverfolgt, sondern auch noch Mordplänen gegen sich lauschen muss. In Folge wandelt er im außerkörperlichen Zustand zur Lösung des bevorstehenden Mordrätsels durchs Krankenhaus und gibt per Off-Kommentar Einblicke ins ebenso verworrene wie versponnene Intrigennetz.
Christensen und Alba mögen wahrscheinlich nie eine Oscar-Nominerung wie ihr Ko-Star Terrence Howard (mimt Claytons besten Freund) erhalten, dennoch ist die Hauptschwäche dieses Thrillers nicht ihre Darstellung, sondern liegt im haarsträubenden Drehbuch mit Logikschwächen und Vorhersehbarkeiten im Minutentakt begründet. So ist trotz vieler an den Haaren herbeigezogenen Plotwendungen unschwer zu erraten, wo die üblichen Verdächtigungen zu suchen sind. Und beim Finale wird befremdetes Kopfschütteln eine häufige Reaktion sein, dermaßen unsinnig gestaltet sich die Auflösung. Daher ist dieser Möchtegern-Hitchcock-Verschnitt vorrangig für Fans der beiden Hauptdarsteller genießbar. ara.
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