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★★★★★
☆☆☆☆☆
wird einem Thriller nicht gerecht
Ulrike S. - Bewertet am 05.12.2022
Zustand: Exzellent
Wer hier einen Thriller mit hoher Spannungskurve und vielen unerwarteten Wendungen zu lesen glaubt, wird enttäuscht werden. Es steht schon relativ früh im Buch fest, wer für die Brandanschläge verantwortlich ist. Daher ist es keine Erzählung, die einen nicht losläßt. Ein Großteil des Textes befasst… sich mit der Psyche der 4 Hauptpersonen ( ermittelnde Komissarin Romina Winter, Reporterin Jette Winter, Anschlagsopfer Radek Malarcyk und dem Täter.) Jeder Charakter hat seine hausgemachten Probleme und die Erzählung verliert sich manchmal darin, ohne wirklich voranzuschreiten. Daher ist es für mich kein temporeicher Thriller, sondern ein Psychogramm der Hauptpersonen. Auch das Ende und die Auflösung haben mich nicht wirklich überzeugt.Deshalb kommt von mir keine Leseempfehlung für dieses eher mittelmäßige Buch.
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☆☆☆☆☆
Berlin brennt
Tanja K. - Bewertet am 26.11.2022
Zustand: Exzellent
"Die Stunde der Hyänen" ist absolut packend zu lesen, vor allem durch die Perspektiven der verschiedenen Figuren, die ein interessantes, für mich sehr realistisches Spektrum Berlins abbilden. Gerade die Darstellung der verschiedenen Gemeinschaften, in die man sonst im Straßenbild vielleicht keinen… Einblick hat, ist sehr spannend. Die Atmosphäre und die Stimmung in der Stadt, und die Einbettung der Ereignisse in aktuelle Konflikte und Spannungen ergibt ein sehr passendes Gesamtbild, vor allem im Februar, wenn Berlin am ungemütlichsten ist. Ich jedenfalls habe mich sehr akut meine hassgeliebte Stadt (die ich verlassen habe, weil sie mir auf genau diese Weise zu viel ist), die immer auch irgendwie eine eigene, mitwirkende Rolle spielt, zurückversetzt gefühlt.
Die Charakterisierung fand ich stellenweise sehr gelungen, stellenweise aber auch etwas schematisch. Gerade die Polizeiarbeit im Branddezernat ist entweder etwas weit hergeholt oder aber erschreckend realistisch, darüber möchte ich mir kein Urteil erlauben, aber diese Abschnitte kamen mir sehr karikiert vor. Auch die Charakterisierung und Handlung von Radek lässt mich etwas ratlos zurück, ich bin mir noch nicht sicher, ob sich seine Wendung schon angedeutet hat und daher folgerichtig ist, oder ob sie nicht nur überraschend, sondern auch etwas zu plötzlich und aus dem Nichts kam. In geringerem Maße wurde auch die Entwicklung von Maurice irgendwie fallengelassen.
Als Thriller hat mir die Handlung ein bisschen zu wenig Thrill, und einige eher lose verknüpfte Fäden, da in der Kürze des Buches sehr viele unterschiedliche Aspekte und Ideen untergebracht wurden. Als soziales Abbild Berlins aber sehr faszinierend.
3,5 Sterne
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☆☆☆☆☆
Brandgefährliches Berlin
Monika B. - Bewertet am 25.11.2022
Zustand: Exzellent
Ich bin ein absoluter Thriller-Fan und finde es daher immer interessant, andere/ neue Autoren und ihre Werke kennenzulernen.
Das Cover mit dem brennenden Auto passt perfekt zum Inhalt des Buches, wirkt düster und gefällt mir gut.
Sowohl der Klappentext, als auch die Leseprobe versprechen grosse… Spannung.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und sehr bildhaft, so dass ich mich direkt gut in die Handlung hineinversetzen konnte. Auch waren die Charaktere sehr authentisch, wobei mir die Reporterin besonders gut gefallen hat. Auch Romina Winter als Ermittlerin ist eine interessante Persönlichkeit. Sie schlägt sich als Frau - wie so oft - mit den Vorurteilen der älteren, erfahrenen Kollegen herum und soll gerne auf's " Abstellgleis" gestellt werden.
Die Geschichte ist spannend umgesetzt, aber ich würde sie eher als Krimi, denn als Thriller einstufen, da für meine Erwartungen der Spannungsbogen nicht " hoch genug" war. Daher habe ich bei der Bewertung einen Stern abgezogen!