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★★★★★
☆☆☆☆☆
Gemischte Gefühle
Julia P. - Bewertet am 26.09.2022
Zustand: Exzellent
Édouard Louis ist 1992 geboren, das heißt: gerade mal 30 Jahre alt. Dennoch schreibt er, als hätte er ein langes, beschwerliches Leben hinter sich, das unumkehrbar in eine Richtung gegangen ist. In seinem autobiographischen Roman „Anleitung, ein anderer zu werden“ schreibt er über seine Flucht aus… seinem französischen Heimatdorf, vor seinem Vater, vor dem Mobbing wegen seiner Homosexualität, vor der Klasse, in die er hineingeboren wurde. Er träumt vom Aufstieg in die Welt der Künstler:innen und „Lebemänner“, des vornehmen Essens und der Wollust – und er schafft es. Aber er zahlt dafür einen Preis. Er trennt sich von seiner besten Freundin, bricht mit seiner Familie, zieht in die Großstadt Paris, schlägt sich durch.
Meine Meinung darüber: Der junge Mann wirkt einerseits, als hätte er es endlich „geschafft“, auszubrechen. Andererseits scheint er einiges zu bereuen und zu vermissen. Mit 30 Jahren ist das Leben nicht vorbei, und er könnte noch immer einiges aus seinem Leben machen. Der Roman hat mir insgesamt sehr gut gefallen, mich aber auch melancholisch gestimmt.
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★★★★★
☆☆☆☆☆
"Ich lebte all diese Leben."
Tanja K. - Bewertet am 10.09.2022
Zustand: Exzellent
Anleitung ein anderer zu werden - ein treffender Titel für diesen autobiografischen Roman von Édouard Louis, in dem er beschreibt, wie er seine Herkunft, seine Familie, seine gesamtes früheres Leben hinter sich gelassen hat.
Dabei kommt es fast einem Zwang gleich, er ist getrieben, sich immer auf… den nächsten Schritt zu konzentrieren, um seiner Vergangenheit zu entkommen, ein Wettlauf gegen sich selbst.
Stilistisch ist dies großartig umgesetzt, in langen, atemlosen Sätzen.
"...für mich wurde mein Anderswerden, als ich einmal damit begonnen hatte, zu einer regelrechten Obsession, zu einer bewussten Arbeit. [...] ich wollte, dass jede Entwicklung das Ergebnis einer bewussten Entscheidung war. Ich wollte, dass nie wieder irgendetwas ohne meinen Willen geschieht."
Es ist faszinierend wie Édouard systematisch und methodisch sämtliche seiner Eigenschaften, angefangen bei seinem ursprünglichen Vornamen, abstreift und sich neue antrainiert, und gleichzeitig bedrückend, wie er nach und nach Menschen und Beziehungen zurücklässt, weil er sich ihnen zuerst auf seinem Weg angenähert und sie imitiert hat, um wie sie zu werden, um schließlich noch weiter zu gehen.
Eine berührende, starke Geschichte über die eigene Identität, wer man ist, wer man sein könnte und wer man bleibt, und was man dabei aufgeben muss.
"(Ich vermisse die Gegenwart.)"