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Beschreibung
Die Schmittforschung hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten stark diversifiziert. Fabers Studien stellen einen Extrakt seiner bis in die späten 60er Jahre zurückreichenden Auseinandersetzung mit Schmitt dar. Der Berliner Philosoph und Soziologe zeichnet das cäsarische und imperiale Selbstverständnis des Staats- und Völkerrechtlers nach: dessen römische Referenz und katholische Herkunft. Faber unterstellt Schmitt einen prorömischen Affekt, komplementär zum "anitirömischen", den der exzessive Polemiker seinen "Feinden" nachzusagen pflegte. Wie schon für Nietzsche gab es für Schmitt keinen größeren Gegensatz als den zwischen "Rom und Judäa". Ihne beherrschte - wie mehr oder weniger alle Nietzscheaner - ein antijüdischer Affekt, nur daß sein Nietzscheanismus ein "schwarzer", also katholisierender und profaschistischer war. Faber spricht - nicht bloß im Blick auf Schmitt und in Anlehnung an Umberto Eco - von einem "Lateinischen Faschismus". Er identifiziert den auf seine "limes-deutsche Herkunft" großen Wert legenden Katholiken als einen seiner markantesten Ideologen. Daß auch der Nationalsozialismus römische bzw. lateinische Elemente enthielt und nicht nur in seiner Schmittschen Rezeption, ist eine der besonderen Pointen der Faberschen Interpretation. Der Autor: Richard Faber, geboren 1943, wurde mit "Zur Kritik der Politischen Theorie" in Philosophie promoviert und habilitierte sich in Soziologie über den "Mythos des Abendlandes". Er publizierte mehrere Bücher und gab zahlreiche Sammelbände heraus, u.a. über "Antike Religion und Neo-Paganismus", "Rechtsextremismus. Ideologie und Gewalt", "Politische Religion - religiöse Politik" sowie "Abendländische Eschatologie. Ad. Jacob Taubes".
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.01.2002
Sprache
Deutsch
EAN
9783865722287
Herausgeber
Philo Fine Arts
Serien- oder Bandtitel
Kulturwissenschaftliche Studien
Sonderedition
Nein
Autor
Richard Faber
Seitenanzahl
115
Auflage
1
Einbandart
Broschiert
Buch Untertitel
Über Carl Schmitt - den Römer und Katholiken
Bandzählung
6
Schlagwörter
Carl Schmitt, Katholizismus, Faschismus
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