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Mit 100 Mark nach Amerika

Kurt Aram (Broschiert, Deutsch)

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Beschreibung
Als im Sommer des Jahres 1911 in der Redaktion der „Gartenlaube“ ein Gespräch darauf kam, wie es wohl einem Deutschen ohne Mittel in Amerika ergehen würde, zu einer Zeit, wo sich die Verhältnisse für den Auswanderer gegen früher doch sehr geändert hatten, und nicht zu seinen Gunsten, erbot sich der Journalist und Schriftsteller Kurt Aram das Experiment zu machen. Der Verlag der „Gartenlaube“ erstand ihm ein Schiffsbillett zur Überfahrt nach Amerika im Zwischendeck, was 180 Mark kostete, und gab ihm außerdem noch die 25 Dollar (gleich 100 Mark) mit, ohne die kein Auswanderer in Amerika an Land gelassen wurde. Daher die Überschrift dieses Buches: Mit 100 Mark nach Amerika. „Ich ging als ungelernter Handarbeiter, der ich war, hinüber, und in dem Augenblick, wo ich an den Verlag der „Gartenlaube“ um Geld schreiben würde, sollte mein Experiment beendet sein. Ich war also tatsächlich auf die 100 Mark angewiesen und hatte keine anderen Hilfsmittel zur Verfügung.“ Was er unter diesen Voraussetzungen in New York erlebte, und warum und wie diese Amerikafahrt endete — wenn man will, weil in einem deutschen Restaurant in New York ein Kellner rief: „Einmal Sauerbraten mit Kartoffelklößen“, — erfährt der Leser in diesem Erlebnisbericht und fühlt sich dabei an die „Methode“ eines Günter Wallraff erinnert. Heinrich Böll charakterisierte Günter Wallraffs Arbeitsmethode sehr treffend in einem Vorwort zur schwedischen Übersetzung der „13 unerwünschten Reportagen“ (1970): „Er ist kein Reporter im überkommenden Sinn, der recherchiert, interviewt und dann seinen Bericht schreibt. Er ist kein Essayist, der sich informiert und dann abstrakt analysiert. Er gehört auch nicht zu den Autoren, die das, was man herablassend die Arbeitswelt zu nennen beliebt, zum Gegenstand von Romanen und Erzählungen macht. (.) Wallraff hat eine andere Methode gewählt, er dringt in die Situation, über die er schreiben möchte, ein, unterwirft sich ihr und teilt seine Erfahrungen und Ermittlungen in einer Sprache mit, die jede ‚Überhöhung‘ vermeidet, sich nicht einmal des Jargons bedient, der ja als poetisch empfunden werden könn-te.“ Quelle: http://www.guenter-wallraff.com/biographie.html Vorwort: In der Redaktion der „Gartenlaube“ kam vorigen Sommer das Gespräch darauf, wie es wohl heute einem Deutschen ohne Mittel in Amerika ergehen würde. Heute, wo sich die Verhältnisse für den Auswanderer gegen früher doch sehr geändert haben. Und nicht zu seinen Gunsten. Ich erbot mich, das Experiment zu machen. Der Verlag der „Gartenlaube“ erstand mir ein Schiffsbillett zur Überfahrt nach Amerika im Zwischendeck, was 180 Mark kostete, und gab mir außerdem noch die 25 Dollar (gleich 100 Mark) mit, ohne die kein Auswanderer in Amerika an Land gelassen wird. Daher die Überschrift dieses Buches: Mit 100 Mark nach Amerika. Ich ging als ungelernter Handarbeiter, der ich war, hinüber, und in dem Augenblick, wo ich an den Verlag der „Gartenlaube“ um Geld schreiben würde, sollte mein Experiment beendet sein. Ich war also tatsächlich auf die 100 Mark angewiesen und hatte keine anderen Hilfsmittel zur Verfügung. Was ich unter diesen Voraussetzungen in Neuyork erlebte, das bildet den Inhalt des zweiten Teils dieses Buches, der in der Hauptsache zuerst in der „Gartenlaube“ veröffentlicht wurde. Als ich dann an den Verlag der „Gartenlaube“ um Geld schrieb, war das Arbeiterexperiment beendet, und ich bereiste noch für einige Zeit als Schriftsteller das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Naturgemäß darauf bedacht, meine Arbeitererfahrungen in Neu-york in anderen Städten und Staaten zu ergänzen. Es stellte sich heraus, daß die Unterschiede zwischen den amerikanischen Großstädten in dieser Hinsicht nicht sehr beträchtlich sind. Nur die Unterschiede zwischen Stadt und Land sind auch in Amerika bedeutend. Nicht weniger als in Europa. Als ich dann wieder nach Berlin zurückkehrte, interessierte es mich besonders, zu erfahren, was wir denn für eine Literatur über Amerika besäßen. Ich fand eine sehr reichhaltige Literatur, aber so gut wie nichts, was dem Auswanderer ohne Mittel und ohne besondere Bildung hätte direkt von Nutzen sein können. Das veranlaßte mich, meinen persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen einige praktische Winke für mittellose Auswanderer voranzustellen, die ja zur Zeit den größten Teil der Auswanderer nach Amerika ausmachen. Und es war mir eine ganz besondere Freude, das tun zu können; denn zum ersten Mal hatte ich als Schriftsteller das Gefühl, einer größeren Anzahl von Menschen, eben den mittellosen Auswanderern deutscher Zunge, damit vielleicht wirklich nützlich sein zu können. So wäre es mir denn eine große Freude und Genugtuung, wenn meine eigenen Erfahrungen als Arbeiter andere auswandernde Arbeiter vor überflüssigen und leicht abwendbaren Unbequemlichkeiten und Ärgerlichkeiten bewahren könnten. Nicht zum wenigsten zu diesem Zweck wurde das Büchlein herausgegeben, und wenn die Auswanderer finden, daß es ihnen nützlich ist, so wäre ich besonders dankbar für einen Hinweis an den Verlag dieses Buches, wie es sich noch praktischer und nützlicher ausgestalten ließe. Es ist ja sozusagen ein erster Versuch. Ich bitte also insbesondere die deutsch-amerikanischen Arbeiterkameraden, wenn ihnen dies Buch in die Hände kommt und sie für dasselbe Wünsche haben, sie zu äußern. Eine Zuschrift an den Verlag genügt. Juli 1912 Kurt Aram. Katechismus für Auswanderer. Wer soll nicht auswandern? Wer schwächlich ist oder krank. Er wird von den amerikanischen Behörden doch wieder in die Heimat zurückgeschickt, ohne Amerika auch nur mit einem Fuß betreten zu haben. Er würde sich nur überflüssige Kosten machen. Nicht einmal seine Neugierde würde befriedigt, denn er bekommt von Amerika nichts zu sehen als Ellis Island, die kleine Insel im Neuyorker Hafen mit den vielen Krankenhäusern und Baracken, wo alle Auswanderer ohne Ausnahme sehr genau untersucht und ausgefragt werden. Ellis Island aber zu sehen, die Träneninsel, wie die amerikanischen Zeitungen sie nennen, weil auf ihr schon so viele Tränen vergossen worden sind, das lohnt die lange Reise und das viele Geld nicht, wie man sich schon bei dem Namen „Träneninsel“ denken kann. Wer daheim nur einigermaßen sein Auskommen hat. Der Sperling in der Hand ist bes-ser als die Taube auf dem Dach. Und ein Schlaraffenland, wo mir die gebratenen Tauben in den Mund fliegen, ist Amerika längst nicht mehr, war es auch nur in Büchern. Wer älter als dreißig Jahre ist, soll es sich dreißigmal überlegen. Amerika ist, wenn es ums verdienen geht, das Land der Jugend. „Wer aber dreißig Jahre zählt, ist in Amerika nicht mehr jung, sondern ein Pap', das heißt: ein alter Papa. Wer darf auswandern? Wem es daheim zu wohl ist, so daß er durchaus aufs Eis gehen muß. Wem es daheim so schlecht geht, daß es ihm drüben nur besser gehen kann. Wer gesund, jung und abenteuerlustig ist. Wer soll auswandern? Niemand —, der nicht muß, weil es ihm daheim zu schlecht geht, oder weil ihm die Haut danach juckt. Was muß ich können, wenn ich auswandere? Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Weiter nichts. Aber ich glaube, das ist sehr viel. Und wer es in Europa nicht gelernt hat, der wandere lieber erst gar nicht aus. Drüben ist es mit den Arbeiten noch schlimmer. Verstehe ich mich auf eine bestimmte Hantierung: Maurer, Erdarbeiter oder dergleichen, um so besser. Bin ich Handwerker: Schuster, Bäcker oder dergleichen, noch besser. (Aber lies jetzt gleich die Frage auf Seite 19: Was soll ich tun?) Wann wandere ich aus? So zeitig, daß ich im Frühling drüben bin, am besten im März oder so. Dann finde ich in der Stadt und auf dem Land am schnellsten Beschäftigung. Komme ich erst im Sommer hinüber, so ist das Klima schlecht, zu heiß. Komme ich erst im Herbst, so sind die Städte voll von Arbeitern, die Arbeit suchen, weil sie den Sommer über auf dem Land oder in den Bädern untergeschlüpft sind. Auf dem Land aber braucht man im Herbst überhaupt keine neuen Arbeiter. Was nehme ich mit? Briefe von Bekannten oder Verwandten, die schon in Amerika leben und mir behilflich sein wollen. Das ist sehr wichtig. Aber es muß die genaue Adresse angegeben sein. Wer keine solchen Briefe bei sich hat, wenn er nach Ellis Island kommt, kann einfach nach Europa zurückgeschickt werden. So viel Geld, daß ich, wenn ich auf Ellis Island ankomme, wenigstens noch 100 Mark (25 Dollar) in bar habe. Sonst kann ich einfach nach Europa zurückgeschickt werden. Je mehr Geld ich außerdem noch habe, um so besser. Das ist in Amerika nicht anders als in Europa. Bin ich nicht verheiratet, dann verkaufe ich, bevor ich auswandere, alles, was sich zu Geld machen läßt. Nur nicht: gute Kleider, gute Wäsche und Seife. Davon nehme ich mit, so viel ich habe. Saubere Kleider und reine Kragen sind in Amerika noch bessere Empfehlungen als in Europa. Das soll nicht heißen, daß ich mit sauberen Kleidern und reinen Kragen sofort eine Stellung finde. Es soll nur heißen, daß ich ohne beides viel schwerer Stellung finde. Sehr oft gar keine. Also nehme ich saubere Anzüge und reine Wäsche und Kragen mit, so viel ich habe. Davon wird nichts verkauft. Und die Seife nicht zu vergessen. Aber auch nicht vergessen, sie recht oft zu gebrauchen. Und dann kaufe ich mir daheim noch Unterhemden, denn daheim sind sie billiger als in Amerika. Jeder Arbeiter in Amerika, vom Erdarbeiter bis zum Präsidenten, trägt unter dem Oberhemd ein Unterhemd, um das Oberhemd zu schonen, und damit man es dem Oberhemd nicht ansieht, wenn man schwitzt. Bin ich verheiratet, so nehme ich nichts mit, was überflüssig ist. Nur das Notwendige: gute Kleider, gute Wäsche und Seife. Und das, wovon sich Frau und Kinder gar nicht trennen können. Alles andere mache ich zu Geld oder stelle es unter. Denn ich kann heute noch nicht wissen, ob ich nicht in ein, zwei Jahren wieder in der alten Heimat bin. Dann bin ich froh, wenn ich recht viel untergestellt habe. Zum Mitnehmen ist es überflüssig. Soll ich die Familie mitnehmen? Habe ich eine Frau, die waschen, bügeln oder gar gut kochen kann, so nehme ich sie mit, denn sie kann mir drüben nur nützen. Im eigenen Haushalt ebenso wie in anderen Familien, wenn ich nicht gleich einen eigenen Haushalt gründen kann. Frauen, die zu häuslicher Arbeit willig und tüchtig sind oder gar gut kochen können, finden in Amerika oft leichter und schneller Verdienst als ich selbst. Habe ich fleißige Töchter, so nehme ich sie mit, denn zuverlässige, tüchtige Mädchen sind auch heute noch in Amerika gesucht und finden oft leichter und schneller Verdienst als ich selbst. Sind Frauen und Töchter faul, tue ich besser, überhaupt nicht auszuwandern. Meine Söhne haben dieselben Aussichten wie ich selbst. Nur haben sie den Vorzug, jünger zu sein als ich. Zwischendeck oder II. Klasse? Manche genieren sich, Zwischendeck zu fahren und bezahlen deshalb lieber die teurere II. Klasse, Das ist Unsinn, und wer sich geniert, paßt überhaupt nicht nach Amerika. Also fahre ich Zwischendeck, wenn ich reise und wenig Geld habe. Aber auch, wer etwas mehr Geld hat, soll es sich reichlich überlegen, ob er nicht doch der Sparsamkeit wegen lieber Zwischendeck fährt. Es schadet niemandem etwas und ist eine gute Vorschule für Amerika. (Siehe auch den Aufsatz im zweiten Teil: „Im Zwischendeck bei bewegter See“, S. 33.) Es ist wichtiger, sein Geld für Amerika zusammenzuhalten, als sich die Überfahrt möglichst bequem zu machen. In Amerika läuft das Geld schon schnell genug fort. Und dann habe ich es viel unbequemer, als wenn ich Zwischendeck gefahren wäre und wenigstens das Geld für die II. Klasse gespart hätte.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
04.12.2006
Sprache
Deutsch
EAN
9783939198499
Herausgeber
Edition Godewind
Sonderedition
Nein
Autor
Kurt Aram
Seitenanzahl
204
Einbandart
Broschiert
Lesealter
14
Schlagwörter
Auswanderung, New York, Amerika, Schiffspassage, Gartenlaube
Höhe
190 mm
Breite
12.5 cm

Warnhinweise und Sicherheitsinformationen

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