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Das Konzept der Objektrelation und das Kontinuum ihrer Varianten: Ein muttersprachlicher Zugang

Hansjakob Seiler (Gebundene Ausgabe, Deutsch)

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Beschreibung
„Object“ is captured in this work as a relation between two equipollent poles: Pole1 (verb) as an instance of influential action upon a Pole2 (noun) as an instance of „sovereignty“ and detachment from the verb’s influence. A bidirectional continuum spans between the two poles: In one direction, the influential force of the verb (Pole1) is gradually weakened as we move from Pole1 to Pole2. In the other direction, „sovereignty“ and detachment are strongest at Pole2, and are gradually weakened as we move toward Pole1. Gradience in the two opposite directions is observable and is confirmed by the native speakers of the three languages under study, viz. Standard Modern German, Modern Greek, and Japanese. It is reflected by morpho-syntactic and semantic facts. As a result, we found an array of positions along the continuum (called „techniques“). As an example, one particular technique may be characterized by a plus in influential power, coupled by a minus in „sovereignty“, being „more like Pole1“. A neighboring technique characterized by opposite markings may be „more like Pole2“. All positions on the continuum are considered to be contracting an object relation. This view stands in contradistinction to current theorizing for which „Object“ is considered to be a dependent of the valency of the verb. Its definition is based on such tests as passivizing or accessibility to comparable operations. Our continuum extends beyond the reach of the traditional direct or indirect object relation. It includes such cases where valency and corresponding tests are no longer decisive, but where the regularities of the continuum still are in force. An important insight states that morpho-syntactic markings and semantic specifications signaling a „more like Pole1“ or a „more like Pole2“ may differ from one language to another. Thus, e.g. a technique of „strong agentivity“ as coupled with „weak sovereignty“ is represented in German by a preference for a weak article plus object noun, in Modern Greek by a zero article plus object noun, and in Japanese by incorporation of the object noun. What ultimately matters, then, is the dynamics of moving along the continuum from the „more like Pole1“ toward the „more like Pole2“ and conversely type. As a consequence of this variability in the markings we were lead to consider borderline cases between object- and non-object relations. (written in German) Die vorliegende Studie ist ein Versuch, sich einer postulierten Universalität des Begriffs der Relation „Objekt im Satzgefüge“ auf vergleichend-einzelsprachlichem Wege zu nähern. Die drei nach Verfügbarkeit ausgewählten Einzelsprachen sind Deutsch, Neugriechisch und Japanisch. Für sie sind, je Sprache, die drei Co-Autoren als Muttersprachler zuständig. Es ist bekannt, dass „Objekt“ in den Einzelsprachen nicht als Monolith, sondern in mehreren Erscheinungsformen auftritt, und dass es von Sprache zu Sprache nicht immer dieselben Erscheinungsformen sind. Unsere Grundhypothese besagt, dass sich, zunächst in einer Einzelsprache, die dort feststellbaren Erscheinungsformen in einer kontinuierlichen Abfolge zwischen zwei Polen ordnen lassen und dass dadurch erst ihr Status als Varianten erwiesen werden kann. Wenn in einer prätheoretischen Annahme das Konzept „Objektrelation“ bestimmt werden kann als BETREFFEN einer ENTITÄT, so ist der eine Pol eben das BETREFFEN – im Prinzip ein Vorgang (Verb), der andere Pol die ENTITÄT – im Prinzip eine Wesenheit (Nomen). Es geht jetzt um den Nachweis einer kontinuierlichen Abfolge einzelsprachlicher Ausdrücke zwischen den zwei Polen. Maßstab ist der Begriff der Prominenz: Prominenz der ENTITÄT nimmt zu von Pol1 („links“) nach Pol2 („rechts“) und nimmt ab in entgegengesetzter Richtung. Für BETREFFEN gilt das Umgekehrte. Zum Nachweisen der kontinuierlichen Abfolge ist es nicht nötig, dass in einer Sprache alle „Stationen“ eines Kontinuums vertreten sind. Partielle Kontinua sind aussagekräftig, wenn sie semantisch bzw. pragmatisch dieselben Eigenschaften der Prominenz entweder „mehr nach Pol1“ oder „mehr nach Pol2“ aufweisen. Mit in die Argumentation einzubeziehen sind Beobachtungen des kookkurrenten Verhaltens der Verben sowie der Subjekte im Satz. Hier gelten oft feine semantische oder pragmatische Unterschiede, weshalb das Wissen eines Muttersprachlers unabdingbar ist. ISBN 9783862886425 (Hardbound). LINCOM Studies in Theoretical Linguistics 57. 153 S. 2015.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
30.06.2015
Sprache
Deutsch
EAN
9783862886425
Herausgeber
LINCOM GmbH
Sonderedition
Nein
Autor
Hansjakob Seiler
Seitenanzahl
153
Einbandart
Gebundene Ausgabe
Schlagwörter
Japanologie, Sprachwissenschaft, Germanistik, Sprachtypologie
Thema-Inhalt
C - Sprache und Sprachwissenschaft
Höhe
240 mm
Breite
17 cm
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