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Der Umwelt zuliebe

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Beschreibung
„Es ist wohl eine von den traurigsten Geschichten überhaupt, die kein Künstler in seinen Bildern oder ein Dichter in seinen Gedichten wiedergeben könnte. Mit zahlreichen Tränen bestückt und mit soviel Schmerz und Trauer umgeben, dass das eigene Herz in tausende Stückchen zu zerreisen droht. Unbeschreiblich traurig und doch so einzigartig schön, dass man unfreiwillig eine oder andere Träne verlieren wird.“ P. Schulz Juni 2006 „Es ist ein ganz normaler, chaotischer Tag in der vertrauten und doch noch so abwechslungsreichen Atmosphäre der Notaufnahme unseres kleinen Klinikums. An manchen Tagen glaubt man auch, dass das ganze Leben hier drin abspielt und nicht irgendwo da draußen stattfindet. Und manchmal glaubt man auch, dass man sich ständig in einem Kreis bewegt, aus dem es keinen Ausweg mehr gibt. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Sei es unter der Woche oder an den Feiertagen oder auch am Wochenende. Es ist immer gut besucht und auch über die Arbeit kann man sich nicht beklagen. Und manchmal hat man einfach nicht die Zeit dazu. Und auch wenn eine weitere Arbeitswoche sich dem Ende nähert, herrscht hier auch am mühsam kommenden Wochenende Hochbetrieb. Mal werden Patienten in Begleitung der Angehörigen, verständnisvollen Nachbarn oder auch eigenen Kindern begleitet. Ein anderes Mal mit dem Sanka eingeliefert. Mal geht es ziemlich schnell, dass man kaum schafft den Überblick über den Ablauf zu behalten. Ein anderes Mal lässt man sich einfach nur Zeit und widmet sich dem Patienten, bevor dieser auf die Normalstation „verfrachtet“ wird…“ Und genau so, in einem einzigen tiefen Atemzug, mit einer einzigen unkontrollierbaren Geste fängt meine, auf mehreren Seiten zusammengefügte Geschichte an. Eine Geschichte, die erst noch vor einigen Monaten auf einem oder anderen Papierfetzen, auf einem oder anderen Schmierblatt, in einem oder anderen Gedanken existierte und nur durch mühsame, manchmal auch verzweifelte Arbeit zusammengefügt und schließlich veröffentlicht wurde. Es ist nicht einfach eine Kurzfassung des kürzlich „erschienenen“ Buches zu erstellen. Und manchmal ist es auch eine wahre Herausforderung und eine schwierige Aufgabe, die man mit all seiner Kraft zu erfüllen versucht. Vor allem, wenn man als Autor und Verfasser noch einiges darin zu verbergen glaubt, nicht sofort preisgibt und trotzdem interessant zu gestalten versucht. Ich hoffe, dass ich diese Regel befolgen konnte und dass es mir letztendlich gelungen ist. Und ich hoffe, dass ich damit Euer Interesse und vor allem Euer Verlangen, mehr darüber erfahren zu können, aus dem tiefen Schlaf erwecken konnte. P. Schulz An einem neubeginnenden, aus dem tiefen herbstlichen Schlaf erwachenden Wochenendtag wird ein junger Mann in der Notaufnahme des kleinen staatlichen Klinikums aufgenommen. Ein Autounfall, der sich ausgerechnet an diesem Tage ereignete, veränderte sein junges Leben und brachte ihn nichts ahnend in diese scheinbar auswegslose, verzweifelte Lage… „…ein Autounfall. Ein Angetrunkener hat einen jungen Burschen überfahren und ziemlich übel zugerichtet. Und dann hat er sich auch noch aus dem Staub gemacht. Der Junge wurde mittlerweile zwei Mal wieder belebt, aber sein Zustand ist immer noch kritisch…“ Ein junger Arzt versucht verzweifelt unter dem Beweis seines Könnens das Leben des jungen Mannes zu retten. Ob er dabei Erfolg erzielen wird…?! Ob er es letztendlich schafft die steinigen Wege des Todes zu durchkreuzen…?! Dies bleibt für uns alle noch zeitlang offen…! Erst ein paar Augenblicke später wird diese scheinbar kurze und mit einigen bedeutsamen Ereignissen bestückte Geschichte, die nur einige Momente des jungen Lebens betrifft, von einer dritten Person erzählt und letztendlich ans Licht gebracht. Einer Person, die von diesem tragischen Zwischenfall ungewollt berührt und in das Geschehene einbezogen wurde. Einer Person, der ich absichtlich keinen Namen vergab und somit dem einen oder anderen Leser die Möglichkeit erteilte, sich in diese plötzlich ereignete Erzählerrolle zu versetzen und auch das Geschehene mit eigenen Augen zu verfolgen. „…Ich kannte diesen Jungen. Ich wollte es erst nicht wahr haben. Aber ich kannte ihn… „Steppenkind“ wie ich ihn immer wieder liebevoll nannte, und was er manchmal überhaupt nicht leiden und akzeptieren konnte. Ich kannte ihn… Ich und meine Frau mochten ihn, wie es auch die meisten anderen in der Nachbarschaft taten. Und manchmal glaubte ich fest daran, dass er schon längst zu unserer kleinen Familie gehörte…“ Und nun ist es soweit. Das, was erst als Einleitung erscheinen sollte, endet schließlich in einem Übergang und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Es entführt uns in das unbekannte Land, dass ich bereits in meiner Kindheit zu sehen bekam. Vorbei an den unendlichen Steppen, an den grenzenlosen, vollkommen menschenleeren Wüsten und an den majestätischen Bergen des zentralasiatischen Gebirges Tian Shan, dessen Gebilde ich nur mit wenigen Worten zu beschreiben vermag. Es begleitet uns von dem Tag des wundersamsten, einzigartigen Ereignisses, die man nur einer Geburt zuschreibt. Von dem Moment, wo das neugeborene Kind seine großen, blauen Augen aufmacht, seinen ersten eigenen Atemzug verspürt und mit seinen kleinen, zitternden Händen nach dem Leben zu greifen versucht. „…Andreas, soll sein Name sein“, beschloss der Vater, „alleine er trägt die Hoffnung in sich, dass es bessere Zeiten geben wird.“ Er hob seinen Sohn hoch und richtete seinen kleinen, unschuldigen Körper zu der aufgehenden Sonne hin und zu den hohen Bergen, deren steile Wände sich einer unpassierbaren und undurchdringlichen Mauer ähnelten. „Ein Steppenkind“, fügte er zu, „und ein Sohn der Berge. Ein Hoffnungsträger für all diejenigen, die bereits ihre Hoffnung aufgaben…„Es ist ein Hoffnungsträger“, sprach sein Vater vor sich hin und die einsamen Tränen rollten auf seinem Gesicht…“ So soll es auch sein… „…Doch als Andreas das fünfte Lebensjahr erreichte, ließ ihn die Mutter mit seinem Vater alleine. Unaufhaltsam ist der Tod. Leise schleicht er sich aus der Dunkelheit heraus und sticht unerwartet zu. Sie starb in den Morgenstunden und ließ ihn in der Obhut des Vaters, dessen Trauer über so einen großen Verlust die nachkommende Wochen und Jahre mit der schwarzen Tinte des grenzenlosen Trauerns füllten… Man sagte in der Nachbarschaft, dass an diesem einen Morgen auch ein Teil von ihm gestorben ist…“ Diese traurige Wende im Andreas Leben lässt auch mich für einen Moment verstummen und all meine Gedanken aufs Neue zu „sortieren“. Ungewollt war dieser Schmerz. Undurchdacht war diese bittere Handlung. Und der Preis dafür war ziemlich hoch angesetzt. Das, was eins als eher sorgfrei anfing, verstummte schließlich in der tiefsten Dunkelheit und verkroch sich in den ewigen Schatten. Der abwechslungsreichen Schulzeit wies ich deutlich mehr Aufmerksamkeit zu. Alleine in dieser Zeit, die auch ich in meinem Leben zu verdrängen versuchte, fanden viele verschiedene Ereignisse statt, die nicht unerzählt bleiben sollten. Hier wird von den gewaltigen Auseinadersetzungen erzählt. Von einer oder anderen erfolgslosen, bitteren, existenzsichernden Konfliktsituation gesprochen, die sich in einem oder anderem Straßenkampf spiegeln und letztendlich in einer überraschenden Niederlage des Feindes endet. „…Es ist genug“, fügte Andreas erneut zu, „Genug von dem, was wir so sinnlos und unüberlegt begehen. Lass uns jetzt den Frieden schließen… Bekämpfen können wir uns auch später. Dazu werden wir noch genug Zeit haben. Es soll eine Lektion für uns alle sein. Aus unserer Dummheit müssen wir es lernen. Und aus unseren Taten müssen wir etwas Weisheit schöpfen und in unserem Verstand einprägen, damit wir später nicht die gleichen Fehler begehen…“ Gleichzeitig gilt es als ein weiterer Übergang und führt zu einer ebenso überraschenden Wendung und zu dem größeren Teil dieser einzigartigen Erzählung, der sich über mehrere Kapitel durchzieht. Ab diesem Moment begibt sich Andreas auf die verzweifelte Suche nach seiner bis jetzt unbekannten, unerforschten, mit all dieser Schüchternheit bestückten ersten Liebe. „…Ich habe einen großen Fehler begangen, in dem ich mich auf die verzweifelte Suche begab, um etwas zu finden, was längst in meiner Nähe war. Diese undurchdachte Suche, geprägt von soviel Scham und Schüchternheit, Mutlosigkeit und Zweifel beraubte mich meiner kostbaren Zeit und der Preis dafür war ziemlich hoch angesetzt. Im nach hinein begriff ich es, dass es nicht die Liebe war, die mich blind machte, sondern alleine meine Handlungen, die meine Augen mit einem undurchschaubaren Schleier bedeckten und von den wichtigsten Entscheidungen abkommen ließen.“ Man muss sich schon etwas Zeit gönnen, eine oder andere Seite durchqueren und einen oder anderen Satz zumute führen, bis man letztendlich auch eigene Neugier stillen würde. „…Die Experten behaupten, dass die erste Liebe sich einem Trauma ähnlich ist. Das kann durchaus sein. Auch hier verbirgt sich etwas Tiefsinniges. Aber eins scheint hier auf jedem Fall sicher zu sein: Es ist ein Trauma, das nie in die Vergesslichkeit der Zeit geraten und einen oder anderen bis zum Tode begleiten wird.“ Doch alles, was schließlich einen Anfang hat, hat irgendwann auch ein Ende. Eine bittere Bedeutung trägt dieser Satz in sich, dass man ungewollt die Augen davon verschließt. Bitter und traurig zugleich. Das, was eines Tages wie aus Nichts zu blühen anfing und einen oder anderen von einer unvergleichbaren Schönheit überzeugen versuchte, wurde durch einen dunklen, kalten Schatten überrannt. „…Ein „Auf Wiedersehen“ oder ein „Lebe wohl“ zu sagen, fällt einem gar nicht mal so schwer. Aber einen Abschied von dem zu nehmen, was einem so heilig und von großer Bedeutung war, wird man schließlich als traumatisches Erlebnis und Schicksalsschlag bezeichnen… Es wird dich ständig begleiten. In deinen Träumen, in deinen Gedanken und sogar in deinen Erinnerungen. Du wirst es nie wieder vergessen. Und du wirst es dir nie wieder vergeben. Und an manch einem Tage wirst du es dir in deinem tiefsten Inneren wünschen dies wieder rückgängig machen zu können und es anders angehen…“ Wir werden in unserem Leben noch einige Verluste ertragen müssen. Wir werden durch eine oder andere Wendung vollkommen unvorbereitet überrascht und sind dazu gezwungen, aus dieser daraus resultierenden Konsequenz, eine neue Richtung einzuschlagen. Und dies musste mein Andreas auch tun. Er musste diesen einen Schritt begehen. Er musste sich letztendlich seiner Herausforderung stellen und seine Sterne wieder neu ordnen. Eine lange Reise steht bevor. Eine Flucht aus der gewohnten, vertrauten Atmosphäre in die vollkommene, mit Zweifeln geprägte Ungewissheit und ein unvermeidlicher Neuanfang verbergen sich im Schatten der kommenden Zeit. Bald wird es wieder soweit sein. Bald wird sich die zu erzählende Geschichte aufs Neue wenden. Überraschend und traumatisch zugleich. Ungerecht und unvermeidbar. Und auch diese „traumatische“ Wendung wird im Herzen des einen oder anderen eine schmerzhafte Spur und eine vor sich hin blutende Narbe hinterlassen. „…Es ist soweit… Der Tag, auf den man schließlich mit soviel Ungeduld und großen Hoffnung, Ungewissheit, Furcht oder gar einer unbeschreiblichen Angst wartete, nähert sich seiner Offenbarung. Du kannst es bereits in deinen Träumen sehen, in deinem Atem spüren und sogar den bitteren Geschmack auf deiner Zunge schmecken. Der Tag, an dem man sich seinem Schicksal stellen musste, einen vollkommen neuen Weg zu begehen wagte und sich dabei nur das Beste erhoffte, obwohl man von vorne an wusste, dass es eher nur einem weiteren, kaum erfüllbaren Wunsch bleiben würde. In deinem tiefsten Inneren hoffst du diesen Tag noch um einen oder anderen Augenblick verschieben zu können und zu deinen Gunsten zu gestalten. Und das ist auch das Einzige, was dir noch übrig bleibt. Er wird kommen. Er wird auch dich erreichen. Er ist schon fast da und wartet nur darauf, dass man ihn ohne jegliche Scheue herein lädt…“ Andreas verlässt in Begleitung seines Vaters das eins so geliebte und an manch einem Tage so verhasste Land. Und alles, was er jemals gelernt hat zu lieben und zu schätzen, wird sich der Vergangenheit gleichen. Eine lange Reise in die mit Zweifel und Hoffnung geprägte Ungewissheit, ohne jeglichen Anspruch auf eine mögliche Wiederkehr, folgt im gleichen Atemzug hinterher. Eine Reise, die aus der zentral gelegenen, asiatischen Oase in die eisige Kälte des großen, langsam in sich zusammenbrechenden Russischen Reiches führt. Hier müssen sich Andreas und sein Vater einer weiteren, großen Herausforderung und einer bitteren Aufgabe stellen, die beiden in die Hände der herzlosen Verzweiflung treibt und von ihrem Vorhaben beinahe abzweigen lässt. „…Die Wochentage waren ungemütlich und kaum ertragbar. Die Nächte ziemlich lang und verdammt kalt. Die eisige Kälte, die draußen auf den kalten Straßen Moskaus herrschte, breitete sich genauso so schnell im gesamten Gebäudekomplex aus. Die kleinen Hotelzimmer wurden nur einzeln beheizt und nur diejenigen, die in der Lage waren einen entsprechenden Tagesbetrag an die Aufseher zu zahlen, könnten diese Wärme auch nutzen und sich diesen teueren Luxus genießen. Der Rest fror erbarmungslos vor sich hin. Man konnte im Zimmer nur mit dem eingeschalteten Licht schlafen. In der vollkommenen Dunkelheit wurde man ständig von irgendwelchen, kaum sichtbaren Organismen heimgesucht, ständig attackiert und immer aufs Neue gebissen. Sie ernährten sich und breiteten sich schnell aus. Auch auf dem kalten Zimmerboden herrschte das Leben. Hier liefen die Kakerlaken hin und her, auf ständiger Suche nach der Nahrung. Seien es die Lebensmittel gewesen oder auch der menschliche Speichel, den sie vor allem in den nächtlichen Stunden zu sich nahmen. Sie kamen von überall, aus jedem Eck, aus jeder Steckdose oder hinter den kaum befestigten Bodenleisten. Sie waren immer da und sie nervten mit ihrer ständigen Anwesenheit. Manchmal konnte man sie sogar unter der Decke oder im Schlafsack entdecken. Und manch einer verkroch sich sogar in der warmen Kleidung. Distanzierung kannten sie nicht. Und Scheue konnte man diesen Viechern auch nicht anhängen. Es waren schon wahre Überlebungskünstler, die eines Tages sogar die Menschheit überleben werden.“ Alleine in diesem großen Kapitel, die viele verschiedene Ereignisse beschreibt wird uns auch eine bis jetzt unbekannte und zum Teil auch unaufgedeckte Seite der russischen Regierung gezeigt, deren Macht sich gegen die eigene Bevölkerung richtet. „…Die Beamten des russischen Sicherheitsdienstes ließen sich mit jedem weiteren Tag etwas Neues einfallen. Ihre Kreativität und Einfallsreichtum waren bewundernswert und abstoßend zugleich. Es war für sie nur ein Spiel, in dem es keine Regeln gab. Ein Augenkontakt sollte möglichst vermieden werden. Das empfanden sie meist als Verspottung. Sollte es dazu kommen, dann wurden die Menschen oder sogar die ganzen Familien aus den langen Reihen gerissen und ohne jegliche Begründung davon getrieben. Oder sie spielten mit den in der eisigen Kälte wartenden Menschen ein russisches Roulett, in dem es keine Gewinner gab. Sie stoßen sich in die Menschenmenge und marschierten durch die Reihen. Einer von denen zählte die Menschen durch und sortierte diese auf der Stelle aus. Die anderen trieben die Isolierten davon. Und das jeden weiteren Tag. So etwas erlebt man nur auf dem Schlachthof, wo das Vieh gezählt und zum Wolle der Gemeinschaft geopfert wird. Und das immer wieder aufs Neue. Runde für Runde. Wer sich dagegen wehrte, wurde erst beschimpft, verspottet und dann mit einem Stock geschlagen oder mit den Stiefeln getreten.“ Doch bald ist auch diese Hürde überwunden. Bald wird es auch einer weiteren Erinnerung gleichen, die man später verzweifelt zu verdrängen versucht. „…Ach, Herr Mayer“, erklang hinter ihm eine raue Stimme. Andreas Vater drehte sich ohne jegliche Aufforderung um und blickte zu den Beamten rüber. „Herr Mayer“, wiederholte der etwas dickere Beamte und beugte sich mit den überkreuzten Armen über den Arbeitstisch, „ darf ich Ihnen noch eine Frage stellen, bevor Sie mit Ihrem Sohn durch diese Türen marschieren und diesen Raum endgültig verlassen? Was ist es den Ihnen Wert dieses Land zu verlassen?“ Andreas verstand seine Frage nicht und blickte erwartungsvoll zu seinem Vater hinauf. Er zuckte nur leicht mit seinen Schultern und antwortete in einem ruhigen Ton: „Nichts, meine Herren, nichts!“ Ein spöttisches Lachen der Beamten erfüllte die großen Räume des Gebäudes. Andreas Vater machte ein paar langsame Schritte in Richtung des Ausganges. Im Türrahmen blieb er für einen kurzen Augenblick stehen und drehte sich unaufgefordert wieder um. Ein deutlich erkennbares Lächeln auf seinen Lippen ließ sogar die eine oder andere Falte aus seinem dünnen Gesicht für einen Moment verschwinden. „Und einfach alles!“ folgte schließlich ein Satz, der sogar das giftige Lachen der Beamten verstummen ließ, „einfach alles, meine Herren.“ Das Ziel ist erreicht. Die scheinbar unbezwingbaren Hürden schienen letztendlich überwunden zu sein. Und ein vollkommen neuer Weg bahnt sich vor den beiden „Flüchtlingen“ hervor. Eine vollkommen neue Richtung. Ein neuer Anfang und ein weiterer bedeutsamer Schritt auf dem steinigen Boden in die Ungewissheit. Das Leben muss wieder aufs Neue erwachen, aus der verbrannte Asche entflammen und sich schließlich neu rekonstruieren. „…Nichts wird dir einfach so geschenkt oder gar vor den Füssen gelegt. Nichts und niemand wird dir eine entsprechende Richtung weisen. Es sind deine Träume, deine Wünsche, dein Verlangen und schließlich auch dein Weg, auf den du dich alleine begehen musst. Vergiss das Vertraute und Gewohnte. Es ist längst der Vergangenheit geweiht. Blicke nicht zurück. Gehe vor. Stufe für Stufe. Greife furchtlos in die Dunkelheit und ziehe es ans Licht. Das ist dein Leben. Das ist deine Bestimmung. Das ist dein Weg. Manchmal wirst du dafür kämpfen müssen. Und manchmal wirst du einen oder anderen Kampf verlieren. Aber es ist immer noch besser als etwas zu verlieren ohne dafür kämpfen zu müssen.“ Andreas wird in einer Privatschule an der bayerisch-schwäbischen Grenze aufgenommen und in einem Internat für Jugendliche untergebracht. Hier, am Ufer der mächtigen Donau, im Herzen der vor sich hin blühenden kleinen Stadt erlebt er schließlich das, was er eines Tages verloren hatte. „…Die Einzigartigkeit der Liebe besteht darin, dass dieses unbeschreibliche Gefühl dich immer wieder erreichen und aufs Neue berauschen wird… Eine neue Flamme wird entzündet. Ein neuer Funken wird dir die verlorene Kraft zurückgeben und sicher nach vorne treiben. Nichts und niemand wird es je wieder stören oder gar aufhalten können.“ Andreas verliebt sich und diese scheinbar sorgfreie, mit einem einzigartigen, phantasievollen Märchen verglichene Liebe scheint für einen Moment so grenzenlos und so unsterblich zu sein, dass man sich in ihrer grenzenlosen Darbietung verliert und ungewollt inspirieren lässt. „…Zögernd und vorsichtig näherte sich Andreas. Mit einer sanften Bewegung und einer zitternden Hand berührte er Sarahs dünnes Gesicht und glitt mit den Fingern über ihre rosigen Wangen. Es fühlte sich weich und verführerisch an. Sie erschrak sich und zuckte zusammen. Doch der Andreas zögerte diesmal nicht und zog sie langsam an sich, bis seine Lippen ihre berührten und sich aneinander pressten. Es fühlte sich einfach himmlisch an. So zart. So schüchtern und so zurückhaltend. So schön und so vertraut zugleich. Und doch so neu und vollkommen unbekannt oder gar fremd. Ihre Zungenspitze berührte sanft seine untere Lippe und vereinte sich schließlich mit seiner. Sie wusste, was sie wollte und sie tat es auch. Sie ließ sich nicht davon ablenken und schon gar nicht abschrecken… Sie verloren das Gefühl der Zeit und kosteten diesen einzigartigen Augenblick für sich alleine aus. Sie wollten davon einfach nichts wissen. Gemeinsam überschritten sie die unsichtbaren Grenzen und verloren sich in der scheinbar verzaubernden, grenzenlosen Steppe der unermesslichen Leidenschaft und jugendlichen Liebe.“ Erneut wendet sich sein Schicksal gegen ihn. Erneut erleidet er einen Verlust. Und dieser scheint noch bitterer und schmerzhafter zu sein als alle andere zuvor. Auf eine unvorstellbar tragische Weise verliert er seine zauberhafte Sarah. Tragisch, selbstzerstörerisch und grausam zugleich. „…Andreas weinte und fluchte über sich selbst. Er sei für sie nicht da gewesen. Er alleine trug die Schuld an dem, was ihr zugestoßen ist. Er sei schuld an dem gewesen, was sie sich schließlich angetan hat. Die Tränen flossen ungehindert aus seinen Augen. Auch sein Herz weinte, um so einen wertvollen Verlust. Er wollte schreien, aber das konnte er nicht. Er wollte um sich schlagen, aber auch das gelang ihm nicht. Die Kräfte haben ihn verlassen und ließen auf den kalten Boden verhaaren.“ Und auch ein Abschied von ihr hinterlässt eine dunkle Spur in seiner gekränkten Seele und einen steinigen schweren Brocken in seinem vor sich hin blutenden Herzen. „…Langsam beugte sich Andreas vor, lehnte sein Kopf an ihre regungslose Brust und setze seine Abschiedsrede flüsternd fort: „Ich bin Du! Und du alleine bestimmst über die scheinbar grenzenlose Liebe! Du alleine bist die grenzenlose Liebe. Warte bitte auf mich, Liebes. Auch ich werde dir eines Tages folgen. Ich werde dich suchen… Und ich werde dich wieder finden und nie mehr loslassen. Warte bitte auf mich, Sarah.“ Ein letztes Mal küsste er ihre schön geformten, aber eisig kalten Lippen und streichelte zärtlich ihr lebloses Gesicht. Ein letztes Mal bedeckte er mit seinen Küssen ihre langen kalten Finger, die er eins so fest umklammerte und an seinen Körper presste. „Ich werde dich finden, meine wunderschöne, seltene Blume. Egal wie lange es dauern wird. Ich werde dich finden. Das verspreche ich dir“, fügte Andreas zu und machte einen Schritt zurück, „das verspreche ich dir, Liebes.“ Kurz darauf verschwindet auch Andreas in den dunklen Gassen des Lebens. Sein Rückzieher ähnelt sich eher einem Fall. Einem ungebremsten Fall in das dunkle, bodenlose Nichts, das alles in sich zu verschlingen versucht. „…Du hast alles verloren. Du hast alles aufgegeben. Dein Leben, deine Träume, deine Wünsche, sogar deine eigene kostbare Existenz. Mit jedem weiteren, davon ziehenden Tag verliert auch der unausgesprochene Wunsch: zu leben seine eins erworbene Gültigkeit. Die Sehnsucht nach dem Tod wird immer und mehr zu einem bitteren Verlangen, den du schließlich zu befriedigen versuchst. Ein stummer Schrei verlässt deine Lippen und erstickt schließlich in den dunklen, kaum begehbaren Gassen. Wehrlos lässt du dich mitziehen. All deine Handlungen und Bewegungen ähneln sich einem kaum sichtbaren Schatten. Du bist kurz davor dich endgültig zu verlieren. Und wenn du diese letzte Grenze überschreitest, diese letzte Stufe begehst, wirst du nie wieder zurück finden. Und deine Lektion wird noch schwieriger sein als alle andere davor…“ Doch auch diese Phase wird eines Tages überwunden. Ein neuer Anfang bahnt sich hervor, auch wenn es nur von kurzer Dauer sein wird. „Manchmal wünscht man sich gar nicht auf dieser Welt sein zu müssen. Man denkt, dass es alles nur ein Traum sei. Ein Traum, der nie ein Ende zu nehmen scheint. Ein Traum, der sich pausenlos in die Länge zieht und immer wieder von vorne beginnt. Ohne jegliche Pause und ohne eine einzige Auszeit. Ein Traum, aus dem man einfach nicht mehr aufwachen kann, auch wenn man es verzweifelt versucht. Geprägt mit soviel Schmerz, soviel Verzweiflung und soviel Ungerechtigkeit. Bestückt mit so vielen verdrängten Erfahrungen und Ängsten, bitteren Erlebnissen und all diesen traurigen, unvermeidlichen Augenblicken, die das Leben aufs Neue rücksichtslos bereichern.“ Und langsam begeben wir uns schließlich zu dem letzten Kapitel meiner Erzählung. Hier geht es vor allem darum, dass der „namenlose“ Erzähler einen letzten Schriftstück, den man zufällig in den Sachen des verunglückten jungen Mannes findet, zum Vorschein bringt und den Leser in Andreas zerbrochene, traumatisierte Welt entführt. „…Das Leben ist nur ein Spiel, dass wir aufs Neue zu spielen versuchen. Ein Kartenspiel, bei dem man auch immer wieder passen und auf seinen möglichen Zug verzichten muss. Doch die Liebe hat damit nichts zu tun. Es ist eine vollkommen andere Welt. Eine vollkommen andere Dimension, in der wir uns zu bewegen versuchen und manchmal auch eine Zuflucht aufsuchen. Und doch sind wir manchmal dazu in der Lage diese Erfahrung zu verdrängen, unserem Verstand anzupassen, es so zu gestalten, wie es uns am besten passt und am bequemsten ist. Wir versuchen es zu versklaven und in unsere Aktivitäten, die unser tägliches Leben bestücken, aufzunehmen und als etwas Normales zu betrachten und zu erleben. Dabei vergessen wir was es heißt, geliebt zu werden und diese Liebe schließlich wieder zu erwidern, die Früchte miteinander zu teilen und gemeinsam zu kosten…“ Nur einen Augenblick später wird uns die traurige Nachricht über den Ausgang des Buches erreichen. Und ich wünschte, es wäre anders ausgegangen, auch wenn ich meinem Andreas, meinem Steppenkind diesen einen Abschied gönne und auf seiner letzten Reise begleite. „Um Mitternacht klingelt das Telefon. Am anderen Ende der Leitung höre ich die sanfte Stimme, die ich nur der Sophie zuordnen konnte, meiner langjährigen Kollegin und erfahrenen Nachtschwester von der Notaufnahme. Sie sagt zu mir mit einer ganz aufgebrachten, etwas zitternden und doch noch so beruhigenden Stimme, dass der Junge, der heute eingeliefert und stationär aufgenommen wurde, auf der Intensivstation verstarb. Sein Herz wollte nicht mehr, führte sie hinzu. Es blieb einfach stehen. Eine weitere Reanimation verlief erfolglos. Er schlief ein und wachte nicht mehr auf.“ Andreas stirbt. Ein Hoffnungsträger zieht es vor weiter zu ziehen, dieser Welt den Rücken zu kehren und einfach nur nach vorne gleiten. Stufe für Stufe für Stufe. Er ließ sich nicht brechen. Er ließ sich nicht zermalen. Er klammerte sich an seinem „zerstörten“ Leben fest und zog sich aufs Neue hoch. Solange, bis er noch die Kräfte und den Mut dazu hatte. Solange, bis auch seine letzte Stunde geschlagen hat. „…Der leicht aufkommende kalte Wind berührt sanft die Blätter der Bäume. Die Spitzen wackeln hin und her und winken dem davon Ziehenden zu. Ein leicht hörbares, vom Wind erzeugtes, Sausen erklingt einer traurigen Melodie ähnlich, die das kleine Andenken von uns allen in Richtung der Berge wegträgt. Über die Wiesen, über die Felder, über die Dächer der Häuser und zahlreichen Strassen. Ein altes koreanisches Lied, das so unheimlich traurig und trotzdem wunderschön klingt, erschüttert die nächtliche Ruhe. Ein Lied über den Verlust eines Vaters, eines Sohnes, einer Familie, die nie wieder zurückkehren wird und im dichten Nebel des Lebens für immer verschwindet. Es bricht einem das Herz, wenn man sich die eingesungene Melodie auf der Zunge zergehen lässt. So traurig, so herzzerreißend, so nachdenklich und so wunderschön, dass man auf der Stelle in der harten, durchnässten und kalten Erde versinken möchte. Ein Gesang, dass auch diese Geschichte davon tragen und über einen weiteren großen Verlust berichten wird.“ Juni 2006 „Die Feder ist die stärkste und die grausamste Waffe in der Hand eines Könners“ „Als ich dieses Buch zu schreiben anfing, wusste ich nicht, dass es mir noch einige unruhige und schlaflose Nächte bereiten würde. Im nach hinein bereue ich es nicht und erfreue mich dem abgeschlossenen Werk, dessen Vorbereitung über mehrere Jahre vollzog. Es war mehr ein Verlangen, ein Wunsch, eine Versprechung. Ich war es mir einfach schuldig. Und so schrieb ich es bis in die tiefsten Nächte hinein und bestückte es mit dem Hauch des Lebens. Buchstabe für Buchstabe. Wort für Wort. Zeile für Zeile. Bis es schließlich zum Leben erwachte… Es war keine Absicht von mir, dass ich meinem jungen, vom Leben gezeichneten und in sich langsam zusammenbrechenden „Helden“ soviel Leid, soviel Schmerz und grenzenlose Trauer zufügen musste. Es war keine Absicht und schon gar kein Wunsch. Aber das, was ich hier schließlich zu erzählen versuchte, geschah wirklich und dürfte auf keinem Fall unerzählt bleiben. Die eine oder andere Zeile, der eine oder andere Satz oder gar ein mühsam zusammengeschriebenes Kapitel stammt auch aus meinem früheren Leben. Auch wenn ich manchmal zu glauben vermag, dass es eher nicht mich, sondern eine vollkommen andere Person betreffen würde, die mir an einem oder anderen Tag über den steinigen Weg lief.“ „Unser scheinbar kurzes und so kostbares Leben schreibt uns die eine oder andere Geschichte vor. Ich bin nur einer von denen, der diese zu erzählen vermag.“ P. Schulz Autor und Verfasser Juni 2006
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.08.2006
Sprache
Deutsch
EAN
9783865167354
Herausgeber
Mein Buch
Sonderedition
Nein
Autor
Paul Schulz
Seitenanzahl
173
Einbandart
Broschiert

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