Autorenporträt
Cäcilie Alt, geboren 1924 und aufgewachsen in einem idyllischen Hunsrückdorf, arbeitete von 1938 bis 1943 als Kindergärtnerin, schrieb bereits damals kleine Theaterstücke für Kinder, heiratete 1947, Hausfrau und Mutter von zehn Kindern. Mitglied der „Autorengruppe Hunsrück”.
Weitere Veröffentlichungen: „Als wär’s erst gestern gewesen. Heimat im Hunsrück” erschien 1998 in der dritten Auflage im TRIGA\VERLAG. Viele weitere Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften.
Presseinfo
Vorwort der Autorin: Die Geschichte, die ich in diesem Buch erzähle, beginnt vor 150 Jahren. Die Menschen von damals führten ein bescheidenes Leben. Sie lebten mit der Natur und von dem, was sie ihnen gab. Es war noch ein Miteinander im Alltag vorhanden, und die wenigen Feste im Jahr wie beispielsweise Kirmes oder Hochzeiten wurden fröhlich in Gemeinschaft gefeiert. Vor allem aber hatten die Menschen ein großes Gottvertrauen. Die Kenntnis vieler Erzählungen und Überlieferungen, die mündlich in den Familien weitergegeben wurden, machte es mir möglich, mich in diese Zeit zurückzuversetzen und den damaligen Alltag in meiner Geschichte lebendig werden zu lassen. Ich wünsche allen, die mit mir diese Zeit durchwandern, viel Freude beim Lesen.
Pressestimmen
Das Blättchen von der Hunsrücker Zeitung, 04.12.99
„Cäcilie Alt schildert eindrucksvoll das Leben in der ‚guten, alten Zeit‘ mit all seinen Mühlen und Sorgen, aber auch den vielen kleinen und größeren Freuden. Sie beginnt ihre Geschichte mit der Hochzeitsfeier von Jakob und Mariejann, einem Fest für das ganze Dorf in alter Tradition, mit Rauchfleisch, gekochtem Schinken und Sauerkraut, mit Rollkuchen und Apfelstreusel, mit dem Erzählen von besinnlichen und lustigen Gedichten.
Ein Fest, auf dem natürlich auch ausgelassen getanzt wird zu den Klängen einer Ziehharmonika. Warmherzig und ein klein wenig wehmütig erzählt Cäcilie Alt den weiteren Lebenslauf der beiden und ihrer Nachkommen, vom dörflichen Leben in der Tradition eines alten Handwerks, sie beschreibt das Tagewerk der Menschen in der alten Vogtsmühle in seiner Vielfalt im Jahreskreislauf. Sie schreibt von den arbeitsreichen und manchmal beschwerlichen Zeiten in der Mühle, aber auch von der Zufriedenheit der Menschen, dem Familienzusammenhalt und der Freude selbst über Kleinigkeiten des Alltags.
Die Autorin vergisst aber durchaus nicht die ‚Schattenseiten‘ des Lebens in dieser Zeit, sie berichtet von ungewollten Schwangerschaften und der Schwierigkeit, ein uneheliches Kind zu bekommen. Sie erzählt feinfühlig von Karl, dem Maurer, einem Schwager von Mariejann, der gerne mal ein Gläschen Schnaps über den Durst trinkt und bei solch einer Gelegenheit einen handfesten Streit beginnt, für den er im Gefängnis seine Strafe absitzen muss. Eine unerfüllte Liebe wird geschildert, die mit der Flucht nach Amerika endet."