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Schädeltrophäen und Ahnenkult?

Peter Caselitz (Unbekannter Einband, Deutsch)

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Beschreibung
Die Pipinsburg, die einzige vorgeschichtliche Befestigung im südwestlichen Harzvorland, liegt etwa 4 km nördlich von Osterode auf einem sich 60 m über das Sösetal erhebenden Sporn der Osteroder Kalkberge. Drei große hintereinander gestaffelte Abschnittswälle sicherten die Anlage gegen Angriffe von Süden her, d.h. von der einzigen nicht natürlich geschützten Seite aus. Während eines Zeitraums von rund 4500 Jahren ist dieser Platz immer wieder von Menschen aufgesucht worden. Die beiden ältesten Nutzungsphasen, das Jung- und Endneolithikum (3. und frühes 2. Jahrtausend) sowie die späte Bronzezeit (1000 – 800 v.Chr.), kannten noch keine Befestigung des Sporns. Erst die beiden eisenzeitlichen Siedlungen, die in die Späthallstatt-/Frühlatènezeit (525 – 375 v.Chr.) bzw. Mittellatènezeit (325/300 – 150 v.Chr.) fallen, wiesen Mauern aus Holz, Erde und Steinen auf. Aus der nachchristlichen Zeit sind wenige Siedlungsspuren des 4./5. Jahrhunderts sowie umfangreiche aus dem gesamten Mittelalter überliefert. Die Schutzanlagen wurden während des 7./8. bis 15. Jahrhunderts zweimal erneuert und auch erweitert. Aufgrund des geologisch bedingten äußerst unregelmäßigen Oberflächenreliefs schwankt die Stärke der Kulturschicht zwischen 10 cm und mehr als 3 m. Bei den Ablagerungen in den Vertiefungen lassen sich in der Regel drei Horizonte unterscheiden. Die unterste Schicht (III) enthält Funde der frühen Eisenzeit, gelegentlich auch der späten Bronzezeit, die mittlere Strate (II) entstand während der Mittellatènezeit und der oberste Horizont (I) geht auf die mittelalterliche Besiedlung zurück. Von dem Fundmaterial werden außer den Überresten der materiellen Kultur der Pipinsburgbewohner der vorchristlichen Zeit auch die während der Eisenzeit angefallenen organischen Reste vorgestellt. Hierzu zählen beispielsweise verkohlte Samen und Früchte von Kultur- und Wildpflanzen sowie Tierknochen. Die Skelettreste der Haustiere – insbesondere von Rind, Schwein, Pferd und Schaf/Ziege – belegen u.a., dass die Tiere auf der Pipinsburg geschlachtet und zerlegt und auch die Abfälle hier entsorgt wurden. Erstmals wird in dieser Arbeit auch eine wissenschaftliche Untersuchung der menschlichen Skelettreste von der Pipinsburg vorgelegt. Soweit eine zeitliche Zuordnung der Knochen überhaupt möglich ist, gehören sie zum ganz überwiegenden Teil der mittleren Latènezeit an. Einige wenige könnten aus der älteren eisenzeitlichen Schicht stammen. Die Fundsituation der Knochen – sie lagen vermischt mit anderem archäologischen Material in Abfallgruben – sowie ihre Zusammensetzung – zu etwa einem Drittel handelt es sich um Schädelbruchstücke und zu annähernd 50 Prozent um Langknochen – ermöglichen einen Vergleich dieses mittellatènezeitlichen Materials mit den Funden von Menschenknochen in Siedlungen der Spätlatènezeit Süddeutschlands und der Schweiz. Diskutiert wird, ob die Deutung der menschlichen Skelettreste aus Siedlungsgruben im Bereich der Oppidazivilisation – die Schädelbruchstücke gelten nach allgemeiner Forschungsmeinung (bislang) als Überreste von Schädeltrophäen und die Längsknochen als Belege für einen Ahnenkult – auf die Funde von der Pipinsburg übertragen werden kann. Das vorgestellte ossuäre Material entstammt 67 Fundkomplexen, deren überwiegender Teil aus einzelnen menschlichen Knochenstücken besteht. Die anatomische Zusammensetzung ist eher vom Zufall gesteuert oder folgt allenfalls eher taphonomisch-biologischen Gesichtspunkten denn sozialen Siebungsfaktoren. Die anhand von 70 geschlechtsbestimmbaren Fundstücken ermittelte Sexualrelation von 26 Männern versa sieben Frauen weicht signifikant von der biologisch determinierten Erwartung ab, wenngleich bei entsprechender Einbeziehung der 28 geschlechtsunbestimmten Erwachsenen fast jedwede Geschlechtsrelation zu erreichen wäre. Die altersmäßige Zusammensetzung der Stichprobe von der Pipinsburg entspricht am ehesten jener einer „normalen“ Bevölkerung. Die jeweils ermittelten demographischen Befunde werden ins Umfeld zeitähnlicher Serien gestellt und gewertet, womit zugleich eine Forschungslücke für die Latènezeit ansatzweise geschlossen wird. Traumatische Veränderungen am Skelett wurden nicht beobachtet. Jedoch führt der Fund eines Schädelrondells zur Diskussion eines vermeintlichen Schädelkultes, wie ihn Lehrmeinung und antike Quellen suggerieren. Dies wird in osteoarchäologischer Diskussion für das vorliegende Fundgut eindeutig zurückgewiesen. Aus welchen Gründen die menschlichen Skelettreste in den Siedlungsschichten eingelagert wurden, ist nicht eindeutig zu ermitteln. Mutmaßlich überlagern sich verschiedene Gründe und Faktoren, wobei ein Wechsel der Bestattungssitte eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben mag.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
11.01.2013
Sprache
Deutsch
EAN
9783954043293
Herausgeber
Cuvillier Verlag
Serien- oder Bandtitel
Studia Osteoarchaeologica
Sonderedition
Nein
Autor
Peter Caselitz
Seitenanzahl
122
Auflage
1
Einbandart
Unbekannter Einband

Hersteller: Cuvillier, Nonnenstieg 8, Göttingen, Deutschland, 37075, info@cuvillier.de, info@cuvillier.de

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