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Beschreibung
Ein Mann hat die Schrecknisse des Krieges in Bosnien-Herzegowina erfahren. Das Gesehene und Gehörte hindert ihn daran, nach dem Krieg wieder ins gewöhnliche Leben zurückzu-finden. Zu tief sitzen die psychischen Beschädigungen. Er sondert sich ab, lebt in möblierten Zimmern, hat Kontakt nur zu wenigen Menschen, zumeist Frauen wie Silvie A. oder die „Frau aus Sauvigny“, mit der ihm das distanzierte Medium des Telefons verbindet. Ihnen gegenüber bringt er stückweise Verdrängtes zur Sprache. Über den Grund, warum der Mann in den Krieg verwickelt wurde, warum er ins Kriegsgebiet, nach Laand, fuhr, erfährt der Leser wenig. War er Kriegsberichterstatter, Journalist, Fotograph wie Mathilda Z., mit der er in Laand eine Beziehung einging (S. 108f.)? Aber diese Unklarheit über die zurückliegende Existenz gehört durchaus zur literarischen Konzeption, dreht sich der Roman doch wesentlich um den Versuch, nach den schockierenden Ereignissen des Krieges Identität neu zu gewinnen, neu zu bestimmen: „Danach, nach Laand, waren Sie ein anderer als zuvor. Sie waren kaum noch wiederzuerkennen. Alles war anders als zuvor, nach Laand, alles“ (S.9). Der Leser erfährt auch nicht den Namen des Mannes. Um seine Erlebnisse überhaupt mitteilbar zu machen – z.B. am Telefon der „Frau aus Sauvigny“ gegenüber, einer aufmerksamen und einfühlsamen Zuhörerin – schreibt er sie dem „Mann im blauen Zimmer“ zu, seinem „Stellvertreter“ (S. 72) der eine Art schwarzes Tagebuch führt. „Ob Sie öfter von dem schreibenden Mann im blauen Zimmer sprechen, um zu vermeiden, von sich zu sprechen, nur aus diesem Grund, fragt sie. Das würde bedeuten, daß der Mann im blauen Zimmer mit Ihnen identisch wäre, sagen Sie“ (S. 52). Nicht nur auf den Mann im blauen Zimmer werden die unsäglichen Erfahrungen übertragen, sondern auch auf den Leser, denn der Roman spricht ihn stellenweise als Protagonisten der Handlung an: „Damals, im August, es war noch warm, sind Sie [!] nach Laand gefahren. Mit anderen sind Sie [!] nach Laand gefahren“ (S. 9). Mit dieser ungewöhnlichen Erzählperspektive, die zwischen dem erzählerischen „Er“ und der Anrede „Sie“ wechselt, wird der eigentliche Protagonist psychologisch „entlastet“ und zugleich der Leser in die Geschehnisse hineingenommen, in die schonungslosen, oftmals stockend vorgetragenen Berichte von gepfählten Kindern, vergewaltigten Frauen, gefolterten und folternden Männern. Doch die Identitätsfrage greift noch tiefer, denn: „Das Ich, das sei immer eine Vielzahl, eine Fülle, sagen Sie“ (S. 97). Deshalb könne es auch von sich als einem anderen reden. Das unverarbeitete Entsetzen spiegelt sich überhaupt im eindringlichen Stil des Romans wider, in den häufig kurzatmigen Sätzen, den Gesprächspausen, einer drehbuchartig wie-dergegebenen Bilderfolge, bewußt monotonen Wiederholungen: „Der Krieg wird nie vorüber sein, sagen Sie. Schweigen. Warten. Selbst wenn der Krieg vorüber sein wird, wird er nicht vorüber sein, sagen Sie. Schweigen. Warten. Weil die Kinder gepfählt wurden – sagen Sie. Schweigen. Warten. Auch weil eine Mutter zusehen muß, wie man ihr Kind an einer Hauswand totschlägt – sagen Sie. Schweigen. Warten. Weil die Mutter das Blut ihres ermordeten Kindes aufwischen und später die Rute des Mörders in sich erdulden muß, um ihr Leben zu retten – sagen Sie. Schweigen. Warten [.]“ (S. 87). Daneben stehen sentenzenartige Passagen, in denen versucht wird, die Ereignisse reflektierend zu verarbeiten, zu ergebnisartigen Aussagen zu gelangen: „Er schreibt, daß der Mensch den Schrecken erst endlos erzeugt, bevor er ihn endlos durchleidet. Daß das Leiden das Maß aller Dinge ist, daß man nur so fühlen kann, leidend, oder mitleidend, und das Glück somit nur ein Vorgefühl auf das Leid bleibt, ein Vorgefühl, das in der Realität keine Entsprechung findet“ (S. 37). – „Wird das einmal ein Ende haben, fragt sie. Sobald man in den eigenen Schmerz einwilligt und ihn nicht mit neuem Schmerz erwidert, sagt er“ (S. 130). – „Auch das Gesetz des Krieges, der immer gegen die Frauen geführt wird, und gegen die Kinder, und der von den Männern geführt wird, immer, sagt er“ (S. 119). In solchen Passa-gen finden sich auch Ansätze die die Möglichkeit neuen Lebens erahnen lassen, auch wenn sie noch nicht greifen: „Sie sagt, daß man sich der zerstörerischen Zeit widersetzen und über das Scheitern hinausgelangen könne. Sich widersetzen, sogar wenn das Scheitern unumgänglich ist, fragt er. Sie nickt. Sie sagt, Sogar dann, ja. Er schüttelt den Kopf. Er glaubt ihr nicht“ (S. 56). Eingeflochten in die Erlebnisse in Laand sind die Erinnerungen an Kindheit und Jugend des Protagonisten, die ebenfalls von Gewalt gezeichnet sind. Im Spiel tötete er beinahe seinen Bruder. Schuldgefühle verfolgen ihn ein Leben lang. Dazu die stiefmütterliche Behandlung durch die Eltern, die Gewalt des Vaters: „Da, in der Mauerstraße, ist er ein Hund gewesen, der Hund seines Vaters. Da hat er ihn zu seinem Hund gemacht. Vielleicht weil es einfacher ist, einen Hund zu verprügeln“ (S. 103). Am Ende steht der körperliche Zusammenbruch des Mannes. Und doch bleibt der Ausblick auf eine Zukunft offen. Die Frau aus Sauvigny erinnert ihn an Nella, ein Mädchen, dem er im Krieg das Leben rettete. Dieses eine bewahrte Leben kann auch für ihn Rettung bedeuten. Der 1958 geborenen Richard Wolf hat einen zeitgeschichtlichen Roman von beklemmender Aktualität und großer suggestiver Kraft geschrieben. Die Fragen nach dem Krieg und seine Folgen für den Einzelnen, nach Schuld, nach Identität der Person greift der Autor in einer Weise auf, die den Leser nicht unbeteiligt sein läßt, ihn herausfordert, seine Unruhe wachhält. „Laand“ ist der erste Teil einer Trilogie, die dem Thema „Trauma und Gewalt“ gewidmet ist. Das Mittelstück liegt als noch unveröffentlichtes Manuskript vor mit dem Titel „Aufzeichnungen aus einem beschädigten Leben“. Raymond Dittrich, Regensburg
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.10.2001
Sprache
Deutsch
EAN
9783932497612
Herausgeber
Wiesenburg
Sonderedition
Nein
Autor
Richard Wolf
Seitenanzahl
160
Einbandart
Gebundene Ausgabe
Buch Untertitel
Roman
Schlagwörter
Trauma, Krieg, Gewalt, Bosnien
Höhe
210 mm
Breite
14 cm

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