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★★★★★
☆☆☆☆☆
Thriller mit Suchtgefahr
Silvia - Bewertet am 26.03.2015
Zustand: Sehr gut
Wahnsinn! Ich habe schon lange kein Buch mehr so verschlungen!
Man kann einfach nicht mehr aufhören zu lesen, nur der Wecker am Morgen erinnert einen daran,
dass man es besser hätte tun sollen.
Das Buch beginnt gleich spannend mit verschiedenen Personen und Handlungen.
Man hat am Anfang keine… direkten Zusammenhänge, was sich aber im Laufe des Buches ändert.
Ein brennendes Haus, ein hilfloser Mann und ein weinendes Kind im Inneren des Hauses.
Es geht um ein verschwundenes Mädchen, welches von seiner Pflegemutter unerbittlich gesucht wird
und die dabei sogar ihr Leben riskiert.
Ein erschossenes Mädchen in einer stillgelegten Lagerhalle führt Hauptkommissar Kalkbrenner und Kollegin Muth zu einer noch schrecklicheren Entdeckung.
In Kloakebecken des Geländes werden zahlreiche verstümmelte Kinderleichen gefunden ohne Identität.
Anezka, ein verschlepptes Mädchen im Kofferraum eines Wagens neben einer Leiche eines Jungen.
Markus Kühn, als Dealer und Schmuggler der Höllendroge Crystal Meth, gerät in immer gefährlichere Kreise.
Ist er das, was er vorgibt zu sein? Er wird einen hohen Preis bezahlen müssen, das steht außer Frage.
Sandrine und Kevin die tragischer Weise kurz den Weg von Anezka kreuzen.
Ein erhängter Mann in einer Wohnung, scheinbar Selbstmord.
All diese Handlungen verweben sich im Laufe des Buches ineinander, spannend bis zum Schluss scheinen sie offenbar alle in die gleiche Richtung und ein und das selbe Ziel zu haben.
Am meisten habe ich bei der Handlung von Anezka mitgefiebert. Ich dachte immer, dass es nicht sein kann, dass sie im einen Moment soviel Glück hat und im nächsten schon wieder soviel Pech.
Menschenhandel, Pädophilie, Folter, Prostitution, Mord und Drogenhandel erschüttern
den Leser ein ums andere Mal. Für die meisten Darsteller wird es kein gutes Ende nehmen.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen, es ist mehr als lesenswert.
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Etwas weniger Handlung hätte mich mehr überzeugen können
Melanie - Bewertet am 14.01.2015
Zustand: Sehr gut
"Engelsgleich" war für mich das zweite Buch des Autors und da ich mich vom Klappentext her habe verführen lassen, habe ich meine Erwartungen wahrscheinlich doch etwas zu hoch geschraubt. Mir gab es zu viel Handlung, zu viele involvierte Personen zur Story und auch zu viel Nebenschauplätze, um mich… komplett überzeugen zu können. Das Buch ist zwar schnell gelesen, aber manchmal ist weniger einfach mehr und ich hatte das Gefühl, dass die Story einfach nur in die Länge gezogen werden musste, um einen Thriller zu ergeben.
Die Handlung ist wirklich grausam und verstörend. Päderasten sind mir ein Graus und immer wenn Kinder Teil eines Thrillers werden, wird mir regelrecht übel vor Wut. Man fühlt sich als Leserin hilflos und möchte am liebsten in das Geschehen eingreifen. Kinder dürfen niemals Lustobjekte werden und auch nicht so sinnlos gequält werden wie in "Engelsgleich" beschrieben. Es war wirklich etwas zu viel und mir zu genau beschrieben. Es fiel mir regelrecht schwer an dieser Stelle weiterzulesen. Ein Buch abzubrechen kommt für mich in den wenigsten Fällen in Frage, daher habe ich weitergelesen und die Abgründe menschlicher Psyche weiterverfolgt. Leider wurde es nicht besser, denn es ist mitunter äußerst schmerzhaft zu lesen, wie eine Mutter alles verliert, was ihr lieb und teuer ist, da alle davon überzeugt sind, das sie einem Wahn erliegt. Auch ein Bruder muss erleben, wie schnell man verliert, was man liebt, um zu verletzen und Macht auszuspielen. Wo werden Grenzen gesetzt? Wann hört der Schmerz auf oder endet er niemals? Lernt man zu vergessen oder bleibt man dem treu, von dem man überzeugt ist?
"Engelsgleich" bietet vieles an Story und Gegebenheiten, dass es mir schon fast zu überladen erschien. Der Plot ist super durchdacht und natürlich auch ansprechend, aber an Eindrücken hat es mich mitunter fast erschlagen. Wie schon erwähnt, war es mir mitunter einfach zu viel an Handlung, zumal ich auch erst immer ein paar Zeilen lesen musste, um zu begreifen von wem denn jetzt nun die Rede ist. Markus, Juli oder Kalkbrenner? Dieses grenzt den Lesefluss um einiges ein. Ich will beim Lesen nicht mitdenken müssen, sondern mich zurücklehnen und genießen.
Leider kann ich nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen, denn "Engelsgleich" bot mir wenig Spannung und irgendwann stellte sich fast schon ein Gefühl der Gleichgültigkeit ein. Sehr Schade, aber wahrscheinlich war meine Erwartungshaltung viel zu hoch geschraubt?