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★★★★★
☆☆☆☆☆
Tölpelhafte Entführer vs. cleveres Entführungsopfer
Judy N. - Bewertet am 08.05.2023
Zustand: Exzellent
Der 17-jährige Philip erwacht nach einer Partynacht in einer Art Kellerverlies. Die Entführer sind als Buddha und Grinsekatze verkleidet. (Was es mit „Maus“ aus dem Buchtitel auf sich hat, wird erst nach und nach klarer.) Die Polizei ermittelt in alle denkbaren Richtungen, doch auch Philip ersinnt… einen Plan den Gefängniswärtern zu entkommen…
Erzählt wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven, so dass ich beim Lesen auf dem Laufenden blieb, was die Ermittlungen der Polizei, die Gedanken von Philips Freunden und Familie sowie die Ereignisse im Entführungs-Gefängnis betrifft. Stellenweise fiel mir dabei die zeitliche Einordnung schwer, doch es fügte sich alles sinnvoll zusammen.
Die Figuren wirken überzeichnet und teils wie aus einer alten Komödie entliehen. Zugleich hatte ich trotzdem den Eindruck, dass sie genau so tatsächlich existieren könnten. Nicht in jedem Menschen steckt das Potential zu kaltblütigen Verbrechen.
Da ich die anderen Bücher der Autorin bereits gelesen hatte, gab es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren. Das hat mich beim Lesen richtig gefreut, weil es mir ein Gefühl vermittelte, das so angenehm war wie „Nachhausekommen“. Ergänzend lohnt sich die Lektüre „Der gläserne Käfig“ und „Katzenmord am Brahmsee“. Doch das Buch ist auch problemlos eigenständig verständlich.
Fazit: eine angenehm zu lesende, spannende Kriminalgeschichte, unblutig; mit leicht überzeichneten, aber authentischen Figuren.