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Beschreibung
Ein neuer Fall für Superintendent Duncan Kincaid und Inspector Gemma James. Weihnachten naht, und Superintendent Duncan Kincaid fährt mit seiner Lebensgefährtin Gemma James zu seiner Familie nach Cheshire. Das Idyll im mittelalterlichen Städtchen Nantwich wird jedoch bald getrübt, als Kincaids Schwester Juliet in einer alten Scheune eine mumifizierte Babyleiche findet. Zur selben Zeit trifft Kincaids Exfreundin, die Sozialarbeiterin Annie, zufällig eine Frau wieder, die vor Jahren verdächtigt wurde, ihre Kinder zu misshandeln. Als Kincaids Sohn Kit zwei Tage später zum Kanal hinuntergeht, stolpert er über einen leblosen Körper im Gras. Es ist die Leiche von Annie …
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
03.12.2007
Sprache
Deutsch
Originalsprache
Englisch
EAN
9783442458714
Herausgeber
Goldmann
Titel in Originalsprache
Water Like a Stone
Serien- oder Bandtitel
Die Kincaid-James-Romane
Sonderedition
Nein
Autor
Deborah Crombie
Seitenanzahl
544

Hersteller: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, Neumarkter Straße 28, München, Deutschland, 81673, produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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5.0
Aus 1 Bewertungen zu So will ich schweigen
Aus 1 Bewertungen zu So will ich schweigen
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Deborah Crombie – “So will ich schweigen“
Sarah - Bewertet am 09.07.2014
Zustand: Sehr gut
'''o0o Worum geht es o0o''' Weihnachten steht vor der Tür und dieses Jahr geht es für Gemma und ihren Lebensgefährten Duncan weg aus London, zu seiner Familie. Dort wollen sie ruhige Feiertage verbringen. Vor der Abfahrt gab es noch Streit zwischen Duncan und seinem Sohn Kit, sodass die Stimmung etwas angespannt ist. Außerdem macht sich Gemma Sorgen, dass nach der Tod des gemeinsamen Kindes ihre Schwiegereltern in Spe sie vielleicht nicht mögen werden. Vor Ort angekommen ist jedoch nichts mit Ruhe oder Kennenlernen, denn Juliet, Duncans Schwester bittet ihren Bruder sofort zu ihrer aktuellen Baustelle zu kommen. Bei Mauerarbeiten hat sie eine Babyleiche gefunden und da ihr Bruder bei der Polizei ist, hat sie sich sofort an ihn gewandt, statt die örtlichen Polizei zu informieren. Wie die Gerichtsmedizin bestätigt, liegt die Leiche schon länger dort, aber die Todesursache kann niemand genau sagen. Duncan versucht natürlich die Polizei zu unterstützen, denn eine solcher Fund sollte, schnell geklärt werden. Zeitgleich reist Annie, eine ehemalige Mitarbeiterin vom Jugendamt mit ihrem Boot auf dem naheliegenden Kanal. Sie hat mit ihren eigenen bösen Geistern zu kämpfen und die Tatsache, dass sie die letzte Person ist, die einen Jungen gesehen hat, bevor dieser betrunken ertrunken ist, macht die Situation nicht erträglicher. Als sie frühere Eltern aus der Zeit des Jugendamtes trifft, setzt sie sich für die damals zu Unrecht beschuldigten Eltern ein, denn die Mutter liegt im Sterben. Wenige Tage später wird Annie von Kit Tod am Kanal aufgefunden. In Verdacht steht die Familie von damals, denn mit Zeugen haben einen heftigen Streit wenige Tage vorher beobachtet. Die polizeilichen Ermittlungen sehen hier einen Zusammehang. Auch in Duncans Familie verläuft es zur Zeit alles andere als rosig. Juliet und ihr Mann stecken in einer schweren Krise. Nachdem sie das gemeinsame Unternehmen verlassen hat, hat der Partner ihres Mannes erzählt, dass sie fremdgegangen ist und sogar ihm hübsche Augen gemacht hat. Das er damit seine eigenen Fehler kaschieren will, merkt ihr Mann nicht, und glaubt seinem Freund jedes Wort. Es geht so weit, dass Juliet die Ehe für Gescheitert erklärt und mit den beiden Kindern auszieht, um die Scheidung einzureichen. '''o0o Meine Meinung o0o''' Deborah Crombie ist eine Autorin, die mit ihrer Reihe um Duncan und Gemma schon so manchen Fan für sich gewonnen hat. Für mich ist es jedoch der erste Fall, den ich von diesem Dreamteam lese, sodass die Frage nach dem Quereinstieg doch recht groß war. Der Nebel stieg in Wirbeln von der unbewegten Oberfläche des Kanals auf. (ZITAT S.7 – Erster Satz). Mit diesem ersten Satz sorgt die Autorin für eine leicht düstere Stimmung, die perfekt auf den folgenden Prolog einstimmt. Zudem ist dieses Zitat ein gutes Beispiel für den illustrativen, einfachen Stil, der alles mit wenigen Worten erfasst und vermittelt. Es ist diese Wortwahl, die das Werk zügig an einem vorbeifliegen lässt. Dank des leichten Schreibstils von Deborah Crombie fühlte ich mich trotz zehn vorhergegangener Werke sofort involviert. Gemma, Duncan und die anderen Figuren wirkten von Anfang an wie Bekannte und nicht wie Fremde. Bedenkt man die Tatsache, dass viele gemeinsame Erlebnisse und Aktivitäten diese Personen schon geprägt haben, ist dies außergewöhnlich. Ich hatte nie das Gefühl etwas Entscheidendes verpasst zu haben. Alle notwendigen Fakten wurden noch einmal aufgegriffen, wenn sie für manche Szenen entscheidend / prägend waren, und zwar kurz und knapp. Verständlich für Quereinsteiger und nicht ermüdend für Fans. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, sodass der Leser immer das Gefühl hat, auf den neuesten Stand zu sein. Mal begleitet der Leser Juliet, dann wieder Gemma, Duncan oder Annie. Die Sprünge sind zwar nicht klar getrennt, aber man nimmt sofort wahr, welche Person nun begleitet wird. Normalerweise bin ich ein Fan von einer oder maximal zwei Perspektiven, aber hier verwirrt der Wechsel nicht, sondern ist sogar angenehm. Das liegt daran, dass der Krimi erzähltechnisch zwar irgendwie im Vordergrund steht, aber auf der andren Seite auch wieder nebensächlich. Man hat nie das Gefühl mit langweiligen Polizeiermittlungen erschlagen zu werden. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl keinen Kriminalfall zu verfolgen, sondern eine Familiengeschichte, denn oft wird lang und breit über Juliet, die Kinder oder andere Familien berichtet. Bei vielen Büchern ist dies ein Kritikpunkt, denn der Fall wird aus den Augen verloren, und leider wirken diese Abschweifungen langweilig, aber eben für Quereinsteiger auch unverständlich. In diesem Fall passte es aber wie die Faust aufs Auge. Ich habe mich sogar erwischt, dass ich diese Passagen deutlich spannender fand, als die reinen Ermittlungsarbeiten. Diese sind jedoch keineswegs schlecht, zäh oder eintönig, sondern kurz und treffend gehalten. Man kann auch nicht sagen, dass viele Aspekte wirklich spannend sind, es sind so kleine Einwürfe und Beschreibungen, wie diese nachfolgende, die Spannung entstehen lassen. Zum Beispiel möchte man nach dieser Tat wissen, wer dahinter steckt. Das Kätzen begann zu zappeln, als es das Wasser berührte, es wand sich und kratzte ihm am Handgelenk. Dann schloss sich das kalte Nass über dem kleinen grauen Körper. (ZITAT S. 171 – Beschreibt Spannung) Nach all den Familienaspekten kommt allerdings immer wieder etwas neues zum Fall, und als Leser habe ich natürlich versucht eigene Vermutungen anzustellen. Überraschenderweise hätte ich den Täter bzw. den Fall nie so aufgelöst. Ein weiterer Pluspunkt für die Autorin, denn nichts ist langweiliger, als wenn man zu früh die Hintergründe und die Täter kennt. Hier bliebt zumindest für mich bis zum Schluss alles offen. Trotzdem ist der Schluss so logisch und handfest konstruiert, dass er mich vollends überzeugen konnte. Alles in allem konnte mich die Autorin überzeugen und mich sogar neugierig auf die anderen Werke dieser Reihe machen. Mehr kann man von einem Buch nicht verlangen, und aus diesem Grund bekommt es von mir ganz liebe 5 Sterne. Pro: Stil, Figuren, Einstieg für Quereinsteiger, Schluss Contra: nichts störendes gefunden Empfehlung: Ja Sterne: 5
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