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★★★★★
☆☆☆☆☆
Jo Treggiari – “Ashes, Ashes“
Sabrina - Bewertet am 09.07.2014
Zustand: Sehr gut
Inhalt:
Tödliche Krankheiten, die sich rasend schnell verbreiten, umweltzerstörende Stürme und eine unvorstellbare Klimaveränderung – die Welt steht am Ende. Doch einige wenige haben überlebt. Unter ihnen die sechzehnjährige Lucy, die sich von nun an allein durchschlagen muss. Durch die… Veränderungen der Erde haben sich auch die Menschen –zum Negativen- verändert, die noch übrig geblieben sind und man kann niemandem mehr wirklich vertrauen. Lucy muss immer auf der Hut sein – vor verrückt gewordenen, zähnefletschenden, wilden Tieren und auch vor der noch lebenden Bevölkerung. Lucy versucht, im früheren New York, das nun eher einem Dschungel gleicht, zu überleben – Tag für Tag zu überstehen. Doch schnell kommt Lucy ans Ende ihrer Kräfte, denn alles was sie besitzt sind ein Kochtopf und ein Überlebenshandbuch, das schon fast auseinander fällt. Außerdem streifen gefährliche Plünderer herum, die ebenfalls einfach nur überleben wollen. Nachdem die Sechzehnjährige von einer Horde wilder Hunde verfolgt wurde, kann sie nicht mehr. Sie hat keinerlei Energie mehr in ihren Muskeln – wie auch? Sie hat seit Wochen nicht mehr richtig gegessen und ist nur noch damit beschäftigt, die Tage lebend zu überstehen. Doch plötzlich taucht Aidan auf – ein Junge in ihrem Alter, mit dessen Hilfe Lucy es schafft, wieder auf die Beine zu kommen und weiterzukämpfen. Aidan überredet Lucy, sich einer kleinen Gruppe von Überlebenden anzuschließen, die doch eigentlich alle dasselbe Ziel haben: Diese schrecklich dunklen Tage zu überleben und bald wieder in einer besseren Welt zu leben. Doch auch diese friedliche Gemeinschaft wird bedroht und es gibt immer mehr Anzeichen dafür, dass Lucy diejenige ist, wegen der ständig Überfälle auf die Gruppe stattfinden. Etwas an Lucy scheint anders zu sein – nur was?
Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir ehrlich gesagt nicht besonders gut. Es ist mir zu grau und zu schlicht, auch wenn die Farbe auf jeden Fall zum Inhalt passt. Trotzdem hätte ich mir ein wenig mehr Farbe gewünscht – möglicherweise im Titel oder kleine Details, die herausstechen. Als ich mir vor dem Lesen ein paar Bewertungen zum Buch im Internet angeschaut habe, war ich erst einmal traurig, da diese allesamt relativ schlecht ausfielen und ich deswegen die Befürchtung hatte, dass ich mich auch eher durch das Buch quälen müsste. Doch schon nach den ersten 50 Seiten – die ich im Nu weggelesen hatte – merkte ich, dass mir das Buch sehr gut gefällt und ich diese schlechten Bewertungen gar nicht nachvollziehen kann. Schon ganz am Anfang der Geschichte wird klar, dass Lucy es nicht leicht hat, was bei so einer Geschichte natürlich klar ist. Die Protagonistin war mir sehr sympathisch und ich konnte ihre Gefühle nachvollziehen, keine ihrer Entscheidungen kam mir übertrieben oder blöd vor. Ich denke, dass ich in der Situation wahrscheinlich größtenteils genauso gehandelt hätte wie sie. Außerdem spürt man als Leser ihre Verzweiflung ganz deutlich, mir blieb bei jeder Gefahr, die sie durchleben musste, kurz der Atem weg und ich hoffte einfach nur, dass sie heil aus dem Ganzen herauskommen würde. Jo Treggiaris Schreibstil mochte ich sehr gerne. Sie schreibt einfach, ohne zu viele Beschreibungen, aber trotzdem konnte ich mir alles gut vorstellen, was sie erzählte. Desweiteren konnte ich das Buch unheimlich schnell lesen, bereits nach ungefähr drei Stunden Lesezeit war ich durch, und das, obwohl das Buch immerhin 375 Seiten hat. Was mir in dem Buch ein wenig fehlte, waren tiefgründigere Unterhaltungen. Klar gibt es Gespräche zwischen Lucy und Aidan und auch zwischen Lucy und den anderen Überlebenden, doch diese waren mir etwas zu oberflächlich. Ansonsten hatte ich aber eine wirklich tolle Lesezeit mit diesem Buch und ich würde es ab 14 Jahren weiterempfehlen!