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★★★★★
☆☆☆☆☆
Sehr enttäuschend
Ute H. - Bewertet am 21.05.2020
Zustand: Gut
Verkauft von Constanze Dennig ist der vierte Fall in dem Alma Liebekind ermittelt. Leider war dies auf Anhieb nicht ersichtlich, als ich mir das Buch gekauft habe. Anfangs fand ich das Buch gut, die Handlung und die Personen witzig, auch der etwas eckige Schreibstil störte mich nicht. Hatte mir… bereits die drei Vorgängerbände auf die Wunschliste geschrieben. Leider flachte mein Lesevergnügen schnell und stark ab. Laufend wurden die Vor- und Nachteile des tumben, jungen Liebhabers beschrieben, die Protagonistin macht mit ihren über 40 Jahren und als ausgebildete Ärztin auch den Eindruck, als ob sie in der Pubertät hängengeblieben wäre. Pausenlos trafen sich die Personen in Cafes und Restaurants und alles wurde ausführlich beschrieben.
Nur das eigentliche Thema, der Kriminialfall, wurde oft am Rande abgehandelt und fast zum Nebenschauplatz degradiert.
Der eckige Schreibstil störte mich mehr und mehr. Da zwei andere österreichische Krimiautoren weit oben auf meiner Beliebtheitsliste stehen, war ich dann sehr enttäuscht von diesem Buch, da hatte ich mir erwartet. Meine Wunschliste habe ich jetzt auch wieder um die drei Vorgängerbände gekürzt.
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☆☆☆☆☆
verkauft
Stephanie p. - Bewertet am 23.04.2020
Zustand: Sehr gut
Die Psychiaterin Alma und ihre Mutter beginnen in einem Mordfall auf eigene Faust zu ermitteln, denn dieser Mord wird offiziell als Ehrenmord hingestellt, aber es finden sich in diesem mysteriösen Fall zahlreiche Ungereimtheiten. Das Hobbyermitlerteam sucht engagiert nach den Hintergründen der Tat… und eine vielversprechende Spur führt in ein Asylheim.
Constanze Dennig hat einen flüssigen und fesselnden Schreibstil, wodurch sich dieser Kriminalroman schnell lesen lässt. Die Autorin kann schnell Spannung aufbauen und diese beinahe durchgehend halten, allerdings wird diese nie nervenzerreißend. Es finden sich einige unerwartete Wendungen, welche die Spannung stellenweise etwas erhöhen. Besonders gut hat mir die Thematik des Buches gefallen, da die Grundlage ein aktuelles Thema ist. Asylpolitik wird immer wieder aufgegriffen und alles in allem ist das Szenario des Buches erstaunlich glaubwürdig und vorstellbar. Im Buch finden sich immer wieder Wiener Ausdrücke, welche ich problemlos verstehen konnte, allerdings sind diese auch in der Fußzeile erklärt.
Die einzelnen Hauptprotagonisten sind leider die Schwachstelle dieses Buches und nicht ganz so ausgereift die die Handlung. Einerseits wirken Alma und ihre Mutter sehr taff und eigenständig, andererseits allerdings kommen immer wieder unbeholfene Seiten zum Vorschein. Dadurch entstehen auch einige Fettnäpfchen, welche die zwei Frauen nicht auslassen. Mich konnten sie aber leider nicht ganz überzeugen, da sie nicht authentisch, stellenweise sogar sehr konstruiert, wirkten.
FAZIT:
„Verkauft“ ist ein hochaktueller Kriminalroman, welcher das brisante Thema Asylpolitik gelungen aufgreift und ein glaubwürdiges Szenario erschafft. Leider konnten mich persönlich die zwei Hauptprotagonistinnen nicht ganz überzeugen, da hier viel Potenzial verschenkt wurde. Daher vergebe ich 3 Sterne!
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☆☆☆☆☆
Mit Wiener Schmäh
Edith S. - Bewertet am 07.04.2020
Zustand: Sehr gut
Alma Liebekind ermittelt. Von Beruf Psychiaterin und als Hobby extrem neugierig.
Alma liegt nach einem Frühabort im Krankenhaus. Noch im Narkosenebel bekommt sie eigenartige Dinge mit. Als sie von ihrer Mutter besucht wird und diese ähnliche Beobachtungen macht, wird Alma neugierig und lässt nicht… locker. Praktischerweise ist ihre Freundin Erika die ermittelnde Polizistin, nur diese kann es nicht leiden dass sich Alma (mal wieder) einmischt.
Alma ist eine gutaussehende Mittvierzigerin mit schrulligen Eltern, vielen Freunden bzw Bekannten die stets unfreiwillig mit in die Kriminalfälle einbezogen werden. Zudem leistet sie sich einen jugendlichen Liebhaber der ihr zu Füßen liegt. Zu ihrer Mutter hegt sie eine Art Hassliebe, da diese sich immer in ihr Leben einmischt und sie auch regelmäßig abkanzelt. Aber sie liebt sie trotzdem sehr.
Der Krimi liest sich flott mit Wiener Schmäh und Witz. Trotzdem bin ich der Meinung es ist sicher nicht jedermanns Sache.