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The Great Repair

(Unbekannter Einband, Deutsch)

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Beschreibung
The Great Repair Praktiken des interstitiellen Wandels Text: Florian Hertweck, Christian Hiller, Felix Hofmann, Markus Krieger, Marija Marić, Alex Nehmer, Anh-Linh Ngo, Milica Topalović, Nazlı Tümerdem The Great Repair ist ein Oxymoron. Im Titel treffen zwei scheinbar gegensätzliche Prinzipien aufeinander: Die revolutionäre Ambition des radikalen Systemwechsels, ein Wesensmerkmal großer Lösungen, kollidiert mit dem evolutionären Akt der Reparatur. Denn trotz aller berechtigter (postmoderner) Skepsis gegenüber der Revolution als Denkfigur des Bruches dürfen wir den Anspruch auf tiefgreifende Veränderungen nicht aufgeben. Ähnlich formuliert es die Philosophin Eva von Redecker in dieser Ausgabe: „Wir stehen gegenwärtig vor einem so immensen Transformationsbedarf, dass es geradezu absurd wäre, den Maximalbegriff für Wandel auszuklammern, den wir in unserem politischen Vokabular haben. Dann ist die Frage, wie man ihn füllt. Ich verstehe Revolution tatsächlich viel weniger als Bruch und mehr als interstitiellen Wandel, also als Wandel, der über die und aus den Zwischenräumen des Alten heraus das Neue schafft." An diesen brüchigen Zwischenräumen im Bestehenden kann die Reparatur beginnen. Mit diesem Verständnis von Revolution als „Prozesse des sukzessiven Austauschs“ von „Ankerpraktiken“ bietet Eva von Redecker zudem einen praxisorientierten Ansatz für Wandel an. Aus dieser Perspektive geht es bei gesellschaftlichen Transformationen nicht in erster Linie um die Abschaffung einer sozialen Ordnung, sondern auch und vor allem um den Austausch ihrer sozialen Praktiken. Der Umbau einer Gesellschaft kann so nur im Wechselverhältnis der Veränderungen ihrer Politiken und Praktiken begriffen werden. Denn soziale Ordnungen sind keine abstrakten Setzungen. Sie müssen fortwährend in der Praxis hervorgebracht und reproduziert werden. Diesen Nexus bringen die beiden sich ergänzenden Ausgaben The Great Repair – Politiken der Reparaturgesellschaft und The Great Repair – Praktiken der Reparatur zum Ausdruck. Sie sind explizit nicht als Trennung von Theorie und Praxis zu verstehen. So wie Praktiken den Kontext von sozialen Ordnungen und soziale Ordnungen den Kontext von Praktiken bilden,4 spiegeln die beiden Ausgaben den „Kontext“ des jeweils anderen Feldes wider. Doch nicht nur soziale Ordnungen und Praktiken sind untrennbar verbunden, auch die Praktiken selbst existieren nicht isoliert, sondern sind stets mit anderen verknüpft. In diesem Sinne haben wir auch die vorliegende Ausgabe, die als Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Akademie der Künste in Berlin dient, nach sich gegenseitig bedingenden Praktiken organisiert. Die Grundfrage lautete, um mit Eva von Redecker zu sprechen, welche „Ankerpraktiken“ ausgetauscht werden müssten, damit wir nicht nur einen Missstand fixen, sondern das System reparieren können. Das vorherrschende Narrativ einer grünen, wachstumsorientierten Transformation verspricht, die Klima- und Ressourcenkrise allein mithilfe technologischer Innovation in den Griff zu bekommen. Solche Visionen mit ihrem Effizienz- und Konsistenzversprechen sind im Grunde Technofixes, die das extraktive Paradigma nicht überwinden. Es sei denn, das produktive System ist in der Lage, alle Material- und Energiekreisläufe zu schließen, was unter den heutigen technologischen Bedingungen undenkbar ist. Es hat sich nämlich gezeigt, dass die verschiedenen „smarten“ Lösungen oft gut mit unterschiedlichen Formen des staatlichen und unternehmerischen Konservatismus kompatibel sind. In der Architektur jedenfalls impliziert die Technofixerzählung den Abriss von Gebäuden und deren Ersatz durch nur scheinbar nachhaltige Neubauten. Dadurch wird viel graue Energie vernichtet (von der kulturellen Energie und den gemeinschaftlichen Ressourcen ganz zu schweigen). Technofixes verändern nicht die Ankerpraktik des Bauens, die für rund 38 Prozent der weltweiten Treibhausgase, für Versiegelung, Ressourcen- und Artenschwund verantwortlich ist. Ein reparativer Ansatz wäre hingegen, nicht abzureißen und „effizienter“ neu zu bauen, sondern um- und weiterzubauen. Mit dem zu arbeiten, was bereits da ist, sowohl auf materieller Ebene als auch hinsichtlich der Akteur*innen. Mit dem Bestand arbeiten Mit dem Bestand arbeiten heißt – im buchstäblichen wie übertragenen Sinne – nicht Denkmalpflege, sondern Substanzpflege. Dabei werden die vorhandenen materiellen Artefakte und das ökologische und soziale Gefüge als Ausgangspunkt akzeptiert, ohne eine rückwärtsgewandte Restauration oder unkritische Übernahme zu verfechten. Reparatur basiert auf einem potenziellen Nutzwert; sie ist grundsätzlich nicht konsumorientiert. Reparieren heißt daher, etwas wieder parat zu machen, also bereit zu machen für die Weiterverwendung. Der Akt des Reparierens lebt von dem Bewusstsein, dass etwas beschädigt, kaputt ist. Dieses Bewusstsein für den Schaden kann dazu beitragen, die Produktionsbedingungen und den Gebrauch kritisch zu hinterfragen – und zu verändern. Auf diesem Veränderungswillen fußt das Projekt The Great Repair, das jedoch nicht im üblichen Sinne von modellhafter nachhaltiger Architektur handelt. Denn der Erhalt und die Umnutzung von Bestandsbauten und Infrastrukturen – von denen viele, wie etwa Straßen- oder Stromnetze, planetarische Ausmaße haben – ist nicht nur eine ökologische, sondern auch eine soziale Zukunftsaufgabe. „Behutsamkeit als raumpolitisches Prinzip“ nannte Andrej Holm diesen Ansatz in Bezug auf die Praxis der Instandbesetzung und das Konzept der behutsamen Stadterneuerung Berlins von Hardt-Waltherr Hämer in ARCH+ 252 Open for Maintenance – Wegen Umbau geöffnet. Die Pflege und Instandhaltung der Bausubstanz im Alltag gewinnt dadurch einen neuen Stellenwert: Die regelmäßige Reinigung von Oberflächen, die Wartungsarbeiten und Reparaturen von Infrastrukturen verlängern den Lebenszyklus der gebauten Umwelt. Aus diesem Blickwinkel wird deutlich, welchen Anteil auch Reinigungskräfte und Handwerker*innen neben Planer*innen und Ingenieur*innen an der nachhaltigen Bestandspflege haben. Doch ihre Rolle wird häufig nicht wahr genommen, ihre materiellen Kenntnisse der gebauten Umwelt werden nicht wertgeschätzt. Um dieses Wissen ins Bewusstsein zu rufen, macht The Great Repair den Umgang mit dem Gebäude der Akademie der Künste am Hanseatenweg, seiner Geschichte der Instandsetzung und seiner alltäglichen Pflege zum Thema. Mit dem Alltag beginnen Die Auseinandersetzung mit dem materiellen Erbe beinhaltet damit auch eine konzeptuelle Kritik an der Disziplin – an einer Architekturvorstellung, die die Räume der Repräsentation gegenüber den Räumen der Reproduktion vorrangig behandelt. The Great Repair kehrt dazu den gewohnten Rundgang in der Akademie der Künste am Hanseatenweg um und erschließt die Ausstellungshallen über den Servicebereich und ein Nebentreppenhaus. Die räumlichen Eingriffe machen die reproduktive Arbeit der Institution öffentlich. Dies geschieht auch durch die Beteiligung der Reinigungskräfte der Akademie der Künste an dem Projekt. Zum einen werden ihre Utensilien und Arbeitsbedingungen aus dem Verborgenen geholt und als Teil der Ausstellung installiert. Zum anderen dokumentierte die Fotokünstlerin Zara Pfeifer die alltäglichen Reinigungsarbeiten, die normalerweise unsichtbar gemacht werden. In ihren Fotografien wird die handwerkliche Expertise der Sorgearbeiter*innen als eine Form des verkörperten Wissens offengelegt und gewürdigt – ohne die Menschen dahinter bloß- oder auszustellen. Dieser Ansatz veranschaulicht, dass Praktiken immer auch inkorporiert, körperlich verankert sind. Sie umfassen neben den Menschen auch Artefakte und nicht-menschliche Akteure, die, so der Soziologe Andreas Reckwitz, ebenso „Träger“ sozialer Praktiken sind.8 The Great Repair weist damit auf die häufig übersehene Materialität sozialer Praktiken und ihren Stellenwert als Teil der kulturellen und sozialen (Re)Produktion hin. Praxis reparieren / Reparatur praktizieren Die geringe Anerkennung körperlicher und reproduktiver Arbeit führt in vielen Bereichen zunehmend zum Verlust handwerklichen Wissens. Im Bauen setzte dieser Prozess bereits in der Neuzeit mit der Trennung von Architektur als entwerfender Disziplin und ausführendem Handwerk ein. Die Herausbildung der Architekturtheorie in der Renaissance diente nicht zuletzt der Abgrenzung und damit der Privilegierung der geistigen gegenüber der körperlichen Arbeit, der immateriellen gegenüber der materiellen, des „kreativen“ Anteils der Disziplin gegenüber den anderen Gewerken.9 Wenn wir die Architekturpraxis mit ihren inhärenten sozialen Ungleichheiten „reparieren“ wollen, müssen wir eine Selbstreparatur der Disziplin angehen. Wir müssen dafür die Arbeitsbedingungen, die Architekturausbildung, die Hierarchien und veralteten Selbstbilder grundlegend infrage stellen. Letztlich auch das Selbstverständnis von Architekt*innen, immer mehr Häuser bauen zu müssen. Für Eva von Redecker stellt das viel diskutierte Neubau-Moratorium von Charlotte Malterre-Barthes den radikalsten Ausdruck der Selbstreparatur dar. Selbst wenn es nur als Provokation tauge, biete es eine produktive Vision: „Eine andere Art, das Neubaumoratorium auf den Punkt zu bringen, wäre, es als Vision für eine No-dig-Baubranche zu beschreiben. Die Chiffre no dig ist so konkret, dass es erstaunt, wie übertragbar sie dennoch ist. Dieser Imperativ lässt sich auf die fossile Energieversorgung übertragen, als Forderung nach einem Ende des Extraktivismus unter dem Slogan Leave it in the ground.“ Dinge auch mal sein zu lassen, sie nicht zu tun, kann man in die Raumproduktion auch so übersetzen, dass wir Dinge nicht um des Neuen willen „neu gestalten“, d. h. das Bestehende zerstören, sondern die knappen Ressourcen für dessen Pflege aufwenden. Diesen Ansatz haben Lacaton & Vassal bei ihrem wegweisenden Projekt Place Léon Aucoc in Bordeaux verfolgt, als sie es ablehnten,den funktionierenden Platz neu zu entwerfen, und stattdessen das Budget für dessen Instandhaltung einsetzten. Wissenswelten dekolonisieren Dies käme einer tatsächlichen Reparatur der Ankerpraktik Bauen gleich, nicht zuletzt, weil beim Bauen über zwei Drittel der CO2-Emissionen durch Arbeiten im Untergrund verursacht werden, etwa für die Fundamentierung und für unterirdische Geschosse. Obwohl diese Fakten bekannt sind, verändert sich die Praxis nur langsam. Dies liegt zum Teil daran, dass für eine grundlegende Praxisreparatur neben wissenschaftlicher Expertise auch solche Nicht-Expert*innen-Kompetenzen und Wissensformen erforderlich sind, die vielfach durch technokratische, profitorientierte und koloniale Verhältnisse verdrängt, marginalisiert und zerstört wurden. Dieser Verlust umfasst auch Wissen über regenerative Landnutzung, Materialgewinnung und Bautechniken. Dazu gehören indigene pluriversale Epistemologien, wie die Arbeiten der Inga-Gemeinschaft in Kolumbien in Zusammenarbeit mit Santiago del Hierro, Marjetica Portč und anderen Künstler*innen zeigen, aber auch alle anderen praxisbasierten, situierten und sozialisierten Formen des Wissens außerhalb des technowissenschaftlichen Paradigmas. Das Projekt einer großen Reparatur muss in diesem Sinne unsere Wissenswelten dekolonisieren, d. h. das Akteursnetzwerk pluralisieren und unterschiedliche Expertisen, Kompetenzen und Wissensbestände verweben. Werkzeuge für alle Mit diesen Fertigkeiten, Techniken und Kenntnissen können wir unsere Beziehungen innerhalb der sozialen und natürlichen Umwelt neugestalten und die Produktion wieder in die für ihre Reproduktion erforderlichen Zusammenhänge einbetten. Denn der Mangel an Wissen darüber, wie die Dinge, die wir benutzen, konstruiert, instandgehalten und repariert werden, führt zu immer neuen austauschbaren Waren, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, verbraucht, vernutzt und entsorgt zu werden. Um den daraus resultierenden ökologischen und sozialen Zerstörungen entgegenzuwirken, müssen wir uns die Werkzeuge der Reparatur wieder aneignen. In den Worten des Architekten Yoshiharu Tsukamoto von Atelier Bow-Wow: „Tools to the People!“ Werkzeuge für alle! Der Begriff des Werkzeugs geht jedoch über Gerätschaften hinaus und umfasst auch Werkzeuge der demokratischen Governance. In den industrialisierten Systemen der Raumproduktion, die vom Staat und den Unternehmen gesteuert werden, haben wir oft nicht die Macht, unsere eigene Umwelt und unsere Beziehungen zu reparieren. Daher sind die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und die Demokratisierung der Regierungsführung auf verschiedenen Ebenen entscheidende Voraussetzungen für die Ermöglichung umfassenderer sozialer Praktiken der Reparatur. Wie das Projekt des Lehrstuhls Architecture of Territory nahelegt, ist „Tools to the People“ gleichbedeutend mit „Power to the People“. Die Narben sichtbar lassen Der Akt der Reparatur legt allerdings immer auch offen, was nicht repariert werden kann. Insofern beginnt Reparatur damit, das Irreparable, die Unumkehrbarkeit der Zerstörung anzuerkennen. Wir müssen wiederaufbauen, ausbessern, heilen und instandsetzen, aber wir müssen gleichzeitig zugeben, dass unsere Reparaturbemühungen die materiellen oder immateriellen Verletzungen nicht überdecken können. Die Narben sichtbar und das Gedenken lebendig zu halten gehört daher zur großen Reparatur dazu. Es geht dabei jedoch nicht nur um ein folgenloses Mea culpa, sondern um die Anerkennung der ungleich verteilten Verantwortung für Klimakrise und Artensterben entlang historisch ausgebildeter kolonialer Linien. Reparatur bekommt in dieser Lesart die aktive Bedeutung der (Klima-)Reparation. Erst wenn wir Fragen der sozialen und ökologischen Gerechtigkeit als Teil der „Praktiken des interstitiellen Wandels“ mitdenken, können wir Reparatur als gemeinsame Aufgabe angehen und wiederaufbauen, was zerstört wurde, und in dem, was repariert wurde, neue Bedeutungen finden.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
14.10.2023
Sprache
Deutsch
EAN
9783931435806
Herausgeber
Arch+
Sonderedition
Nein
Seitenanzahl
216
Auflage
1
Einbandart
Unbekannter Einband
Buch Untertitel
Praktiken der Reparatur/A Catalog of Practices
Autorenporträt
Beteiligte Assemble ist ein in Architektur, Design und Kunst tätiges Kollektiv, das sich 2010 für ein Selbstbauprojekt zusammenschloss. Zu ihren vielfältigen und preisgekrönten Projekten zählen Atelier Luma in Arles (2023, mit BC Architects), Goldsmiths Centre for Contemporary Art (2018) und Yard House (2014), beide in London. Seit 2020 unterrichtet Assemble an der EPFL in Lausanne. Lidia Atanasova (* 1988) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Digital Fabrication der TU München. In ihrer Promotion forscht sie zur Mensch-Roboter-Kollaboration im Bauwesen, insbesondere zu Montageprozessen durch Mensch-Roboter-Teams. Atelier Bow-Wow wurde 1992 von Yoshiharu Tsukamoto und Momoyo Kaijima in Tokio gegründet, 2015 wurde Yoichi Tamai Partner. Das Architekturbüro hat weltweit Projekte realisiert, an zahllosen Ausstellungen teilgenommen und mehrere Bücher veröffentlicht, darunter Made in Tokyo (2001), Graphic Anatomy (2007), Behaviorology (2010) und Architectural Ethnography (2017). Kader Attia (* 1970) ist Künstler und erforscht in seiner Arbeit die weitreichenden Auswirkungen der westlichen Kulturhegemonie und des Kolonialismus. Dabei spielen die Konzepte der Verletzung und Reparatur eine zentrale Rolle. 2022 kuratierte Attia die Berlin Biennale. Awaska Alpa Projekt Mehr als 50 Mitglieder der Inga-Gemeinschaft in Kolumbien arbeiteten am dreidimensionalen Kartierungsprojekt Awaska Alpa mit. 14 Weber*innen aus verschiedenen Teilen des Inga-Gebiets waren für die Herstellung der Textilien zuständig und 8 Inga-Vertreter*innen stellten sicher, dass die kartografischen Elemente korrekt und auf dem neuesten Stand waren. Die Unterstützung durch den Rechtsvertreter, den Technischen Sekretär und die Berater der AWAI, der nationalen Organisation der Inga in Kolumbien, war für die Zusammenstellung der Web- und Forschungsteams von entscheidender Bedeutung. Vertreter*innen der Cabildo Inga de Mocoa stellten ihren Raum für das Modell zur Verfügung. Viele weitere Personen unterstützten das Projekt durch ihre Forschung, audiovisuelle Dokumentation, Zeichnungen, Übersetzungen und Logistik. Taita Luciano Mutumbajoys spirituelle Begleitung in Schlüsselmomenten des Prozesses war von besonderem Wert. Jonathan Banz studierte Architektur an der ETH Zürich. 2015 bis 2019 war er an der ETH Teil einer Forschungsgruppe von Karin Sander und kollaborierte im Bereich digitale Raumforschung mit Andreas Wiesers Lehrstuhl für Geosensorik und Ingenieurgeodäsie (GSEG), an dem er seit 2022 wissenschaftlicher Mitarbeiter ist. Mit Wieser und Basil Roth initiierte er im selben Jahr das Projekt Mapping Ukraine. Brenne Architekten ist ein seit 40 Jahren erfolgreich tätiges Architekturbüro in Berlin mit dem Schwerpunkt Bauen im Bestand. Neben Industrie-, Verwaltungs- und Wohnungsbau ist das Team auf Schlösser, Theater und Ikonen der Moderne spezialisiert, von denen mehrere international ausgezeichnet und als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt wurden. Winfried Brenne (* 1942) absolvierte sein Architekturstudium in Wuppertal und an der TU Berlin. Er leitete ab 1977 gemeinsam mit Helge Pitz die Architekturwerkstatt Pitz-Brenne, bevor er 1990 das Büro Winfried Brenne Architekten gründete. 2002 entstand mit Franz Jaschke die Brenne Architekten GmbH, der seit 2018 auch Fabian Brenne angehört. Brenne ist seit 2006 Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Matthias Brenner (* 1994) ist Doktorand an der ETH Zürich, wo er die Anwendung digitaler Fertigungstechnologien zur Reparatur komplexer High-Tech-Fassadenkomponenten erforscht. Dabei kooperiert er mit dem Advanced Manufacturing Lab der ETH und wird vom Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) Digitale Fabrikation der ETH unterstützt. Center for Spatial Technologies ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum in Kiew, das auf räumliche Analysen, Visualisierungstechniken und 3D-Modellierung spezialisiert ist. Seit Anfang 2022 liegt der Fokus auf der Analyse der zivilen Verluste durch die russische Invasion der Ukraine. Manuel Chavajay (* 1982) ist Künstler und Mitglied der indigenen Tz’utujil-Gemeinschaft in Guatemala. Zeitgenössische Kunst begreift er als Ort der Heilung. Seine Arbeit bezieht sich auf Praktiken und die Spiritualität, die mit der Kosmovision der Maya verbunden wird: eine tiefe Verbundenheit mit der Natur, dem Leben und der Energie, die in den Dingen liegt. Christine Jiayi Chen, Kristina Shatokhina, Wilhelm Gardeleone studieren Architektur an der Universität Luxemburg. Unter der Leitung von Florian Hertweck und Markus Miessen erarbeiteten sie 2023 das Projekt After Parking, das in der Ausstellung The Great Repair gezeigt wird. Collective Architecture Studio ist ein laufendes pädagogisches Experiment. Das von Ana Miljački geleitete Entwurfsstudio am MIT befasst sich mit Fragen der kollektiven Urheberschaft, des kollektiven Eigentums und Lebens. 2019 und 2023 war Belgrad, das jugoslawische Architekturerbe und sein zeitgenössischer postsozialistischer Kontext Thema, 2022 arbeitete das Studio mit der Dudley Street Neighborhood Initiative in Boston zusammen. Collective Works ist eine von Karin Mientjes und Peter Zuiderwijk in Den Haag gegründete kollaborative Arbeitsstruktur, für die die aktive Auseinandersetzung mit dem räumlichen und sozialen Kontext Teil der Gestaltungspraxis ist. Ihre Arbeit umfasst u. a. aktivistische Kampagnen, räumliche Interventionen zum Communitybuilding, partizipatives Design und forschungsbasierte Publikationen. Sie sind Teil des transdisziplinären Netzwerks ConstructLab. Agnes Denes (* 1931) ist Künstlerin und lebt in New York. Sie gilt als Pionierin der Ökologischen Kunst und arbeitet in verschiedensten Medien – von Poesie über philosophische Schriften bis hin zu Zeichnung, Skulptur und Land Art. Ihre Werke befinden sich in Sammlungen weltweit, darunter im MoMA und Metropolitan Museum of Art in New York. Kathrin Dörfler (* 1983) ist Tenure-Track-Professorin für Digitale Fertigung am Department für Architektur der TU München. Sie studierte Architektur an der TU Wien und promovierte an der ETH Zürich. Ihre Forschung konzentriert sich auf kollaborative Fertigungsprozesse, Vor-Ort-Robotik und additive Fertigung an der Schnittstelle von Architektur und Bauwesen. Dabei legt sie besonderen Wert auf die Entwicklung hybrider, interaktiver Mensch-Maschine-Prozesse als Alternative zu vollautomatisierten Abläufen. Edit ist ein 2018 in London gegründetes feministisches Designkollektiv, das sich mit Hierarchien in der gebauten Umwelt auseinandersetzt. Design wird als Vehikel zur Förderung von Gleichberechtigung verstanden, was sich im Entwurfsprozess wie im gestalteten Objekt bemerkbar macht. Caroline Faber (* 1993) studierte Architektur an der TU Wien und ist Doktorandin an der Universität Luxemburg, wo sie mit Fokus auf Luxemburg und die Großregion zu historischen sowie zeitgenössischen Transformationsprozessen ländlicher Räume forscht. Fuminori Nousaku Architects ist ein 2010 in Japan gegründetes Büro, dessen Praxis Architektur, Kunst, Installationen, Sanierungen und Publikationstätigkeiten umfasst. Für Forschungsprojekte über Architektur, Stadt und Ökosysteme kollaboriert das Büro auch mit universitären Einrichtungen. In ihrer Architektur denken sie Solarenergie, Bodenregeneration, die Verwendung biologisch abbaubarer Materialien, und Materialkreisläufe von der Produktion bis zur Entsorgung mit. Akshar Gajjar (* 1998) ist Architekt und Stadtplaner und derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Labor THEMA des Instituts für Architektur der EPFL in Lausanne. Er forscht an der Schnittstelle von Architektur, Urbanismus, Ökologie und Queer Studies und konzentriert sich dabei auf postindustrielle Ruinen, um deren Potenzial für ein artenübergreifendes Über- und Zusammenleben zu untersuchen. Matthew Gordon ist Designer und Bautechnologe. Er studierte Architektur und absolvierte das Programm Master in Robotics and Advanced Construction (MRAC) am IaaC in Barcelona. Sein Forschungsgebiet sind Rückbau- und Kreislaufkonzepte. Jess Gough (* 1989) ist autodidaktische Filmfotografin und lebt in London. Wie wurde für den FOAM Paul Huf Award 2020 nominiert und hat an einer Reihe von Langzeitaufträgen für Zeitschriften gearbeitet. Franziska Gödicke (* 1998) studierte Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar und der Università Iuav di Venezia. 2021 bis 2023 war sie für ARCH+ tätig, seit 2022 ist sie Teil von b+ in Berlin. Sie ist Co-Kuratorin des Deutschen Pavillons der Architekturbiennale 2023 in Venedig. Jana Hainbach (* 1990) ist Restauratorin für Wandmalerei und Architekturoberflächen spezialisiert auf Architektur des 20. Jahrhundert. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft von Thomas Danzl an der TU München forscht sie zur Materialität und Farbigkeit der „Siedlungen der Berliner Moderne“. Anna Heringer ist Architektin und Honorarprofessorin des UNESCO Lehrstuhls für Lehmbau, Baukulturen und nachhaltige Entwicklung. Seit 1997 ist sie in verschiedene soziale Projekte in Bangladesch involviert, insbesondere die METI-Schule, die 2005 in Rudrapur fertiggestellt und 2007 mit dem Aga Khan Award for Architecture ausgezeichnet wurde. Studio Anna Heringer realisierte weitere Projekte in Asien, Afrika und Europa. Florian Hertweck (* 1975) ist Architekt und Stadtforscher. Seit 2016 ist er ordentlicher Professor an der Universität Luxemburg, wo er den Masterstudiengang Architektur leitet, und Partner im Studio Hertweck Architecture Urbanism. Er ist Autor zahlreicher Publikationen und gab zuletzt Architektur auf gemeinsamem Boden – Positionen und Modelle zur Bodenfrage (2020) heraus. Er ist Co-Kurator von The Great Repair. Manuel Herz Architects ist ein Büro in Basel und vorwiegend in Europa und Afrika tätig. Sie realisierten u. a. die Synagoge Mainz, das Wohnhaus Ballet Mécanique in Zürich, einen sozialen Wohnungsbau in Lyon und ein Krankenhaus in Tambacounda, Senegal. Manuel Herz kuratierte und gestaltete den Pavillon der Länder der Westsahara auf der Architekturbiennale 2016 in Venedig. Christian Hiller (* 1975) ist Medienwissenschaftler, Redakteur und Kurator. Er leitete Ausstellungs-, Veranstaltungs-, Publikations- und Forschungsprojekte, u. a. für die Stiftung Bauhaus Dessau und das Haus der Kulturen der Welt. Mit ARCH+ kuratierte er u. a. projekt bauhaus (2015–2019), An Atlas of Commoning (2018) und Cohabitation (2021). Er ist Co-Kurator von The Great Repair und des Deutschen Pavillons der Architekturbiennale 2023 in Venedig. Felix Hofmann (*1992) studierte Geografie in Erlangen und Architektur in Stuttgart. Für ARCH+ ist er als Redakteur und Ausstellungsproduzent tätig. In diesem Rahmen war er 2020–2022 am Projekt Cohabitation beteiligt und arbeitet derzeit an der Ausstellung The Great Repair. Hans Hortig (* 1984) ist Landschaftsarchitekt und Forscher, und hat Research und Design Studios am Future Cities Laboratory in Singapur und an der ETH Zürich unterrichtet. Er ist Co-Kurator der Vortragsreihe Sessions on Territory und hat an mehreren Ausstellungen teilgenommen, darunter die Rotterdam Biennale, Shenzhen Biennale, und am S AM in Basel. Interboro ist ein Architektur-, Planungs- und Forschungsbüro in Brooklyn und Detroit, das 2002 von Tobias Armborst, Georgeen Theodore und Daniel D’Oca gegründet wurde. 2017 erschien ihr Buch The Arsenal of Exclusion & Inclusion. In den letzten Jahren arbeitete Interboro mit den Bewohner*innen der Patterson Houses zusammen. Am Projekt Contested Maintenance waren u. a. Caleb Mitchell, Joe Giambri und Ebony Payne beteiligt. Martin Kaltwasser (1965–2022) war Künstler, Architekt und Professor für Plastik an der TU Dortmund. In seiner künstlerischen Praxis verband er kritische Recherchen mit prozessorientierten, objekthaften, räumlichen Umsetzungen, und thematisierte dabei Fragen von Öffentlichkeit, Mobilität, Raumaneignung, Raumregimen, Ressourcen und Nachhaltigkeit. Kleine Reinigungs- und Dienstleistungsgesellschaft mbH ist ein 1990 in Berlin gegründetes Unternehmen, das tägliche Unterhaltsreinigung sowie Veranstaltungsbetreuung und diverse Sonderleistungen wie Fassadenreinigung und Denkmalpflege anbietet. Neben den beiden Standorten der Akademie der Künste betreut Kleine Gebäude aus den Bereichen Bildung, Gastronomie, Handwerk, Industrie, Kultur, Medizin, Politik und Verwaltung. Bettina Knaup ist freie Kuratorin und Autorin und lebt in Berlin. Sie hat zahlreiche internationale Festivals, Ausstellungen und Projekte (co-)kuratiert, darunter performance platform. body affects (Sophiensaele, Berlin, 2012) und re.act.feminism (verschiedene europäische Stationen, 2008–2013; Manifesta 14 in Pristina, 2022). Auf der Grundlage ihrer Promotion performing (as) waste an der University of Roehampton in London entwickelt sie derzeit ein kollaboratives Projekt, das sich mit Müll-Infrastrukturen beschäftigt. Folke Köbberling (* 1969) ist Künstlerin und Professorin an der TU Braunschweig, wo sie das Institut für Architekturbezogene Kunst leitet. In ihren Arbeiten formuliert sie Formen des Widerstands gegen die Auswüchse der neoliberalen Wirtschaftsordnung wie Konsumzwang, die Zerstörung der Städte, Landschaften, öffentlichen Räume, Ressourcen und Menschen. Dafür nutzt sie gefundene Materialien, die sie ortsbezogen transformiert und installiert. Markus Krieger (* 1993) ist ARCH+ Redakteur und Co-Kurator des Ausstellungs- und Publikationsprojekts The Great Repair. 2020 schloss er sein Studium am Architekturdepartement der ETH Zürich mit Auszeichnung ab. Lacaton & Vassal wurde 1987 von Anne Lacaton und Jean-Philippe Vassal gegründet und 2021 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet. Schlüsselprojekte sind u. a. der Umbau des Palais de Tokyo in Paris (2012), der Neubau der ENSA Nantes (2009) und der soziale Wohnungsbau der Cité Manifeste in Mulhouse (2005). Mierle Laderman Ukeles (* 1939) begründete 1969 die Maintenance Art. Seit 1977 ist sie ehrenamtlich Artist-in-Residence des NYC Department of Sanitation und Percent for Art Artist (ab 1989) von Fresh Kills, der einst größten städtischen Mülldeponie der Welt, die heute zu einem öffentlichen Park in der Größe dreier Central Parks umgewandelt wird. Laderman Ukeles arbeitet international. Ihre multidisziplinären Werke, die die Grenzen von Arbeit und Performance, System und Geist sprengen, offenbaren fließende Verbindungen zwischen Feminismus, Fürsorge, Arbeit, Arbeiter*innen, der Stadt, der Umwelt und dem Planeten. Ihre Arbeiten befinden sich in den Sammlungen des Whitney, Guggenheim, Art Institute Chicago, Crystal Bridges, Wadsworth Atheneum, der Kunstsammlung Düsseldorf, Migros Zürich, des FRAC Lorraine Metz und Jewish Museum in New York. Sie wird von der Ronald Feldman Gallery, New York, vertreten. Silke Langenberg (* 1974) ist Professorin für Konstruktionserbe und Denkmalpflege am Departement Architektur der ETH Zürich. Langenberg beschäftigt sich in Forschung und Lehre bereits seit Jahren mit dem Thema der Reparatur und Reparaturfähigkeit im Bauwesen. 2018 erschien ihre Publikation Reparatur – Anstiftung zum Denken und Machen, 2022 der Fortsetzungsband Upgrade – Making Things Better. Limbo Accra wurde 2018 von Dominique Petit-Frère und Emil Grip gegründet und ist ein interdisziplinäres Büro in Accra, das sich mit den Relikten unabgeschlossener Immobilienprojekte in Ghana und anderswo beschäftigt. Bekannt wurden sie mit der Aktivierung von Schwellenräumen in Accra, etwa der Adjiringanor Activation oder dem Freedom Skatepark, ihrem ersten realisierten Bauprojekt. Charlotte Malterre-Barthes ist Architektin, Stadtplanerin und Assistenzprofessorin für Architektur und Stadtplanung an der EPFL in Lausanne. Zuvor war sie Assistenzprofessorin an der Harvard Graduate School of Design. 2020 rief sie die Initiative „A Global Moratorium on New Construction“ ins Leben. Sie ist Gründungsmitglied der aktivistischen Netzwerke Parity Group und Parity Front. Marija Marić (* 1986) ist Architektin, Forscherin und Kuratorin. Sie ist Postdoctoral Research Associate im Masterstudiengang Architektur der Universität Luxemburg, wo sie auch unterrichtet. Marić ist Co-Kuratorin des Luxemburgischen Pavillons der Architekturbiennale 2023 in Venedig und Co-Autorin von Staging the Moon – Resource Extraction Beyond Earth (2023). Material Cultures wurde in London mit dem Ziel gegründet, Gestaltung, Materialforschung und strategisches Denken zu verbinden, um Fortschritte in Richtung einer Post-Carbon-Architektur zu machen. Material Cultures plant, führt Bau- und Sanierungsprojekte durch und arbeitet mit öffentlichen, privaten und non-profit Organisationen zusammen, die an der Entwicklung und Umsetzung einer regenerativen, CO2-armen gebauten Umwelt interessiert sind. Ana Miljački ist Professorin für Architektur am MIT, leitet dessen SMArchS Programm und initiierte dort das Critical Broadcasting Lab. Sie war Co-Kuratorin des US-amerikanischen Pavillons OfficeUS der Architekturbiennale 2014 in Venedig und ist Autorin von The Optimum Imperative – Czech Architecture for the Socialist Lifestyle 1938–1968 (2017). Marion Moutal (* 1992) ist Architektin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Labor THEMA des Instituts für Architektur der EPFL in Lausanne. Zuvor arbeitete sie an der Beziehung zwischen Staudämmen und der Schweizer Alpenlandschaft und der Zukunft dieser Strukturen angesichts der Klimakrise, und arbeitete an Renovierungen historischer Gebäude in Lausanne mit. Gyler Mydyti ist eine im Kosovo geborene Architektin, Stadtplanerin und Forscherin, die derzeit als Senior Urban Designer bei KCAP in Zürich tätig ist. Ihr Spezialgebiet sind sozialräumliche Transformations- und Wiederaufbauprozesse in postsozialistischen und Nachkriegsgebieten, vor allem in den westlichen Balkanländern. Nataliia Mysak ist freie Architektin und Forscherin. Sie war Research Fellow an der TU Wien, Universität Malmö und ETH Zürich. Sie engagierte sich in städtischen Initiativen in Lviv, forschte am Lviv Center for Urban History und war Architektin bei Drozdov and Partners in Charkiw. Derzeit arbeitet sie mit dem Swiss Network with Ukraine zusammen. Alex Nehmer (* 1989) ist Redakteurin von ARCH+. 2015 bis 2016 arbeitete sie für das Haus der Kulturen der Welt in Berlin an der Publikationsreihe zur Ausstellung Wohnungsfrage, 2019/20 lehrte sie im Studiengang Kultur der Metropole an der HafenCity Universität Hamburg. Sie ist Co-Kuratorin von The Great Repair. Anh-Linh Ngo (* 1974) ist Architekturtheoretiker, Kurator und Mitherausgeber von ARCH+. Er kuratiert mit ARCH+ regelmäßig Ausstellungs- und Forschungsprojekte wie projekt bauhaus (2015–2019), Cohabitation (2021) und The Great Repair. Er ist Mitglied des Kuratoriums der IBA 2027 StadtRegion Stuttgart und der Akademie Schloss Solitude sowie Beiratsmitglied des Goethe-Instituts. Seit 2022 ist er Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. Er ist Co-Kurator des Deutschen Pavillons der Architekturbiennale 2023 in Venedig. Sarah Nichols ist Assistenzprofessorin für Architektur an der EPFL in Lausanne und leitet dort das Labor Theory of Environment and Materials in Architecture (THEMA). Sie forscht zu ökologischen und politischen Verflechtungen im Bauwesen mit einem Fokus auf Baumaterialien. Derzeit arbeitet Nichols an dem Buch Opération Béton – Constructing Concrete in Switzerland, das auf ihrer, mit einer ETH-Medaille ausgezeichneten, Dissertation basiert. Zara Pfeifer (* 1984) ist Künstlerin und beschäftigt sich mit sozialen Phänomenen großer Infrastrukturen. 2022 erschien ihr Buch ICC Berlin im Jovis Verlag. Pfeifer studierte Architektur an der Akademie der bildenden Künste Wien und Fotografie an der Friedl Kubelka Schule für künstlerische Fotografie in Wien. Sie lehrt an der TU Wien und TU Berlin. Marjetica Potrč (* 1953) ist Künstlerin und Architektin und lebt in Ljubljana. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich damit, wie sich zeitgenössische architektonische Praktiken auf physische und soziale Infrastrukturen auswirken. Potrč nahm u. a. an den Skulptur Projekten Münster (1997), der Kunstbiennale von Venedig (1993, 2003, 2009), der Biennale von São Paulo (1996, 2006), der Yinchuan Biennale (2018) und der Biennale von Sydney (2022) teil. Bas Princen (* 1975) ist Künstler und Fotograf. Er studierte Industriedesign an der Design Academy Eindhoven und Architektur am Berlage Institute in Rotterdam. Schwerpunkt seiner Arbeiten sind Stadtlandschaften im Wandel, wobei er mit den Mitteln der Fotografie die verschiedenen Formen, Auswirkungen und Wahrnehmungen der Veränderung des städtischen Raums festhält. Basil Roth arbeitete als Produktions- und Aufnahmeleiter für diverse Film- und Fernsehproduktionen, bevor er fünf Jahre als Koordinator und Geschäftsführer von Grassroots-NGOs tätig war, die Geflüchtete und Asylbewerber*innen in Griechenland unterstützte. Mit Andreas Wieser und Jonathan Banz initiierte er im Frühjahr 2022 das Projekt Mapping Ukraine an der ETH Zürich. Sakiya ist Akademie, Residency, Research Hub und Bauernhof in Ein Qiniya, einem Dorf in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten. Durch die Verknüpfung lokaler Traditionen der Selbstversorgung mit zeitgenössischer Kunst und ökologischen Praktiken schafft Sakiya neue Narrative für die Beziehung zu Land, Wissensproduktion und Allmende. Katharina Schultens (*1980) ist seit 2022 Leiterin des Haus für Poesie in Berlin. Seit 2004 veröffentlichte sie vier Lyrikbände sowie mehrere Essays. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet. Ihr fünfter Lyrikband Irrlichttiraden erscheint demnächst bei kookbooks. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste und lebt in Berlin. Alexander Stumm ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Architekturtheorie und Entwerfen der Universität Kassel und Dozent für Architekturgeschichte an der Vietnamese-German University in Ho-Chi-Minh-Stadt. Er ist Redakteur der Bauwelt und konzipiert Ausstellungen. 2017–2019 war er Redakteur der ARCH+, 2019–2021 lehrte an der TU Berlin, 2022–2023 war er Vertretungsprofessor für Architekturtheorie an der BTU Cottbus. Takhayali ist eine Bürger*inneninitiative, die für die Beteiligung der Gemeinschaft an der Entscheidungsfindung in Fragen der Planung und Entwicklung in Palästina eintritt. Sie fordert die bestehenden Rahmenbedingungen und Akteur*innen heraus und einen schafft einen gemeinschaftlichen Raum des Widerstands gegen neoliberale und koloniale Politiken. Paulo Tavares ist Architekt, Autor und Dozent. Er ist Autor mehrerer kritischer Bücher über das koloniale Erbe der Moderne, darunter Des-Habitat (2019) und Lucio Costa era Racista? (2022). 2023 kuratierte er mit Gabriela de Matos den Brasilianischen Pavillon der Architekturbiennale in Venedig, wofür ihnen der Goldene Löwe für den besten nationalen Beitrag verliehen wurde. In Brasilien leitet Tavares die Forschungs- und Interventionsplattform autônoma und unterrichtet an der Universität von Brasília. Milica Topalović ist außerordentliche Professorin für Architektur und Territorialplanung am Architekturdepartement der ETH Zürich. Mit der Forschungsgruppe Architecture of Territory führte sie weltweit eine Reihe von Territorialstudien in entlegenen Regionen, im ressourcenreichen Hinterland und in ländlichen Gegenden durch, um die Ansätze der Architektur in Bezug auf die Stadt, die Urbanisierung und das Urbane zu dezentrieren und ökologisieren. Sie ist Co-Kuratorin von The Great Repair. Nazlı Tümerdem studierte Architektur an der Istanbul Technical University und der Istanbul Bilgi University. 2018 promovierte sie mit der Arbeit Istanbul Walkabouts – A Critical Walking Study of Northern Istanbul. In diesem Kontext entstand im öffentlichen Raum das performative Projekt Istanbul Walkabouts. Seit 2019 ist sie mit dem Bundes-Exzellenz-Stipendium der Schweizerischen Eidgenossenschaft Postdoktorandin am Lehrstuhl Architektur und Territorialplanung der ETH Zürich. UVW-SAW United Voices of the World – Section of Architectural Workers (UVW-SAW) ist eine 2019 gegründete Gewerkschaft von Architekturschaffenden in Großbritannien. SAW engagiert sich gegen die negativen Auswirkungen von Architekturarbeit auf Arbeiter*innen und Umwelt. Ihre Mitglieder organisieren sich gegen Überarbeitung, Unterbezahlung, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, toxische Arbeitskulturen, Diskriminierung und unethische Praktiken. Eva von Redecker lebt als Philosophin und Autorin im ländlichen Brandenburg. Ihr jüngstes Buch, Bleibefreiheit (2023), nimmt sich angesichts der ökologischen Krise des Freiheitsbegriffs an und schlägt vor, diesen in Zukunft vermehrt zeitlich anstatt räumlich zu verstehen. Im September 2020 erschien Revolution für das Leben, das Kapitalismuskritik mit einer Philosophie neuer Protestformen verbindet. Eva von Redecker ist seit April 2023 feste Kolumnistin des Philosophie Magazin und moderiert am Schauspiel Köln die Gesprächsreihe Eva and The Apple. Tang Wei (* 2000) studiert Architektur an der National University of Singapore. Ihr Forschungsinteresse sind periurbane Regionen Südostasiens und wie diese nachhaltig wachsen und entwickelt werden können. Aktuell arbeitet sie zum Ökotourismus in Indonesien. Jan Westerheide (* 1991) ist Architekt sowie Forschungs- und Lehrassistent am Lehrstuhl für Architektur und Territorialplanung der ETH Zürich, wo er derzeit das Entwurfsstudio für Bachelor-Studierende leitet. Seine Forschungs- und Lehrschwerpunkte sind agrarökologische Transformationsprozesse, Fragen des Landbesitzes und der Arbeit in der Landwirtschaft sowie politische Potenziale zukünftiger Energielandschaften. Michael Wolf (1954–2019) war Fotograf und beschäftigte sich in seiner Arbeit vor allem mit dem Leben, der Architektur und Alltagskultur in Megastädten. Seine Werke wurden weltweit ausgestellt und befinden sich in zahlreichen Sammlungen. Er hat mehr als 40 Bücher veröffentlicht, darunter Architecture of Density, Transparent City, Tokyo Compression, Hong Kong Inside Out, Informal Solutions und Sitting in China. ZAS* steht für Zürcher Arbeitsgruppe für Städtebau und ist seit den späten 1950er-Jahren aktiv. Die Gruppe bezieht Position gegen offizielle Stadtplanung in Zürich und entwickelt transformative Gegenentwürfe. Mit Projekten wie dem Ideenwettbewerb für die Nachnutzung der Triemli-Türme hat ZAS* eine entscheidende Debatte über die Sinnhaftigkeit von Abriss- und Neubauprojekten angestoßen. Céline Zimmer (* 1994) studierte Architektur in Trier und Hamburg und promoviert derzeit an der Universität Luxemburg mit einer Arbeit über alternative Wohnmodelle, die sich von den Logiken des Immobilienmarkts und öffentlichen Wohnungsbaus befreit haben.

Hersteller: ARCH+ Verlag GmbH, Friedrichstraße 23a, Berlin, Deutschland, 10969, vertrieb@archplus.net, Arno Löbbecke

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