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Beschreibung
Ein packender Roman über zwei Frauen zwischen verlorenen Gewissheiten und neuen Zeiten, über Aberglaube im Deutschland der Nachkriegsjahre, inspiriert von wahren Begebenheiten. Während des Krieges haben Edith und Annie zusammengehalten, vereint in der Hoffnung darauf, dass ihre Männer bald wieder unversehrt aus dem Krieg in das kleine Dorf im Moor zurückkehren. Doch nur einer kommt zurück: Josef, Annies Mann. Fünf Jahre nach Kriegsende steht er plötzlich vor Annies Tür, schwer versehrt und mit wenig Erinnerung, nur mit der wachsenden Gewissheit, dass er nicht Annie will, sondern Edith. In der verzweifelten Annie, die sich hingebungsvoll um Josef kümmert, obwohl er sich zunehmend von ihr abwendet, keimt ein alter Aberglaube auf: Was, wenn nicht ein böser Zauber, kann ihr Unglück bewirkt haben?
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
15.10.2024
Sprache
Deutsch
EAN
9783458683698
Herausgeber
Insel Verlag
Sonderedition
Nein
Autor
Helga Bürster
Seitenanzahl
285
Auflage
1
Einbandart
Broschiert
Einbandart Details
Taschenbuch

Hersteller: Insel Verlag GmbH, Torstr. 44, Berlin, Deutschland, 10119, info@insel-verlag.de, Insel Verlag Anton Kippenberg GmbH & Co. KG

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4.3
Aus 4 Bewertungen zu Als wir an Wunder glaubten
Aus 4 Bewertungen zu Als wir an Wunder glaubten
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Hätte mehr erwartet
Wencke M. - Bewertet am 04.10.2023
Zustand: Sehr gut
In diesem Buch geht es um die schweren Nachkriegsjahre in einem kleinen Dorf im ostfriesichen Moor. Edith und Annie einst beste Freundinnen. Ihre Männer mussten in den Krieg. Nur Annies Mann Josef kehrt einige Jahre nach dem Krieg heim. Er selber ist schwer versehrt und musste im Krieg viel Leid erfahren unter anderem wie sein Freund und Ediths Mann sein Leben verloren hat. Der Alltag wird geprägt vom schweren Leben in dem Dorf, immer wieder werden auch Rufe laut, dass all das Leid Schuld einer Hexe sei. Dieses Buch hörte sich im Vorfeld so vielversprechend an. Kleine Teile davon haben meine Erwartungen erfüllt, aber im großen und ganzen bin ich mit diesem Roman nicht so richtig warm geworden. Ich liebe es, in die Geschichten einzutauchen, das ist mir hier leider nicht gelungen. Es mag ein guter Roman sein, aber meiner war es leider nicht.
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Hexen in der Nachkriegszeit
Tanja K. - Bewertet am 02.10.2023
Zustand: Sehr gut
Helga Bürster erzählt von Aberglauben, Wunderglauben und Hexenglauben in einem norddeutschen Dorf, Ende der 1940er Jahre, zu einer Zeit, in der viele nicht wissen, woran sie noch - oder wieder - glauben können. Die Dorfgemeinschaft, die sich, wie die gesamte Gesellschaft auch, kurz nach dem Trauma des zweiten Weltkrieges erst wieder in dieser neuen Welt zurechtfinden muss, ist großartig charakterisiert. In einer Zeit des Friedens, wo die äußerlichen Spuren des Krieges noch überall sichtbar sind, die inneren Spuren aber bei den meisten im Verborgenen bleiben. "Heute Weltuntergang, morgen Tanztee" beschreibt (mit wunderbarem Humor) die emotionale Verfassung der Menschen, zwischen Vergnügungen und dem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft auf der einen Seite, und der Verführbarkeit von Menschen, die nach Jahren der Diktatur und den Schrecken des Krieges die Orientierung verloren haben, auf der anderen Seite. Die norddeutsche Mentalität und die zum Teil plattdeutschen Dialoge, zusammen mit der einsamen, mystischen Stimmung des Moors haben eine tolle Atmosphäre geschaffen, vor der die verschiedenen Charaktere, ganz besonders die starken Frauen, sehr gut zur Geltung kommen. Dass in dieser Zeit dann Hexenglauben und Hexenverfolgung aufflammen, war mir wirklich noch nicht bewusst, obwohl es in Angesicht der gesellschaftlichen Situation sehr folgerichtig und wenig überraschend ist - für mich ein sehr spannender Ausgangspunkt für weitere Beschäftigung mit diesem Thema!
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Historisch und fesselnd
Dilek Ü. - Bewertet am 23.09.2023
Zustand: Exzellent
Auf dem Cover ist in einem wunderschönen Stil gemalter Hahn zu sehen. Mir ist das Cover direkt ins Auge gesprungen, doch leider bin ich kein Fan von Papierumschlägen. Unter dem Papierumschlag ist das Buch sehr schlicht gehalten, aber es geht ja nicht nur um den Einband, sondern um den Inhalt, daher fand ich das nicht so schlimm. Der Inhalt hat mir sehr gut gefallen. Ich habe ein Roman erwartet, in dem es um die Nachkriegszeit in Deutschland geht und genau das und mehr habe ich auch bekommen. Die Autorin hat sich offenbar sehr detailliert mit den Umständen und Verhältnisse, in denen die Menschen damals wirklich leben mussten, befasst. All diese Informationen wurden sehr schön in diesen Roman eingebunden und am Ende kam ein sehr atmosphärisches und fesselndes Buch dabei raus. Der Roman handelt von einem Dorf im Moor. Der Zweite Weltkrieg ist vorbei und die Frauen und Familien der Soldaten warten auf deren Rückkehr. In den bereits schweren Lebensumständen Herrscht ein starker Glaube an Hexen, Moorgeistern und Wunderheilern. Der Krieg ist vorbei, es wurde gesündigt und nun steht der Weltuntergang an. Anni und Edith gehören zu den Frauen, die auf die Rückkehr ihrer Männer warten. Sie versuchen so gut es geht in diesem, mit Aberglauben gefüllten, Dorf als alleinerziehende Mütter zurecht zu kommen. Annis Mann schafft es tatsächlich lebend zurück, doch der Kriegt hat ihn beide Beine und sein Gedächtnis gekostet. So glaubte er, dass er der Mann von Edith sei und fühlt sich zu ihr hingezogen. Die rothaarige Edith wird nun auch von ihrer Freundin Anni als Hexe verdächtigt, was die Freundschaft zerbrechen lässt. Annis Tochter Betty bekommt eine recht wichtige Rolle in dem Roman. Sie erlebt die Nachkriegszeit als Kind mit. Somit erlebt sie auch den unaufhaltsamen Fortschritt, der über das Dorf gerollt kommt, und auch die ganzen Veränderungen, bei dem nichts mehr so bleibt wie es einmal war. Der Schreibstil der Autorin passt sehr gut zu dem Inhalt des Romans. Man wird regelrecht in den Bann gezogen und erlebt alles mit, als wäre man selbst dabei. Alles ist sehr atmosphärisch und die Charaktere haben eine Tiefe. Jede einzelne Geschichte der einzelnen Charaktere sind interessant und bewegend. Es herrschen Angst, Aberglaube aber auch Hoffnung. Alle Gefühle der Dorfgemeinschaft werden sehr gut in diesem Roman widergespiegelt und man wird als Leser ein Teil dieses Dorfes. Mir hat das Buch im Ganzen sehr gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der einen atmosphärischen Roman sucht und dabei etwas über die Gesichte der Nachkriegszeit lernen möchte.
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Es geht immer irgendwie weiter
Yvonne S. - Bewertet am 17.09.2023
Zustand: Exzellent
Das Buch „Als wir an Wunder glaubten“ von Helga Bürster hat mir sehr gut gefallen. Der Roman spielt in der Nachkriegszeit des zweiten Weltkrieges. Schauplatz ist ein Moordorf im Norden Deutschlands. Das Dorf muss einiges ertragen. Viele Männer sind aus dem Krieg nicht zurück gekehrt oder schwer entstellt. Die Frauen des Ortes müssen sich um alles allein kümmern, Hunger und Kälte erschweren alles zusätzlich. Jeder ist von Armut bedroht. Alter Aberglaube und Wanderprediger bestimmen den Alltag und die Phantasie der Menschen. Nur sehr langsam erholt sich das Dorf und die Menschen von den schweren Kriegsjahren. Manchen gelingt es nie und sie gehen an ihren schweren Kummer zugrunde. Ein sehr schönes Buch mit einer spannenden Story und interessanten Charakteren. Allein die ganzen alten Sagen und Geschichten sind mir neu gewesen und auch, das allerlei Scharlatane nach dem Krieg durch die Lande gezogen sind um die Menschen zu blenden. Eine klare Empfehlung für dieses Buch über mutige und tapfere Frauen und den Gedanken, das es immer irgendwie weiter geht.
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