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★★★★★
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Abstecher in die Tiefsee mit vielen abschweifenden Anekdoten
Clara M. - Bewertet am 12.12.2024
Zustand: Sehr gut
In diesem Buch geht es um die erste bemannte Tiefsee-Expedition - ein sehr spannendes Thema und ich habe wirklich viel darüber lernen können! Das hat das Buch wirklich hervorragend geschafft.
Das Buch ist im Stil eines Logbuches geschrieben, allerdings aus der dritten Person. Dadurch hat man als… Leser*in das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Auch die vielen Bilder und Zeichnungen helfen dabei sehr, hier hätte ich mir allerdings eine gleichmäßigere Verteilung im Buch gewünscht.
Leider mangelt es dem Buch sehr an Struktur bzw. schafft es das Buch nicht sonderlich gut, die geplante Struktur zu vermitteln. Ich hab oft den Überblick verloren und wusste nicht, wo ich mich im Zeitgeschehen gerade befinde. Die vielen Anekdoten, die eigentlich gar nichts mit dem Thema der Tiefsee-Expedition zu tun hatten, waren dabei leider nicht sonderlich förderlich und ich hab mich immer wieder und eigentlich viel zu oft gefragt, ob das später noch einmal relevant wird - wurde es nicht. Außerdem wurden viele Themen einfach nur oberflächlich angeschnitten, statt die Chance zu nutzen und in die Tiefe zu tauchen.
Wer das Buch lesen möchte, weil er oder sie sich für Tiefsee-Expeditionen interessiert, kann das gerne machen und wird auch viel darüber erfahren und schöne Bilder sehen, sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass sich nur etwa die Hälfte des Buches wirklich mit diesem Thema beschäftigt... Allen anderen, die sich für die damalige Zeit um etwa 1930 und die folgenden Jahre interessieren, nicht vor philosophisch angehauchten Texten im Tagebuchstil zurückschrecken oder die sich insbesondere für die an der Tiefsee-Expedition beteiligten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen interessieren, denen kann ich das Buch herzlich empfehlen.
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☆☆☆☆☆
Leider zu überladen
Helene r. - Bewertet am 30.11.2024
Zustand: Exzellent
Die Sachbuch-Belletristik-Mischung „Leuchten am Meeresgrund“ von Brad Fox behandelt die ersten Forschungen der Tiefsee mit dem Hauptcharakter William Beebe, einem Entdecker.
Zunächst will ich auf die positiven Aspekte eingehen: Das Cover gefällt mir wirklich sehr gut. Die verschiedenen Zeichnungen… von den besprochenen Meerestieren ist inhaltlich sehr passend und sieht sehr interessant aus. Auch die Farbseiten, mir der Abbildungen von den Zeichnungen hat mir gut gefallen. Damit konnte man immer einen Bezug zu dem gelesenen herstellen und sich die Verbildlichung anschauen.
Jedoch hat mich der Inhalt nicht abgeholt. Für mich war es sehr schwer, einen roten Faden zu erkennen. Fox ist immer von einem Aspekt zu dem anderen gesprungen. Eine wirkliche Chronologie oder ähnliches war nicht zu erkennen. Des Weiteren wurden wirklich sehr viele Namen erwähnt, wo auch am Ende des Buches nicht direkt klar war, wer das genau ist. Viele Nebengeschichten konnte ich auch nicht wirklich in Zusammenhang mit der Tiefseeexpedition bringen. Für mich war nicht klar, warum es wichtig ist zu erwähnen in welcher Konstellation Roosevelt und Beebe standen. Es kam so rüber, als ob Fox diese Informationen gefunden hat und jene einfach einbauen wollte, egal wie passend es für die Geschichte ist. Das finde ich schade. Daher fand ich es sehr überladen und verwirrend und habe, ehrlich gesagt, nicht viel mitgenommen.
Der Schreibstil hat mir nicht zugesagt, da vieles sehr poetisch ausgedrückt war, was sehr viel simpler hätte formuliert werden können. Insbesondere bei einem Sachbuch habe ich etwas ganz anderes erwartet. Gut fand ich jedoch, dass die Kapitel sehr kurz waren. So konnte man immer mal wieder eine Pause machen und den Inhalt verarbeiten.
Nun zu den Figuren: Authentisch sind sie schon, einfach, da es ein Sachbuch ist. Jedoch wurden die meisten Figuren, meines Erachtens, zu wenig ausformuliert, weswegen man jene schnell vergessen hat und zumindest keine Bindung aufbauen konnte.
Fazit: Mir hat das Buch nicht gut gefallen, da ich es als sehr chaotisch und verwirrend empfand. Wenn man jedoch stark Geschichts- und Zoologie interessiert ist, kann man sich den Inhalt zu gute führen.