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Beschreibung
Die Geschichte der Inlandsadoptionen in der Schweiz ist bislang kaum erforscht. Diese Studie untersucht, wie sich die rechtlichen Rahmenbedingungen und das Handeln von Behörden und Adoptionsvermittlungsstellen auf adoptierte Menschen und ihre leiblichen Eltern ausgewirkt haben, und legt dar, wie sich diese Mechanismen im Zeitraum von 1922 bis 2017 verändert haben. Die Ergebnisse zeigen, dass das Kindeswohl bei Fremdplatzierungsentscheiden lange nicht im Zentrum stand. Ledige ­Mutterschaft wurde stigmatisiert und uneheliche Kinder erhielten von Gesetzes wegen einen Beistand. Behörden betrachteten Ein­elternfamilien als defizitär und gaben deshalb viele Kinder verheirateten Paaren zur Pflege oder zur Adoption. Die Frage, was solche biografischen Brüche mit Kindern, Müttern und Vätern machen, wurde kaum gestellt. Die ­Interviewanalysen zeigen, dass sich die Betroffenen oft als Objekt des Behördenhandelns wahrnahmen. Die mit diesem Handeln verbundenen normativen Vorstellungen und subtilen Zwangsmomente hallen in ihrem ­Leben nach – insbesondere, wenn die Kenntnis der biologischen Verwandten oder der Kontakt zu ihnen unterdrückt wurde.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.10.2025
Sprache
Deutsch
EAN
9783034017954
Herausgeber
Chronos
Sonderedition
Nein
Autor
Susanne Businger, Lukas Fritz-Emmenegger, Thomas Gabriel, Samuel Keller, Adrian Seitz
Seitenanzahl
336
Auflage
1
Einbandart
Gebundene Ausgabe
Buch Untertitel
Inlandsadoptionen in der Schweiz im 20. und 21. Jahrhundert – Zäsuren, Praktiken, Biografien
Schlagwörter
Inlandadoptionen, Schweiz, Biografien, Vermittlungsstellen, Behörden, ledige Mütter, uneheliche Kinder, Kindeswohl
Thema-Inhalt
NHD - Europäische Geschichte JKSF - Adoption und Pflegekinder NHTB - Sozial- und Kulturgeschichte JBF - Soziale und ethische Themen
Höhe
240 mm
Breite
16 cm

Hersteller: Chronos Verlag AG, Zeltweg 27, Zürich, Schweiz, 8032, info@chronos-verlag.ch

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