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★★★★★
☆☆☆☆☆
Tolle Dynamik
Verena V. - Bewertet am 07.12.2025
Zustand: Exzellent
Das Cover des Buchs hat mich direkt angesprochen, weil es mir vor allem farblich sehr gut gefällt.
Elsie Silver hat einen lebendigen, modernen Schreibstil, der stark von direkter Sprache, Ironie und Emotionen geprägt ist. Die Kapitel wechseln zwischen den Protagonisten Billie und Vaughn. Man sieht… dadurch, wie beide dieselben Situationen auf ganz unterschiedliche Weise erleben und bekommt zugleich Einblicke in ihre verletzlichen, unausgesprochenen Gedanken. Der Schreibstil ist außerdem pointiert und dialogreich. Es gibt selten lange Beschreibungen, sondern eher kurze Szenen mit Beobachtungen und Sinneseindrücken. Humor spielt auch eine große Rolle. Er entsteht oft aus Situationskomik, sarkastischen Kommentaren oder den bissigen Schlagabtauschen zwischen den Figuren. Es gibt außerdem mal mehr mal weniger subtile Andeutungen von körperlicher Anziehung, die mit Ironie gebrochen werden. Auch der Gebrauch von Alltagsfloskeln, Schimpfwörtern und inneren Kommentaren macht die Sprache und die Geschichte selbst authentisch und modern.
Billie ist von Anfang an eine Figur, die auffällt. Durch ihre Energie, ihre Eigenständigkeit und ihren Humor. Sie wirkt geerdet, praktisch veranlagt und lässt sich von Autoritäten nicht einschüchtern. Sie ist direkt, manchmal frech, aber nie respektlos, Außerdem hat sie eine klare Vorstellung davon, was sie kann und was sie will. In den Beschreibungen merkt man, dass sie mit ihrer Umgebung, den Pferden, der Ranch und der Arbeit, stark verbunden ist.
Vaughn ist auf den ersten Blick das Klischee des reichen, arroganten Erben. Er ist kontrolliert, zynisch und hat eine Spur Verachtung für alles, was nicht in sein Weltbild passt. Aber die Autorin schreibt ihn nicht als eindimensionalen „Bad Boy“. Schon in der früh zeigen seine inneren Monologe, dass er müde von der Öffentlichkeit, dem Druck der Familie und der eigenen Rolle ist. Er ist verletzlich, aber überspielt es mit Härte. Der Tod seines Großvaters, der Skandal um die Rennpferde und das Gefühl, ständig beobachtet zu werden, haben ihn verbittert gemacht. In seinen Momenten der Wut oder Gereiztheit klingt immer ein Rest Trauer mit. Man merkt, dass er eigentlich nach etwas Echtem sucht und genau das verkörpert Billie. Sie ist das Gegenteil von all den glattpolierten Menschen in seiner Welt. Die beiden müssen jedoch zusammenarbeiten und wohl oder übel lernen, einander zu vertrauen.
Ich habe die Dynamik zwischen den beiden richtig gerne gemocht und die Autorin hat die Geschichte wunderbar aufgebaut. Ich bin schon sehr gespannt auf die anderen Bände der Reihe.
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Große Empfehlung
Timm S. - Bewertet am 07.12.2025
Zustand: Exzellent
Die Geschichte wirkt von Anfang an sehr lebendig und direkt, da die Autorin so schreibt, dass man selbst mittendrin ist. Man hört die Pferde, riecht den Stall, spürt die Spannung zwischen den Figuren. Sie benutzt eine einfache, moderne Sprache mit viel Witz, klaren Bildern und ehrlichen Gedanken.… Nichts wirkt geschliffen oder künstlich, im Gegenteil: Die Figuren reden so, wie man wirklich reden würde. Manchmal flapsig, manchmal genervt, manchmal verletzlich. Dadurch ist die Geschichte mitreißend und emotional.
Billie ist eine sehr sympathische Protagonistin, die man gleich ernst nimmt. Sie ist selbstbewusst, arbeitet hart und hat keinen Bock auf Angeber oder Menschen, die sie unterschätzen. Ihre Art ist direkt, manchmal etwas trotzig, aber immer authentisch. Man merkt, dass sie sich durchs Leben kämpfen musste und lieber selbst anpackt, als sich helfen zu lassen. Außerdem ist ihr Humor ist trocken und sie nimmt kein Blatt vor den Mund.
Vaughn ist dagegen am Anfang ziemlich unnahbar. Er wirkt wie jemand, der alles im Griff haben will und keine Schwäche zeigen kann. Gleichzeitig spürt man, dass da mehr in ihm steckt: Wut, Enttäuschung, Trauer. Der Skandal um seine Familie und die ständige Beobachtung durch die Presse haben ihn müde gemacht. Er versteckt sich hinter seiner Fassade aus Kontrolle und Zynismus und genau das reizt Billie.
Es knistert von Anfang an zwischen ihnen und die Autorin baut die Spannung hauptsächlich über kleine Momente wie Schlagabtausche, Blicke und stille Augenblicke im Stall auf. Dabei schwingt immer eine gewisse Ironie mit, aber auch viel Gefühl, und das Zusammenspiel aus Humor und Ernsthaftigkeit macht die Geschichte sehr glaubwürdig. Ganz große Empfehlung!