Kurzbeschreibung der Reihe
Zum Schluss
Gibt es nach all dem Lamento noch Hoffnung? Ja, sofern man bereit wäre, es mit Friedrich Nietzsche zu halten: „Erst durch die Kraft, das Vergangene zum Leben zu gebrauchen und aus dem Geschehenen wieder Geschichte zu machen, wird der Mensch zum Menschen: aber in einem Übermaße von Historie hört der Mensch wieder auf, und ohne jene Hülle des Unhistorischen würde er nie angefangen haben anzufangen wagen.“ Kurz: Das Erkennen der eigenen Herkunft mache den Menschen, Vergangenes aber gehöre alsbald in die Schublade „Historie“. Und schließlich gelte auch für Geschichte: Allzu viel ist ungesund.
Deshalb soll auch dem Vergessen eine Lanze gebrochen werden. Wer „Heilung“ sucht, findet sie nicht durch permanentes Erinnern, sondern vielmehr im Vergessen: „Es war eine zivilisatorische Leistung ersten Ranges, als es der griechischen Philosophie gelang, das mythische Erinnerungsgebot zu durchbrechen und an seine Stelle dessen Negation zu setzen. Das Gebot, nicht zu erinnern“ – und so die Kette des Unheils zu durchbrechen (Rudolf Burger).
Schlagwörter
Hoffnung, Historie, Unhistoprisch, MENSCHHEITSCHRONIK, Märchen, Lärm, Vortrag, Idiot, Wur, ungehalten, Nichtgehalten, Alois, Niederstätter, unartproduktion, Geschichtsforschung, Geschichtsbegriff, Geschichtskritik, Vergangenheitsecho, Gegenwart, Gedenktage, Bedenktage, Erinnerungskultur, History Channels, Hitler, Geschichte, Gaul, unart, unartproduktion, Schund, Schundheft, Naturgeschichte, Heilsplann