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★★★★★
☆☆☆☆☆
Monika Feth – “Der Schattengänger“
Celine - Bewertet am 08.07.2014
Zustand: Sehr gut
Klappentext
Jettes Mutter Imke wird von einem Stalker verfolgt, der besessen von ihren Krimis ist. Als Imke sich ihm entzieht und für ihn unauffindbar ist, sucht er die Nähe zu Jette und gewinnt deren Vertrauen. Jette ahnt nicht, dass sie sich damit in tödliche Gefahr begibt ...
Meine… Meinung:
Als ich "Dere Erdbeerpflücker" gelesen habe, hatte ich ja gesagt, dass es mich nicht ganz überzeugen konnte. Aber ich hatte auch gesagt, dass ich diesen Büchern noch eine Chance geben würde und das habe ich getan. Und ich habe es nicht bereut. Dieses Buch war komplett anders, die Charaktere waren anders, die Story hatte viel mehr Tiefe. Der Schattengänger hat es wirklich geschafft, sich in mein Herz zu schleichen.
Das Cover ist typisch für sie Thriller von Monika Feth. Sehr schlicht gestaltet und doch irgentwie passen. Wenn man mehrere Bücher dieser Reihe besitzt, sehen sie nebeneinander im Regal wirklich klasse aus. Außerdem finde ich, dass der schwarze Hintergrund die düstere Atmosphäre des Buches perfekt einfängt und auf den auffallenden roten Zetteln, die toll aus dem schwarz hervorstechen, kann man die Botschaft entziffern, die der Stalker Imke Thalheim am Anfang des Buches zuschickt.
Ich liebe dich.
Ich brauche dich.
Ich werde dich kriegen.
Mit dieser Nachricht fängt alles an und der Leser wird sofort mitten in die Geschichte hineingeworfen. Dieses Mal hatte ich überhautpt nicht den Eindruck, dass der Anfang sich hinziehen würde. In Großteil des Buches steht dieses Mal nicht Jette im Mittelpunkt sondern ihre Mutter, die Bestsellerautorin Imke Thalheim. Sie wird von einem Stalker terrorisiert, dessen Wahnsinn einem bis tief unter die Haut geht. Wie man es von Monika Feths Büchern kennt, weiß man von Anfang an, wer der Täter ist, erlebt seinen Alltag mit und seine Gefühle. Ich fand die Kapitel aus der Sicht des Stalkers immer besonders spannend. Mich hat es faziniert wie er gedacht und was er gefühlt hat.
Natürlich begegnen uns auch die anderen Figuren aus den Jette Thrillern wieder. Jette, Merle, Tilo und natürloch Kommisar Melzig. Jedem von ihnen sind Kapitel gewidmet und man lernt die Geschichte aus vielen verschiedenen Sichweisen kennen, was mit sehr gut gefallen hat. So bekommt man alles mit, hat einem Rundumblick und bekommt das Gefühl, alles wie in einem Film von oben betrachten zu können.
Im Mittelteil zog sich die Geschichte ein bisschen, fand ich, obwohl es eigentlich nicht langweilig wurde. Die Seiten krochen ein wenig dahin, was sich aber nach einiger Zeit wieder ämderte. Als es dann auf das große Finale zuging, konnte ich kaum noch still sitzen. Ich habe mit Jette gelitten, mit Merle gebangt und mit Imke gezittert. Auf den letzten 80 Seiten läuft Monika Feth noch einmal zur Höchstform auf. Die Spannung steigt immer weiter, bis sie sich schließlich, im wahrsten Sinne des Wortes, mit einem lauten Knall entlädt.
Ich war mit dem Ende des Buches ziemlich zufrieden. Es gab keine offenen Fragen und die Geschichte war abgeschlossen.
Naütlich gab es auch im Privatleben der Personen einige Entwicklungen, die nichts mit dem Stalker zu tun hatten. Merle ist der Ansicht, dass Jette sich wieder verabreden sollte, aber Jette meint, dass sie nicht mehr in der Lage ist, einem Jungen bedingungslos zu vertrauen. Nach dem Spektakel mit dem Erdbeerpflücker kann ihr das aber auch keiner verübereln. Oder? Doch dann kommt Luke und die Geschichte spaziert und stellt Jettes Entscheidung auf eine harte Probe. Ob die beiden zueinander finden?
Der Schattengänger ist ein packender und gut recherchierter Jugendthriller. Mit vielen tollen und unterschiedlichen Charakteren hält er den Leser immer bei Laune. Und auch wenn die Geschichte sich im Mittelteil ein wenig hingezogen hat, habe ich das Lesen genossen und werde bestimmt mal wieder einen Blick in Jettes Welt werfen. Ich kann euch das Buch ab 13 Jahren weiteremfehlen und vergebe voll verdiente 4 von 5 Sternen!