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★★★★★
☆☆☆☆☆
Ein Einblick in die Gerichtsmedizin
Sabrina B. - Bewertet am 05.11.2024
Zustand: Exzellent
Gerade zu Beginn fiel es mir schwer in das Buch reinzukommen, da mir der Schreibstil des Autors nicht wirklich zusagte. Er beschrieb die Dinge mit sehr vielen nebensächlichen Details, was meiner Meinung nach teilweise zu viel war und von dem eigentlichen Thema ablenkte. Dadurch wirkte die Erzählung… auf mich sehr langatmig. Nach einigen Kapiteln legte sich dies aber etwas und ich gewöhnte mich auch an den Schreibstil. An sich wurde in dem Buch über interessante Dinge berichtet, wie zum Beispiel über eine Forschungsreise nach Bombay, um die dort herrschende Pest zu studieren, um ein Mittel gegen diese zu entwickeln oder den Fall Blauensteiner. Ich hätte mir aber gewünscht, dass mehr über alltäglichere Fälle und über das Vorgehen bei diesen berichtet wird. Hierzu kamen für mich leider zu wenig Informationen. Trotzdem sind die Fälle und das Fachwissen von Christian Reiter wirklich beeindruckend und ich konnte viele neue Informationen aus diesem Buch mitnehmen.
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☆☆☆☆☆
Lebensnahe Reportage aus der Welt des Todes
Tanja K. - Bewertet am 16.09.2024
Zustand: Sehr gut
Florian Klenks Reportage aus der Gerichtsmedizin ist trotz (oder gerade wegen?) des morbiden Themas sehr lebendig und lebensnah geschrieben, was sicher auch zu großem Maße an der sehr sympathischen Persönlichkeit von Christian Reiter liegt.
Die österreichischen Wörter und Wendungen machen das Ganze… im Ton sehr charmant zu lesen, allerdings habe ich (aus Nordostdeutscher Sicht, also sprachlich schon recht weit entfernt) doch an einigen Stellen Probleme gehabt, den Inhalt so komplett zu erfassen - mit Wörterbuch oder Onlinesuche lese ich eigentlich sehr ungern, da wäre ein Glossar am Ende des Buches für die Nicht-Österreicher sehr willkommen gewesen.
Irritiert hat mich eine Textstelle auf Seite 126, über einen Chirurgen, der "in den 1860er Jahren die Verwundeten auf den Schlachtfeldern des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges" untersuchte - hier soll sicher der Civil War gemeint sein? Gerade in einem Sachbuch, auch wenn es recht populärwissenschaftlich ausgerichtet ist, sollten solche offensichtlichen Fakten schon stimmen.
An vielen Stellen wäre ich gerne noch etwas tiefer in die Materie eingestiegen, und das Buch hätte sehr gerne noch etwas umfangreicher sein dürfen. Der Klappentext, und auch der Titel Über Leben und Tod, verspricht da etwas viel, was auf den knapp 180 Seiten nicht ganz zusammenkommt. Insgesamt aber doch wirklich spannend, interessant und sehr gut zu lesen!
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☆☆☆☆☆
Skurril und interessant
Sarah N. - Bewertet am 16.09.2024
Zustand: Exzellent
Wer hier True-Crime ala Michael Tsokos erwartet hat, wird glaube ich enttäuscht sein. Christian Reiter berichtet dem Autor von vielerlei Anekdoten. Historische, meist skurrile Geschichten manchmal etwas angestaubt aber trotzdem interessant. Wer allerdings ein bisschen Spannung oder Nervenkitzel… sucht ist hier nicht gut beraten. Die Wissenschaft steht in diesem Buch im Vordergrund.
Nach der Leseprobe hatte ich ehrlich gesagt ein wenig Angst. Angst davor, dass der Text zu sachlich, zu angestaubt und zu trocken ist. Das kann ich im Nachhinein nicht bestätigen. Die Anekdoten sind kurzweilig interessant und nicht zu ausschweifend erzählt. Einen gewissen Faible für Geschichte sollte man allerdings trotzdem mitbringen. Für jedermann ist das Sachbuch auf jeden Fall nichts. Aber aus meiner Sicht eine sehr gute Kombination aus Geschichte und Wissenschaft.