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★★★★★
☆☆☆☆☆
veraltet und kaum zu gebrauchen
anonym - Bewertet am 27.11.2015
Zustand: Exzellent
Ich bin schwer enttäuscht von diesem Buch. Die Beschreibung der Patienten ist noch gut nachvollziehbar, jedoch nicht die dazu gestellten Aufgaben. Ich kann dies nicht in meinen Arbeitsalltag integrieren. Die Autoren verlieren sich in Diskussionen über Handwerk und Nebensächlichkeiten. Es fehlt der… direkte Alltagsbezug, für den wir Ergotherapeuten stehen. Es wird vielmehr erläutert, ob denn Ton das richtige für den kleinen Jungen sei. Mir fiel es schwer das Buch weiter zu lesen, doch ich habe bis zum 3. Fallbeispiel gehofft nützliche Dinge für die Therapie zu finden. Jedoch Fehlanzeige. Ich habe mich gut disziplinieren können und alle Aufgaben dazu gelöst (bis zum 3 Beispiel), jedoch sind meine Antworten meilenweit weg von denen der Autoren und ich kann sie auch nicht wirklich nachvollziehen. Es ist vielmehr die Verleitung des Ergotherapeuten zum Interpretieren und auflösen und all diese Dinge die Psychologen machen (wofür sie auch lange genug studiert haben). Es ist kein Wunder, dass nicht ganz klar ist, wie wir Ergotherapeuten in die psychiatrische Behandlung passen, wenn es solche Werke gibt.
Dieses Buch regt nicht für die Therapie an, sondern es zwingt die Therapeuten in eine Auseinandersetzung mit dem Handwerk zurück. Dies ist jedoch überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Wir haben längst erkannt, dass ein Peddigrohrkorb den Patienten nicht dazu bringen wird, sich regelmäßig zu waschen oder Kontakt zu anderen aufzunehmen. Es fehlt das Aufstellen von Zielen, die auch wirklich realistisch sind und somit ist die Behandlung auch nicht gut möglich. Denn ohne Ziel ist bekanntlich ja nicht gut zu therapieren.
Ich könnte dies noch weiter erläutern und meine Enttäuschung noch mehr zum Ausdruck bringen, doch macht euch selbst ein Bild oder sucht nach einem anderen Buch.