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Mitbestimmung als Gegenmacht

Ewald Bartl (Taschenbuch, Deutsch)

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Beschreibung
Bis in die Gewerkschaften hinein besteht die Tendenz, Mitbestimmung nicht mehr als Mittel zur demokratischen Umgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft, sondern als Standortfaktor zur Förderung der betriebswirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit zu sehen. Nachdem der Versuch gescheitert war, dies im DGB-Grundsatzprogramm festzuschreiben, wurde mit den Empfehlungen der Bertelsmann- und Böckler-Stiftung ein weiterer Anlauf unternommen, die gewerkschaftliche Mitbestimmungspolitik auf die Unterordnung der Arbeitnehmerinteressen unter die Standortlogik festzulegen. Die anstehende Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes kann in dieser Auseinandersetzung zu einer wichtigen Weichenstellung führen. Aus Sicht der Autoren geht es dabei vorrangig darum, die Position der Betriebsräte als Gegenmacht zu erhalten und auszuweiten. Sie sehen hierfür in dem vom DGB-Bundesvorstand am 3.2.1998 beschlossenen Gesetzentwurf – trotz vorhandener Schwachstellen – eine geeignete Grundlage und unterstützen deshalb im Wesentlichen die Durchsetzung der darin enthaltenen Forderungen.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.01.2000
Sprache
Deutsch
EAN
9783879758029
Herausgeber
VSA
Sonderedition
Nein
Autor
Ewald Bartl
Seitenanzahl
88
Einbandart
Taschenbuch
Buch Untertitel
Zur Reform des Betriebsverfassungsgesetzes
Schlagwörter
Arbeitsrecht, Gewerkschaft, Betriebsverfassungsgesetz
Thema-Inhalt
KNX - Industrielle Beziehungen, Gewerkschaften, Arbeitsschutz
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 1. Politische Verhältnisse, Produktionsweisen, Managementmethoden haben sich geändert: Die soziale Unterlegenheit der Arbeitnehmer ist geblieben 2. Mitbestimmen, wo bestimmt wird und dort, wo Arbeitnehmer Schutz brauchen Der Betrieb – sachlicher Geltungsbereich der Zuständigkeit des Betriebsrats – Der Betriebsbegriff Meldepflicht für betriebsratslose Betriebe Tendenzbetriebe Personalvertretung Sicherung der betrieblichen Interessenvertretung durch Tarifverträge Wer ist Arbeitnehmer im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes? Betriebsratswahlen erleichtern, Frauenanteil erhöhen, Übergangsregelungen bei Umorganisation und Umstrukturierung 3. Arbeitsmöglichkeiten des Betriebsrates verbessern Mehr Unabhängigkeit für Betriebsräte, bessere und rechtzeitige Informationen Freistellungsregelungen müssen erweitert werden Bildung von Arbeitskreisen Schulungs- und Bildungsmaßnahmen ausweiten Mitbestimmung braucht Sachverstand Informations- und Kommunikationsparität – eine wichtige Voraussetzung Behinderung der Betriebsratsarbeit – kein Kavaliersdelikt 4. Streiten statt begleiten – Interessenvertretung statt Co-Management DGB-Gesetzentwurf: Mehr justiziable Mitbestimmungsrechte für Betriebsräte Position des Betriebsrats nicht aushöhlen – Keine Schwächung durch Delegation von Mitbestimmungsrechten Mehr Einfluss auf betriebliche Bildung Personelle Einzelmaßnahmen Stärkerer Schutz bei Kündigungen Mitbestimmung am Arbeitsplatz muss Stellung der Arbeitnehmer stärken – nicht schwächen Personalplanung 5. Nur wo Einigungsstelle draufsteht, ist auch Mitbestimmung drin: Mehr Mitbestimmung zur Sicherung der Arbeitsplätze Interessenausgleich, Betriebsänderungen, Rationalisierungsmaßnahmen ohne Entscheidung der Einigungsstelle? Sozialplan darf kein Alibi zur Arbeitsplatzvernichtung sein 6. Streikfähige Gewerkschaften und konfliktfähige Betriebsräte: Tarifautonomie muss Vorrang haben – Tarifverträge müssen Mindestbedingungen bleiben Die Bindungskraft des Flächentarifvertrags darf nicht unterlaufen werden 7. Kapitalmacht braucht Gegenmacht: Mehr Mitbestimmung – im 'Bündnis' nicht zu haben Die Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes gehört nicht ins Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit Ohne gewerkschaftlichen Druck droht Aushöhlung der Mitbestimmung Betriebliche Mitbestimmung – Teil organisierter Gegenmacht der Arbeitnehmer DGB-Forderungen offensiv vertreten
Höhe
210 mm
Breite
14 cm

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