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Der Umwelt zuliebe
Beschreibung
Nicht alle waren Mörder: Deutsche Bauern verstecken Veronica Ferres und Armin Rohde in dem Holocaust-Drama nach Marga Spiegels Erinnerungen.
1969 erschien das autobiografische Buch "Retter in der Nacht", in dem die 1912 geborene Marga Spiegel schildert, wie mutige Bauern im Münsterland sie und ihre Familie zwei Jahre lang vor den Nazis versteckten. Das Ende des Films zeigt die rüstige, bald 100-jährige Seniorin, Tante des ehemaligen Präsidenten des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, wie sie am Set den Dreharbeiten beiwohnt. Davor schlüpft ihre Wunschschauspielerin Veronica Ferres in ihre Rolle, Armin Rohde in die ihres Mannes Menne Spiegel, der im Ersten Weltkrieg als Freiwilliger an der Westfront das Eiserne Kreuz erhielt. 25 Jahre später, 1943, will ihn sein Vaterland ermorden. Er flüchtet vor der Deportation und bittet ehemalige Kriegskameraden um Hilfe. Frau und Tochter Karin (Luisa Mix) kommen auf dem Bauernhof von seinem Freund Heinrich Aschoff (Martin Horn) unter und leben dort unter falscher Identität, während Menne, getrennt von ihnen auf Dachböden versteckt, vor Einsamkeit fast den Verstand verliert. Zwei lange Jahre dauert das für alle Beteiligten lebensgefährliche Unterfangen, das nicht nur die permanente Gefahr birgt, entdeckt zu werden, sondern auch aus der Perspektive deutscher Bauern den leidvollen Krieg vergegenwärtigt.
Der Feind hört mit: Zunächst weiß nur die Hausherrin von der wahren Identität ihrer Gäste, doch auf dem großen Hof bleibt nichts lange verborgen. Überall lauern Denunzianten und selbsternannte Judenjäger, aber Barmherzigkeit zeigt sich an den unwahrscheinlichsten Stellen. Anrührend etwa die Szene, in der Aschoffs Tochter Anni (Lia Hoensbroech) ihr Mitleid für die durch Misshandlungen vernarbte Karin entdeckt und eingeweiht wird. Es ist beileibe nicht der einzige nahegehende Moment in einem fast dokumentarisch nüchternen, auf wenige Orte beschränkten Zeitportrait von Ludi Boeken (Produzent von "Zug des Lebens"), der zwei Jahre Kriegsgeschichte im Zeitraffer durchmisst und versucht, kein Ereignis zu vergessen. Manchmal hätte man sich eine sorgfältigere Inszenierung gewünscht, aber die differenzierte Geschichte vom Widerstand stiller Helden kommt ohne jedes Pathos aus und ist spannender als die meisten Thriller. Vor allem aber wird das Schicksal aller Beteiligten relevant und so schafft dieses Ensemble-Drama ein versöhnliches Denkmal für Menschlichkeit. tk.
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