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Ich, die ich Männer nicht kannte

Jacqueline Harpman (Gebundene Ausgabe, Deutsch)

4.4 Sterne
aus 12 Produktbewertungen
Optischer Zustand
  • Sehr guter Zustand: leichte Gebrauchsspuren vorhanden
  • z.B. mit vereinzelten Knicken, Markierungen oder mit Gebrauchsspuren am Cover
  • Gut als Geschenk geeignet
Beschreibung
»Ein wahres Wunder« New York Times Der internationale Sensationserfolg Tief unter der Erde werden neununddreißig Frauen gefangen gehalten. Während das elektrische Licht Tag und Nacht verschwimmen lässt, sitzt ein junges Mädchen – die vierzigste Gefangene – allein und ausgestoßen in der Ecke. »Ich, die ich Männer nicht kannte« ist so feministisch wie »Der Report der Magd« und so existentiell wie »Die Wand«: Ein moderner Klassiker, internationaler Verkaufserfolg und BookTok-Hit in neuer deutscher Übersetzung. In einem unterirdischen Gefängnis sitzen neununddreißig Frauen. Was übertage geschehen ist, wissen sie nicht: Wurde die Welt verlassen, von einem Virus verwüstet? Die Frauen können sich nicht erinnern, wie sie in den Käfig gelangt sind, haben jegliches Zeitgefühl verloren und nur eine vage Ahnung von ihrem alten Leben. Ihre Aufseher, sechs schweigsame Männer in Uniform, sprechen nicht mit ihnen und berühren sie nur, um sicherzustellen, dass keine von ihnen versucht, sich das Leben zu nehmen. Eines Tages ertönt ein Alarm, und die Wachen verschwinden; die Tür steht offen. Als erste wagt jene vierzigste Gefangene den ersten Schritt, die nichts als das Gefängnis kannte. Doch anders als erhofft, finden die Frauen draußen nicht die Freiheit, sondern eine Welt, die sie nicht wiedererkennen und in der sie lernen müssen, sich gemeinsam zurechtzufinden.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
14.03.2026
Sprache
Deutsch
Originalsprache
Französisch
EAN
9783608966701
Herausgeber
Klett-Cotta
Titel in Originalsprache
Moi Qui N’ai Pas Connu Les Hommes
Sonderedition
Nein
Autor
Jacqueline Harpman
Seitenanzahl
224
Auflage
6

Transparenz & Sicherheit

Hersteller: Klett-Cotta Verlag, Rotebühlstraße 77, Stuttgart, Deutschland, produktsicherheit@klett-cotta.de, J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH

4.4
Aus 12 Bewertungen zu Ich, die ich Männer nicht kannte
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Wie Ödnis so einen Sog erzeugen kann?
Kristin G. - Bewertet am 13.06.2026
Zustand: Exzellent
Einem über 30 Jahre alten BookTok-Hype konnte ich mich nicht entziehen. TikTok gibt es noch nicht so lange, denken jetzt einige. Das stimmt, aber den Roman „Ich, die ich Männer nicht kannte“ von Jacqueline Harpamnn, welcher 1995 erstmals erschienen ist & dank TikTok eine Wiederbelebung erfahren hat. Ich kann Marie-Luise Goldmann nur zustimmen, die am 9. März 2026 (welch Zufall, dass das mein Geburtstag ist) in Welt am Sonntag meinte: „… vermutlich das Beste, was TikTok je angestoßen hat!“ „Mir fehlen wohl einige der Erfahrungen, die einen erst zum Menschen machen.“ S. 133 Was ist so besonders an dieser Dystopie? Alles & Nichts könnte man sagen. 39 Frauen & 1 Mädchen gefangen in einem unterirdischen Käfig, einem künstlichen Zeitrhythmus ausgesetzt, Tag für Tag eine Routine, die sie selbst nicht beeinflussen können, bewacht von Männern, die nicht sprechen, aber alles sehen. Ein Ereignis was den Frauen & dem Mädchen zur Flucht verhilft. Eine Flucht wohin? Der Roman erzählt eindringlich & doch mit einer Ruhe, wie es den Frauen & der Kleinen im Käfig als auch in der Außenwelt ergeht. Eine Außenwelt, die anders ist, als Alles was die Frauen kannten, die Kleine, im Käfig aufgewachsen kannte Nichts. Weites Land, Ödnis … „Sie fragte sich, wann wie begriffen hatten, dass wir im Freien genauso ausweglos gefangen waren wie hinter den Gittern des Käfigs.“ S. 142/143 Der Klappentext verrät Alles & Nichts. Der Roman wirft viele Fragen auf, die sich jeder selbst beantworten muss. Was macht Menschsein aus? Ist es das, was die Gesellschaft aus uns macht? Was wären wir ohne andere Menschen, ohne gewohnten Alltag, ohne das Leben selbst? Ist es angeboren, entwickelt es sich natürlich? Kann es verkümmern, wenn man es nicht auslebt? Kommen Emotionen ohne zwischenmenschliche Interaktion überhaupt auf? „Zeit ist etwas Menschliches“ S. 210 Dieses Buch darf zu keiner Zeit wieder in Vergessenheit geraten. Es ist ein außergewöhnliches Werk & schade, das die Autorin den verspäteten Ruhm nicht mehr erleben kann.
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nachdenken über den Sinn des Lebens
Ursula U. - Bewertet am 11.06.2026
Zustand: Exzellent
In einem Keller in einem Käfig eingesperrt leben 40 Frauen, die von männlichen Wärter bewacht werden und bestraft, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Man hat zu essen und zu schlafen wenn es angeordnet wird, jeglicher Körperkontakt wird nicht gestattet. Unter diesen Frauen ist versehentlich auch ein Mädchen, die zu der Zeit als sie in dieses Gefängnis kam noch so klein war, das sie sich an eine Zeit davor nicht erinnern kann. Anders die anderen Frauen, die ihre Männer und Kinder vermissen, an ihre Freiheit, an ein normales Leben, an Kleinigkeiten, die das Leben schön machten. Viele Jahre sind vergangen als plötzlich, gerade als ein Wärter den Käfig zur Essensausgabe öffnete, ein Alarm ertönte und alle Wärter verschwanden. Die Frauen waren frei, sie konnten heraus, doch wo waren sie, auf der Erde konnten sie nicht sein, es gab keine Jahreszeiten. Weitere Jahre verbrachten sie auf der Suche nach anderen Menschen, doch sie fanden immer nur weitere, verschlossene, Käfige, mit Toten. Am Ende blieb nur noch die Kleine, wie sie mangels Namen von den Frauen genannt wurde. Sie berichtet uns von ihren Erlebnissen, von der Gemeinschaft der Frauen, die Hilfe, die sie einander gaben, was sie selbst von ihnen lernte um zu überleben. Wie viel Überlebenswille in ihnen steckte und wer aufgeben wollte. Die Kleine wollte immer mehr, verstehen, wo sie war, warum sie an einem fremden Ort eingesperrt war, was der Sinn des Lebens ist. Auf ihrer Reise werden wir sehr emotional mitgenommen und können uns in sie hinein fühlen. Ein Roman, der zum Nachdenken einlädt und auch nach Beendigung des Roman nicht loslässt.
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Für Fans von Herland
Constanze G. - Bewertet am 10.06.2026
Zustand: Exzellent
Ich, die ich Männer nicht kannte ist eine Dystopie aus dem Jahr 1995, die nach nunmehr 30 Jahren noch genauso aktuell ist, wie damals. 40 Frauen werden von Männern in einem Bunker gefangen gehalten. Keiner weiß wo, keiner weiß warum. Wer hofft, am Ende eine Antwort darauf zu bekommen, wird leider enttäuscht werden. Doch auch wenn die Frauen untereinander rätseln, so ist es doch für die Geschichte völlig irrelevant, ob sie sich noch auf der Erde oder einem Alien-Planeten befinden. Viel wichtiger sind die Erkenntnisse, die die Frauen durch das jüngste Mitglied ihrer Truppe erhalten. Sie, die niemals Männer kannte, wirft einen völlig unverstellten Blick auf das alte Leben der Frauen. So stellt sie zB die Frage, ob sich Frauen nur für Männer schön gemacht hatten. Eine Frage, die sich heute immer noch gestellt wird. Durch die junge Frau erhalten die anderen aber auch Stück für Stück ihre Autonomie zurück. Erst durch die Erfindung der Zeit im Bunker, dann durch die Flucht daraus. Sie, die niemals Männer kannte, ist teils selbst eine Art Alien. Sie hinterfragt alles und wirft damit Fragen über die Liebe und das alte und neue Leben im Allgemeinen auf. Teilweise werden diese beantwortet, teilweise auch nicht. Doch immer weiter hinterfragen sich auch die anderen Frauen. Und vielleicht am Ende auch wir.
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Katastrophentourismus
Heike R. - Bewertet am 04.05.2026
Zustand: Exzellent
Mit diesem Buch konnte ich überhaupt nicht warm werden. Utopien finde ich immer etwas anstrengend, aber diese hier war für mich besonders unangenehm. Frauen in einem Keller, träumen von Freiheit, flüchten, und dann? Das ist so ziemlich der gesamte Inhalt. Diese Frauen schaffen nichts, existieren ohne größere Konflikte einfach weiter. Ihnen dabei quasi zuzuschauen, war für mich wirklich wie Katastrophentourismus. Ich konnte auch nicht aufhören zu lesen, da ich immer hoffte, dass es irgendwann besser, nachvollziehbarer, anders wird. Aber das Buch ist einfach wie seine Geschichte. Es gibt keine gesellschaftlichen Einblicke, Veränderungen, es hat für mich keinen Mehrwert. Und ich finde es auch absolut nicht stimmig. Wie kann ein hospitalisiertes Kleinkind sich nur annähernd normal entwickeln? Eine deprimiernde Utopie.
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Aufzeichnungen aus dem Untergrund
Mannuber B. - Bewertet am 22.04.2026
Zustand: Exzellent
Aufgrund eines Hypes in den sozialen Medien wird der ursprünglich 1995 erschienene Roman nun für eine neue Generation entdeckt. Was für ein Glück: Denn die Geschichte von 39 Frauen, die in einem unterirdischen Keller gefangen gehalten werden, ist so verstörend wie spannend. In klarer, schonungsloser Sprache schildert die Autorin von einem Leben in Gefangenschaft, von brutaler Unterdrückung, von kleinen Momenten der Menschlichkeit. Der dystopisch anmutende Roman, häufig mit Marlen Haushofers "Die Wand" oder Margaret Atwoods "Report der Magd" verglichen, legt eine feministische Lesart nahe, ohne sich darin zu erschöpfen. Existenziell verhandelt er, wie Menschen mit Extremsituationen umgehen, mit unendlichem Leid, dem Tod, der Einsamkeit. Kein Buch für schwache Nerven, aber doch vollkommen zurecht ein Klassiker, der noch lange nachwirkt.
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