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Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern

Antje Schrupp (Gebundene Ausgabe, Deutsch)

3.0 Sterne
aus 1 Produktbewertung
Optischer Zustand
Beschreibung
Die Zeit des Patriarchats ist vorbei . Die aktuellen politischen Entwicklungen sind kein Beweis für die bleibende Stärke des Patriarchats, sondern Anzeichen für dessen Ende. Das Patriarchat war eine hierarchische Ordnung mit »alten weißen Männern« an der Spitze, gestützt auf anerkannte Institutionen wie Universitäten, Parlamente und Kirchen. Diese Zeiten sind vorbei. Heute basiert Macht auf dem Recht des Stärkeren, physischer Gewalt, ökonomischer Überlegenheit und Willkür. Das ist kein Patriarchat, sondern postpatriarchales Chaos. Feministische Strategien müssen darauf reagieren. In ihrem intellektuell funkelnden und geistreich-pointierten Essay nimmt die Politologin Antje Schrupp eine (selbst)kritische Bestandsaufnahme der Frauenbewegung vor und entwirft Perspektiven für einen zukunftsorientierten, konstruktiven Feminismus, dessen oberstes Anliegen eine freiheitliche Gesellschaft ist. »Das klügste feministische Buch des Jahres« KATJA BERLIN
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
11.02.2026
Sprache
Deutsch
EAN
9783351042707
Herausgeber
Aufbau
Sonderedition
Nein
Autor
Antje Schrupp
Seitenanzahl
192
Auflage
1
Einbandart
Gebundene Ausgabe
Schlagwörter
Feminismus, Patriarchat, Freiheit, Frauenrechte, Politik, Hierarchie, Gewalt, Aus Liebe Zur Freiheit, Bro-Culture
Thema-Inhalt
JBSF11 - Feminismus und feministische Theorie JBFK - Gewalt und Missbrauch in der Gesellschaft JPW - Politischer Aktivismus / Politisches Engagement
Höhe
205 mm
Breite
12.5 cm

Hersteller: Aufbau Verlage GmbH, Prinzenstr. 85, Berlin, Deutschland, 10969, produktsicherheit@aufbau-verlage.de, Aufbau Verlage GmbH & Co. KG

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Aus 1 Bewertungen zu Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern
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Zwischen Freiheit & Widerspruch
Mirjan S. - Bewertet am 08.05.2026
Zustand: Exzellent
„Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern“ von Antje Schrupp erschien am 11.02.2026 im Aufbau Verlag als Hardcover mit 192 Seiten. In ihrem essayistischen Sachbuch entwirft Schrupp die These, dass wir nicht mehr im Patriarchat leben, sondern längst im „postpatriarchalen Chaos“. Statt alter patriarchaler Ordnung dominierten heute Willkür, Bro-Culture und Machtpolitik – und genau darauf müsse Feminismus neue Antworten finden. Meine Meinung Schon auf den ersten Seiten wird klar: Das hier ist kein leicht konsumierbarer Einstiegstext in feministische Theorie, sondern ein bewusst streitbarer Essay, der Debatten provozieren will. Schrupp schreibt klug, pointiert und mit einer sprachlichen Schärfe, die mich überrascht hat. Besonders stark fand ich ihre Analyse antifeministischer Bewegungen und die Verbindung von rechter Politik, toxischer Männlichkeit und gesellschaftlicher Instabilität: „Alle politischen Krisen, mit denen wir heute konfrontiert sind […] sind direkt mit bestimmten Formen von toxischer Männlichkeit verknüpft.“ (S. 13) Auch ihre Gedanken über Feminismus als gelebte Praxis statt starres Theoriegebäude fand ich spannend: „Feminismus ist kein Parteiprogramm, das man unterschreiben könnte, sondern eine politische Praxis, die gelebt wird oder nicht.“ (S. 17) Solche Passagen waren für mich die stärksten des Buches, weil sie komplexe Zusammenhänge verständlich und zugänglich formulieren. Und trotzdem blieb mein Lesegefühl insgesamt erstaunlich ambivalent. Vieles wirkte auf mich eher impressionistisch als analytisch. Schrupp springt zwischen Beobachtungen, politischen Diagnosen und philosophischen Überlegungen, ohne ihre Argumente immer wirklich auszuführen. Gerade bei Themen wie Queerfeminismus, Klassenverhältnissen oder Kapitalismuskritik hatte ich oft das Gefühl, dass vieles vorausgesetzt wird, während andere Aspekte kaum mitgedacht werden. Besonders irritiert hat mich, wie wenig die Autorin ökonomische Ungleichheit und Klassenprivilegien in ihre Überlegungen einbezieht. Der Essay richtet sich für mich sehr deutlich an eine eher akademisch geprägte, ökonomisch abgesicherte Mittelschicht. Dass Freiheit innerhalb kapitalistischer Strukturen überhaupt umfassend erreichbar sei, bleibt für mich ein fragwürdiger Gedanke. Genau deshalb konnte ich manche ihrer Schlussfolgerungen nur schwer mittragen – auch wenn ich einzelne Beobachtungen durchaus scharfsinnig fand. Sehr gelungen fand ich dagegen ihre Kritik an oberflächigen Social-Media-Debatten: „Was fehlt, ist eine konstruktive Streitkultur.“ (S. 16) Dieser Satz zeigt ziemlich gut, warum das Buch trotz meiner Kritik interessant bleibt: Es fordert dazu auf, sich mit Feminismus wieder ernsthaft auseinanderzusetzen – jenseits von Insta-Kacheln und Schlagworten. Fazit Am Ende bleibt für mich ein durchwachsenes Gefühl zurück. Einige Passagen waren wirklich brillant, andere haben mich eher verwirrt oder sogar abgestoßen. Für alle, die gerne politische Essays lesen, feministische Debatten verfolgen und Lust auf streitbare Perspektiven haben. Weniger geeignet für Menschen, die einen leicht zugänglichen Einstieg oder klare Antworten erwarten. Mich hat das Buch gleichermaßen fasziniert wie frustriert – und vermutlich werde ich noch länger darüber nachdenken. Vielen Dank an den Aufbau Verlag & netgalley.de für das digitale Rezensionsexemplar!
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