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Beschreibung
Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße. Wie er mit Mitte dreißig aus seinem früheren Leben gerutscht ist, darüber schweigt er. Mit seinem Hund Fox schlägt er sich gerade so durch. Alina, eine ehemals aufstrebende Journalistin, scheint in ihrer Laufbahn an einem toten Punkt angekommen zu sein. Ihre letzte Chance auf eine Karriere ist der Auftrag für eine Dokumentation über Obdachlosigkeit, die…  sie für ihren TV-Sender drehen soll. Zufällig trifft sie auf Bohm, der sich widerstrebend auf das Projekt einlässt. Zu seinem Schrecken erkennt er, dass er dabei ist, sich in die zielstrebige Frau zu verlieben. Eine Liebe, die niemals eine Chance haben wird? Nun … das Leben geht seine eigenen Wege. Ungekürzte Lesung mit Robert Stadlober, Maria Wördemann 1 mp3-CD | ca. 8 h 59 min
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
16.04.2026
Sprache
Deutsch
Originalsprache
Deutsch
EAN
9783742437570
Herausgeber
Der Audio Verlag
Sonderedition
Nein
Autor
Christian Huber
Auflage
1
Einbandart
Audio CD
Einbandart Details
MP3

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4.7
Aus 7 Bewertungen zu Solange ein Streichholz brennt
Aus 7 Bewertungen zu Solange ein Streichholz brennt
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Zwei Menschen zwischen Vorurteilen, Schuld und einem Wunsch
Nadine S. - Bewertet am 21.08.2026
Zustand: Sehr gut
Mit "Solange ein Streichholz brennt" erzählt Christian Huber die Geschichte zweier Menschen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten. Bohm lebt seit Jahren auf der Straße, begleitet von seinem Hund Fox und einer Vergangenheit, über die er beharrlich schweigt. Alina dagegen steht…  kurz davor, beruflich zu scheitern und klammert sich an die Hoffnung, mit einer Reportage über Obdachlosigkeit ihre Karriere doch noch zu retten. Als sich ihre Wege kreuzen, geht es bald um weit mehr als eine Geschichte für das Fernsehen. Es geht um Vorurteile, um Schuld, um Scham und um die Frage, wie schnell wir Menschen beurteilen, ohne wirklich hinzusehen. Ich weiß ehrlich gesagt immer noch nicht so recht, was ich für Bohm und Alina empfinde. Bohm ist verschlossen, wortkarg und lässt kaum jemanden an sich heran. Gleichzeitig wirkt er wie ein durch und durch ehrlicher Mensch mit festen Prinzipien. Seine Geschichte hat mich berührt, gerade weil hinter seinem Schweigen so viel verborgen liegt. Mit Alina hatte ich dagegen öfter meine Schwierigkeiten. Sie wirkt oft unsicher, wenig reflektiert und scheint ständig damit beschäftigt zu sein, Erwartungen zu erfüllen. Die anderer, aber auch ihre eigenen. Manchmal wollte ich sie schütteln, weil sie Dinge nicht ausspricht, Fragen nicht stellt oder sich selbst im Weg steht. Besonders gefallen hat mir, dass das Buch immer wieder den Blick auf Vorurteile lenkt. Nicht nur die offensichtlichen gegenüber Menschen, die auf der Straße leben, sondern auch die subtileren. Die, die sich in ersten Eindrücken verstecken. «„Wer kontrolliert, wie ein Bild gezeigt wird, kontrolliert dessen Wirkung. Der erste Eindruck ist entscheidend. Wieso war es bei Bohm dann der zweite Eindruck, der sie durcheinander brachte?“» Dieser Satz beschreibt für mich einen der stärksten Aspekte des Romans. Oft geht es weniger um die Menschen selbst als um das Bild, das von ihnen erzeugt wird. Um Schlagzeilen, Geschichten und die Frage, wer eigentlich entscheidet, was erzählenswert ist. Dabei fehlt vielen Figuren genau das, was sie am dringendsten bräuchten: Mitgefühl. Und manchmal auch die Bereitschaft, wirklich zuzuhören. Es gab einige Szenen, die mich emotional sehr getroffen haben. Stellen, an denen mir tatsächlich die Tränen kamen. Nicht, weil sie besonders dramatisch geschrieben waren, sondern weil sie einen wunden Punkt getroffen haben. Das Buch spricht über Schuld, über Scham, über Ansprüche, die Menschen an sich selbst stellen und unter denen sie irgendwann zusammenbrechen. Über Feigheit. Über fehlende Ehrlichkeit. Und darüber, wie viele Probleme vielleicht nie so groß geworden wären, wenn Menschen früher miteinander gesprochen hätten. Sprachlich hat Christian Huber mich oft überzeugt. Immer wieder finden sich Zeilen, die etwas in wenigen Worten ausdrücken, wofür andere Seiten brauchen. Das mochte ich sehr. Trotzdem hat mich das Buch nicht durchgehend abgeholt. Einige Entwicklungen waren mir zu klischeehaft und stellenweise auch etwas zu dick aufgetragen. Gerade deshalb hat mich manches eher wütend gemacht als bewegt. Weil die Geschichte an vielen Stellen so viel Potenzial hatte, dann aber doch den einfacheren Weg gewählt hat. Was mir ebenfalls gefehlt hat, war mehr Raum für bestimmte Themen. Selten denke ich bei einem Buch, dass es ruhig mehr Seiten hätte haben dürfen. Hier war das tatsächlich der Fall. Manche Aspekte werden angerissen und sind interessant, verschwinden dann aber wieder recht schnell. Da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Da ich nicht spoilern möchte, kann ich leider nicht genauer darauf eingehen. Auch mit der Liebesgeschichte bin ich nicht wirklich warm geworden. Für mich hätte es sie nicht gebraucht. Sie wirkte eher wie ein zusätzlicher Handlungsstrang, der unbedingt eingebaut werden sollte, obwohl die eigentliche Geschichte auch ohne ihn funktioniert hätte. Vor allem vor dem Hintergrund des kurzen Zeitraums von knapp zwei Wochen fiel es mir schwer, diese Entwicklung nachzuvollziehen. Erst die Vorurteile, dann die Ereignisse, die Alina selbst durchlebt, dazu die Dinge, die sie über Bohm erfährt... für mich entstand daraus kein wirklich stimmiges Bild. Und dann war da noch das Ende. Nicht schlecht, aber plötzlich. Als hätte die Geschichte auf den letzten Metern noch einmal deutlich beschleunigt. Ich saß danach da und hatte das Gefühl, dass noch etwas fehlt. Nicht unbedingt Antworten auf alles, aber ein wenig mehr Zeit. Trotz meiner Kritik habe ich das Buch gern gelesen. Weil es wichtige Themen anspricht. Weil es Momente gibt, die wirklich unter die Haut gehen. Und weil zwischen all den Fehlern, die die Figuren machen, immer wieder die Frage auftaucht, wie schnell ein Mensch aus dem Leben fallen kann und wie selten jemand bereit ist, genauer hinzusehen. **whatabout_nadine **
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Ungewöhnlich, aber schön!
Petra B. - Bewertet am 02.06.2026
Zustand: Exzellent
Das Cover ist passend mit Streichhölzern, von denen eines brennt und einem großen Buchtitel gestaltet. Der Schreibstil liest sich mit einer einfachen Sprache leicht und angenehm flüssig. Der 36jährige Obdachlose Bohm, der seit 5 Jahren auf der Straße lebt, trifft auf die junge Reporterin Alina,…  die eine Reportage über sein Leben drehen möchte. Zwei Welten treffen aufeinander und keiner traut dem Anderen. Die Handlung wird aus zwei Perspektiven emotional erzählt. Beide Charaktere kämpfen mit den Entscheidungen ihrer Vergangenheit. Auf Irrwegen kommen sie sich näher und eine ungewöhnliche Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf. Aus Menschen ohne Ziele werden Menschen mit einer rosigen Zukunft. Das schicksalhafte Zusammentreffen verändert beide. Die unkonventionelle Handlung hat mich gut unterhalten und mich noch nachhaltig beschäftigt. Fazit: Eine leise Geschichte voller Menschlichkeit!
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Ein großartiges Buch
Clara M. - Bewertet am 28.04.2026
Zustand: Exzellent
Ein großartiges Buch auf verschiedensten Ebenen. Das Buch zeigt ganz eindrucksvoll, wie schnell ein Leben entgleiten kann und dass es absolut jeden treffen kann. Es zeigt auf, wie Obdachlose behandelt und voller Vorurteile betrachtet, aber größtenteils einfach ignoriert werden. Besonders gelungen…  ist hier die Erzählung aus zwei unterschiedlichen Perspektiven, die auf den ersten Blick so verschieden wirken, aber sich auf den zweiten Blick und im Laufe des Buches doch gar nicht mehr so sehr unterscheiden. Stilistisch wird dies dadurch unterstützt, dass wir immer mal wieder beide Protagonist*innen in vergleichbaren Situationen erleben. Ich habe das Buch wirklich sehr verschlungen und es wird mich sicherlich noch eine ganze Weile gedanklich begleiten. Daher gibt es von mir eine große und ausnahmslose Empfehlung.
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Verschiedene Welten
Brigitte S. - Bewertet am 23.04.2026
Zustand: Exzellent
Bis jetzt kannte ich den Schriftsteller Christian Huber noch nicht welcher hier den Roman "Solange ein Streichholz brennt" schrieb. Das Buchcover,in rot gehalten gefällt mir gut,besagt aber noch nichts vom Inhalt. Christian Huber greift ein sehr aktuelles Thema auf. Es handelt von Alina, einer…  Journalistin und einen Obdachlosen mit Namen Bohm und es ist eine Liebesgeschichte wie sie im Leben bestimmt selten vorkommt. Bohm seid 5 Jahren auf der Straße sieht für sich keine Zukunft der Tagesablauf ist unregelmäßig, aber er hat sich arrangiert. Alina ist ehrgeizig, möchte Karriere machen im Job. Sie macht eine Reportage über Obdachlosigkeit. Die Geschichte liest sich leicht, aus der Sicht der Hauptprotoganisten geschrieben.Es kommen gesellschaftliche Themen zur Sprache. Ich kann das Buch weiterempfehlen und vergebe fünf Sterne.
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Leises Beobachten
Heike R. - Bewertet am 13.04.2026
Zustand: Exzellent
Dieses Hörbuch hat mich sofort gefesselt. Die Sprecher sind sehr gut gewählt und haben die Figuren für mich sofort sehr nahbar gemacht. Mir gefällt es auch ganz besonders gut, dass es zwei verschiedene sind. Das Buch erzählt die Geschichte von Bohm und Alina, von einem Obdachlosen und einer…  Medientussi. Aber ist es wirklich so einfach? Dieses Buch ist still und leise, ohne Drama, ohne Übertreibungen und gerade das macht es so aufwühlend. Schubladen werden aufgebrochen und Klischees abgebaut. Eine zarte Liebesgeschichte, aber das ist gar nicht das wichtigste. Ein Buch über das Menschsein, über Träume und über Mut. Es zeigt, wie wichtig es ist, hinter die Fassaden zu schauen. Und es zeigt, wie wichtig die Instanzen der Obdachlosenhilfe sind, das Hilfsumfeld von Bohm hat mich besonders berührt. Es ist fesselnd geschrieben und der Perspektivenwechsel macht es sehr authentisch. Die Charaktere sind gut gezeichnet und sympathisch, ihre Entwicklung ist nachvollziehbar und interessant zu erleben. Das Ende finde ich großartig!
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