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Beschreibung
Die Ermittlerin Lena Schuldt wird an die Ostseeküste beordert – ein deutscher Tourist liegt tot am Strand bei Swinemünde. Vermutet wird ein Badeunfall, doch im Mund des Toten steckt ein großer Bernstein. Kurz darauf wird die zehnjährige Luisa als vermisst gemeldet, die Tochter einer Freundin des Toten. Gemeinsam mit dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk befragt sie die Freunde und Angehörigen, die in einer Villa Urlaub machen. Jeder von ihnen scheint etwas zu verbergen. Als eine weitere Leiche auftaucht – wieder mit Bernstein im Rachen – beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
15.05.2026
Sprache
Deutsch
EAN
9783499019173
Herausgeber
ROWOHLT Taschenbuch
Serien- oder Bandtitel
Die Grenzfall Ostsee-Reihe
Sonderedition
Nein
Autor
Frank Goldammer
Seitenanzahl
416
Auflage
1
Einbandart
Broschiert

Transparenz & Sicherheit

Hersteller: Rowohlt Taschenbuch, Kirchenallee 19, Hamburg, Deutschland, produktsicherheit@rowohlt.de, Rowohlt Verlag GmbH

2.4
Aus 7 Bewertungen zu Strandopfer
Aus 7 Bewertungen zu Strandopfer
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Deutsch-polnisches Ermittlerteam mit heftigen Vorurteilen
Ute H. - Bewertet am 12.08.2026
Zustand: Sehr gut
Mein erstes Buch von Frank Goldammer und ich war gespannt auf die Handlung. Anfangs war ich etwas enttäuscht, der Schreibstil war mir etwas zu eckig und die deutsche Kommissarin Lena Schuldt ziemlich unsympathisch. Wie sich später herausstellt, ist sie in einem Umfeld aufgewachsen, in dem sie alles Fremde, hauptsächlich Polen, hasste. Sie hatte eine schwere Kindheit und die Jugendzeit mit falschen Freunden verbracht. Sie hat sich selbst aus diesem 'Sumpf' herausgeholt und arbeitet nun als Kommissarin beim BKA. Als es einen Todesfall an der polnischen Ostsee gibt, ein deutscher Tourist mit Beziehungen zur Regierung, wird sie nach Swinemünde geschickt und trifft dort auf Adam Krawczyk, einen polnischen Kommissar. Unter dessen Leitung soll der Todesfall, der sich schnell als Mordfall herausstellt, aufgeklärt werden. Lena Schuldt hat ihre Vergangenheit leider nicht abstreifen können, immer noch hat sie große Vorurteile gegen Polen und zeigt diese auch gegenüber ihren polnischen Kollegen. Außerdem hatte sie es auch nie für nötig befunden, polnisch zu lernen. Adam hingegen spricht sehr gutes Deutsch, ansonsten wäre keine Verständigung möglich gewesen. Allerdings wurmt diese Situation Lena gewaltig und sie merkt selbst oft genug, wie rassistisch sie immer noch ist. Und Adam lässt sie das seinerseits spüren. Dieses Szenario setzt sich durch die Handlung hindurch fort und nimmt viel Raum ein. Dadurch wird die Handlung aber spannend bis zum Schluss. Denn neun deutsche Urlauber in einer Ferienanlage, die auch nicht so recht mit der Sprache heraus wollen, einer von ihnen ermordet, ein zehnjähriges Mädchen verschwunden. Hat es sich verlaufen oder wurde es entführt? Während der Aufklärung gibt es weitere Tote, Lena begegnen Dämonen der Vergangenheit und beide Kommissare machen Fehler und werden oft in die Irre geleitet. Sympathisch sind mir die beiden bis zum Schluss nicht geworden. Aber menschlicher. Sie kommen beide aus einer Welt, die mir unbekannt ist und mit ihrer Vergangenheit leben müssen. Für mich wurde das Buch später zum Pageturner und ich werde den nächsten Band bestimmt lesen, um die Entwicklung dieses Teams zu beobachten.
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Spannender Reihenauftakt
Mareike K. - Bewertet am 09.08.2026
Zustand: Exzellent
Inhalt: Am Strand von Swinemünde wird ein Toter gefunden. Da es sich dabei um einen deutschen Touristen handelt, wird die deutsche Ermittlerin Lena Schulte an die polnische Ostseeküste geschickt, um ihre dortigen Kollegen um Kommissar Adam Krawczyk bei den Ermittlungen zu unterstützen. Was zunächst nach einem Badeunfall aussieht, entpuppt sich schon bald als Mord. Zudem ist die zehnjährige Luisa, die zusammen mit ihren Eltern zur gemeinsam verreisten Freundesgruppe des Toten gehört, spurlos verschwunden. Eine fieberhafte Suche beginnt - nach dem Mörder sowie nach Luisa. Meine Meinung: Als Fan der Heller-Krimis von Autor Frank Goldammer war ich sehr gespannt auf diesen Auftakt einer neuen Krimireihe. Das Setting an der Ostsee, im Grenzgebiet zwischen Polen und Deutschland, hat mir gut gefallen. Eine grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit bringt natürlich einige Herausforderungen wie unterschiedliche Vorschriften oder kulturelle Unterschiede mit sich, die im Buch authentisch dargestellt und gut in die Handlung eingebaut werden. Der Kriminalfall ist spannend und verzwickt. Die Ermittler bekommen es nicht nur mit Mord, sondern zusätzlich noch mit einer Entführung zu tun. Zudem scheint die Freundesgruppe, die gemeinsam mit dem Toten in Swinemünde urlaubt, nicht mit offenen Karten zu spielen. Nach und nach kommen immer mehr Geheimnisse und damit auch Motive ans Tageslicht und so bleibt es bis zum Ende spannend und wendungsreich. Die Protagonisten des Buches, die sehr unterschiedlichen Ermittler Lena Schulte und Adam Krawczyk, haben mir grundsätzlich gut gefallen, allerdings hatten sie für meinen Geschmack zu viele eigene Probleme und Päckchen, die sie mit sich herumtragen. Ich hätte sie zwischendurch gerne ab und zu geschüttelt und gebeten, sich mehr auf die Ermittlungen zu konzentrieren. An der einen oder anderen Stelle hätte dies auch sicherlich ganz gut getan, denn den beiden unterlaufen durchaus ein paar Ermittlungsfehler. Nichtsdestotrotz ist der Fall spannend und es macht Spaß, die beiden bei den Ermittlungen zu begleiten. Fazit: Spannender Reihenauftakt mit interessantem, authentischem Setting. Nur die vielen privaten Probleme und Traumata der beiden Protagonisten waren mir persönlich zu viel. Dennoch bin ich gespannt auf den nächsten Band der Reihe und werde sie definitiv weiter verfolgen.
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Vorurteile und Misstrauen
Ursula U. - Bewertet am 07.08.2026
Zustand: Exzellent
In Mistroy nahe Swinemünde an der polnischen Ostseeküste wird ein toter Mann entdeckt. Der Ermordete gehört zu einer Gruppe, die regelmäßig in einer Villa Urlaub machen. Darunter ist auch ein Mitarbeiter des deutschen Innenministeriums so dass das BKA Lena Schulte dem ermittelnden polnischen Kommissar Adam Krawczyk zur Seite stellt. Lena stammt aus einem Dorf nahe der Grenze, wuchs auf mit einem alkoholkranken Vater und Großeltern, denen sie nur eine Last war. Ihr Freundeskreis bestand aus Neonazis. Dieses Gedankengut hat sie immer noch nicht abgelegt, die misstraut den polnischen Behörden, zweifelt die Richtigkeit von Übersetzungen an und gerät immer wieder mit Adam aneinander, der seinerseits selbst Probleme mit sich herumträgt. Bei der Befragung der Urlaubergruppe deuten sich Ungereimtheiten und ein seltsames Verhalten an, besonders als sie hören, das die 10-jährige Luisa verschwunden ist und dies erst viele Stunden später entdeckt wurde. In dieser Gruppe scheint jeder etwas zu verschweigen. Die beiden Ermittler stolpern von einer Nachlässigkeit und einem Fehler in den nächsten, sie beleidigen sich gegenseitig und trauen dem anderen nichts zu. Leider ist das der Hauptbestandteil der Handlung, zusätzlich ist die Krimihandlung bis zur Auflösung des Falles recht unglaubwürdig. Frank Goldammer kenne ich als einen guten Autor, diesen Kriminalroman jedoch kann ich nicht empfehlen.
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Nicht zu Ende gelesen
Wencke M. - Bewertet am 10.06.2026
Zustand: Exzellent
Meine Bewertung bezieht sich nur auf den Inhalt des Buches. Die Qualität und das Angebot von Rebuy schätze ich sehr, das bitte hier nicht falsch verstehen. Das habe ich wirklich sehr, sehr selten, dass ich ein Buch nicht zu Ende lese und zur Seite lege, aber genau das ist mir hier passiert. Zuvor habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut: es ist ein Auftakt einer neuen Krimireihe - ich liebe Krimireihen, bei denen man die persönlichen Themen der Ermittler über viele Bände begleitet. Ich fand es auch super spannend, dass das eigentliche Geschehene in Polen erzählt. Das Titelbild ist superschön gestaltet und passt wunderbar zum Thema Bernstein. Bis Seite 146 bin ich gekommen. Es ging gefühlt überhaupt nicht voran. Zum Toten am Strand gibt es bis jetzt keine wirklichen Neuigkeiten und auch zum Verschwinden der 10-jährigen Luisa dreht sich gefühlt alles im Kreis. Ich habe bis hierhin sehr viel gelesen, dass Lena eine schwierige Vergangenheit hatte, aber das was sie erlebt hat, kommt in ganz kleinen Stücken rüber. Immer wenn ich mich auf eine spannende Lesezeit gefreut habe, habe ich gefühlt immer wieder gelesen, dass es bei der Suche nach Luisa nicht weitergeht und dass Lena ein Trauma aus der Vergangenheit mit sich herumträgt.... ... so mag ich hier nicht weiterlesen. Es tut mir sehr leid, dass ich das hier so schreiben muss, weil es im Vorfeld doch so vielversprechend war.
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Zwischen Ostsee, Bernstein & Vorurteilen
Mirjan S. - Bewertet am 07.06.2026
Zustand: Exzellent
Ein Toter am Strand von Swinemünde, ein Bernstein in seinem Mund und ein deutsch-polnisches Ermittlerduo, das einen Fall lösen muss, der immer größere Kreise zieht: "Strandopfer – Die Grenzfall Ostsee-Reihe, Band 1" von Frank Goldammer erschien im Mai 2026 als Hörbuch bei Argon. Gelesen wird der Krimi von Oliver Siebeck. Für mich war dies die erste Begegnung mit Frank Goldammer. Der Klappentext hatte mich sofort neugierig gemacht: Ein grenzüberschreitender Fall zwischen Deutschland und Polen, unterschiedliche Polizeisysteme, kulturelle Unterschiede und dazu eine düstere Ostseeatmosphäre: das klang nach einer spannenden Mischung, die sich angenehm von klassischen Regionalkrimis abheben könnte. Leider hat sich diese Erwartung für mich nicht erfüllt. Dabei beginnt die Geschichte durchaus vielversprechend. Ein vermeintlicher Badeunfall entwickelt sich schnell zu einem komplexeren Fall, als ein vermisstes Mädchen und weitere Todesfälle ins Spiel kommen. Trotzdem wollte bei mir über weite Strecken keine echte Spannung aufkommen. Die Handlung plätscherte eher vor sich hin, statt mich mitzureißen, und selbst gegen Ende fehlte mir das Gefühl eines konsequent aufgebauten Spannungsbogens. Hinzu kommt, dass für mich einige Fragen offenblieben. Gerade die Auflösung wirkte auf mich stellenweise konstruiert. Besonders schwergetan habe ich mich mit der Darstellung der Ermittlerin Lena Schulte. Sie wirkte auf mich häufig erstaunlich naiv, was mich immer wieder aus der Geschichte herausgerissen hat. Natürlich müssen Figuren nicht perfekt sein, aber hier hatte ich auffällig oft das gefühl, dass sie unnatürlich naiv daherkommt. Ein weiterer Punkt, der mich gestört hat, war der Umgang mit Klischees und Vorurteilen. Zwar hatte ich den Eindruck, dass der Roman versucht, diese aufzubrechen und kritisch zu hinterfragen. Für mich ist es jedoch beim Versuch geblieben. Gerade wenn man sich entscheidet, so ein Thema auf den Tisch zu bringen, hätte ich mir noch mehr Sensibilität und Differenzierung gewünscht. Schade fand ich außerdem, dass der Aspekt der grenzüberschreitenden Polizeiarbeit letztlich weniger Raum einnimmt, als ich erwartet hatte. Long story short: Die deutsche Polizei hat in Polen nichts zu melden. Genau dieser Blick auf unterschiedliche Ermittlungsansätze und Strukturen war für mich einer der interessantesten Gründe, zum Hörbuch zu greifen. Was mich dagegen wirklich überzeugen konnte, war Oliver Siebeck als Sprecher. Er verleiht den Figuren individuelle Stimmen, liest lebendig und sorgt dafür, dass man der Geschichte trotz ihrer Schwächen gerne zuhört. Ohne ihn hätte ich vermutlich abgebrochen. Fazit "Strandopfer" hatte für mich eine starke Ausgangsidee und einen tollen Sprecher, konnte die daraus entstehenden Erwartungen für mich aber leider nicht erfüllen. Die fehlende Spannung, einige offene Fragen und die aus meiner Sicht problematische Darstellung mancher Klischees haben mir den Hörgenuss schwer gemacht. Vielen Dank an NetGalley Deutschland und Argon Hörbuch für das Hörbuch-Rezensionsexemplar!
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