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Paleozäne Foraminiferen von den Emperor Seamounts, NW-Pazifik (DSDP Leg 55)

(Broschiert, Englisch, Deutsch)

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Beschreibung
HAGN, Herbert & Winfried KUHN: Paleozäne Foraminiferen von den Emperor Seamounts, NW-Pazifik (DSDP Leg 55) S. 5-24 Die Foraminiferenfauna der Bohrungen 430 A und 433 A-C (DSDP Leg 55) werden mit Hilfe planktonischer Faunenelemente (Globigerina, Acarinina, Planorotalites und Morozovella) in das oberste Paleozän (Morozovella velascoensis-Zone) bzw. in das obere Mittelpaleozän (»Globorotalia« pusilla pusilla-Zone) eingestuft. Das Benthos setzt sich aus verhältnismäßig wenigen Gattungen und Arten zusammen, deren Individuenzahl meist außerordentlich hoch ist. Es werden 9 neue Arten sowie 8 weitere Spezies, teilweise in offener Nomenklatur, beschrieben. Die große Zahl neuer Arten wird durch Endemismus erklärt. Die paleozänen Ablagerungen der Bohrung 430 A (Öjin Seamount) lassen in ihrem jüngeren Abschnitt einen hypersalinaren Faziescharakter erkennen. Die 110 m mächtigen Sedimente der Bohrungen 433 A-C (Suiko Seamount) sind hingegen durch eine gleichbleibende, annähernd normalsalinare Ausbildung gekennzeichnet. Der Schichtbestand beider Seamounts weist daher Unterschiede im Alter und in der faziellen Entwicklung auf. Die beiden Seamounts sind Teile einer submarinen Kette vulkanischer Inseln, die heute längst im Meer versunken sind. Ihr Alter nimmt von Nord nach Süd kontinuierlich ab. Daraus kann auf eine Nordbewegung der Pazifischen Platte geschlossen werden. Im tieferen Alttertiär wurden die erloschenen, über den Meeresspiegel ragenden Vulkane eingeebnet und von sessilen Organismen besiedelt. In den Lagunen der auf diese Weise entstandenen Atolle konnte sich ein reiches Leben entfalten. LEISS, Otto: New interpretations of geodynamics and orogeny as a result of synorogenic cretaceous deposits within the Northern Calcareous Alps S. 25-40 Die Beckenanalyse von Gosauvorkommen zeigt für die tiefere Gosau (Coniac-Unt.-Santon), daß Sedimentation und Biofazies vom vorgegebenen geomorphologischen Relief abhängen. Dieses erhält seine Prägung durch geodynamische orogenetische Prozesse im Untergrund, deren Motor die Subduktion penninischer Anteile ist. Fazielle Studien ergeben eine frühe Anlage von intraplate-Trögen, die zunächst den alluvialen Schutt von antiklinalen Erhebungen aufnehmen, bevor sich flachmarine Bedingungen einstellen. Durch sedimentologische und biofazielle Analysen ergibt sich eine Beckengeometrie von asymmetrischer Gestalt mit weiten flachen Nordschenkeln und steilen kurzen Südschenkeln. Dabei repräsentieren diese Becken den Muldenbereich von Flexuren. Die Anlage von Flexuren ist die Konsequenz der durch subduktive Vorgänge hervorgerufenen Raumverengung, wobei der Muldenbereich als Depotraum für synorogene Sedimente zur Verfügung steht. Diese Sedimente reagieren rasch auf Veränderungen der Liefergebiete und der Beckenmorphologie und verkörpern Zeugen jener orogenetischen Prozesse und Bewegungen, die sich bis an die Oberfläche der austroalpinen Krustenscholle durchpausen und damit das Sedimentationsgeschehen kontrollieren. Für manche Kreidevorkommen konnte somit eine direkte Beteiligung am Ausformungsprozeß von höchsten kalkalpinen Decken gezeigt werden, da sich auf Grund der Beckenanalyse die Entwicklung dieser Tröge dechiffrieren läßt. Die orogene Kompression führt zu Subsidenz und Versteilung der Beckenschultern, so daß die für intraplate-Tröge typischen Olisthostrome gebildet werden, die mit ihren teils riesigen Olistholithen tektonische Prozesse wie Abscherungen des Untergrundes markieren. Bruchdeformation und Abscherung bilden sich im Deformationsmaximum aus, so daß sich entlang fistrischen Bewegungsflächen eine Deckenstapelung vollzieht. In Anlehnung an BLUMER's Modell der Deckengenese durch Überfaltung (BLUMER 1905) wird hier unter besonderer Berücksichtigung der Unterströmungstheorie von AMPFERER (1906) und AMPFERER & HAMMER (1911) eine Deckenbildung durch »Untermuldung« vorgeschlagen. JACOBSHAGEN (1986) beschrieb in den Helleniden die synorogenen sedimentären Prozesse in Abhängigkeit von der jeweiligen tektonischen Einheit. Die gleiche Art der Sedimentation mit einem Systempaar eines finalen Flyschs auf der tieferen tektonischen Einheit und einem Molassestadium auf der höheren tektonischen Einheit konnte in den Nördlichen Kalkalpen erkannt werden. Hier beendet der finale Flysch (d.h. synorogene Olisthostrome - z.B. Roßfeldschichten) die kontinuierliche Sedimentation auf der tieferen tektonischen Einheit, wohingegen nach einem Hiatus ein neuer Sedimentationszyklus mit der molasseähnlichen basalen Gosau im Coniac auf der höheren tektonischen Einheit einsetzt. MOUSSAVIAN, Esmail: Taxonomische Untersuchungen an »Amphiroa« propria LEMOINE (Corallinaceae/Rhodophyta; Maastricht-Thanet) S. 41-54 »Amphiroa« propria wurde von LEMOINE (1934) aus dem Paleozän der Westkarpaten aufgestellt. Es handelt sich um eine aufrecht wachsende, ästige Art, deren Thallus in ein Medullargewebe und ein Kortikalgewebe differenziert ist. LEMOINE begründet die generische Zuordnung mit den unterschiedlich hohen, koaxialen Zellreihen der Medulla. Die taxonomischen Untersuchungen an zahlreichen Exemplaren dieser Art aus dem Zeitbereich Maastricht-Thanet der Ostalpen brachten folgende Ergebnisse: Der sich dichotom teilende Thallus dieser Art weist keinerlei Anzeichen für dekalzifizierte Gelenke sondern eine eigenartige, zentrifugale Dekalzifikation des zentralen Teiles der Medulla auf. Das Medullargewebe zeigt nur gelegentlich unterschiedlich hohe Zellreihen. Die quergeteilten, kortikalen Tetrasporangien sind stets von dicken Kalkhüllen umgeben und in kleinen sphärischen, im allgemeinen in Zonen auftretenden Sori eingeschlossen, die teilweise miteinander verschmolzen sind. Die Amphiroa-Arten hingegen entwickeln entkalkte Gelenke (Genicula), ihre Glieder (Intergenicula) zeigen eine regelmäßige Alternierung unterschiedlich hoher Zellreihen und ihre Sporangien sind in einporigen Konzeptakeln angeordnet. Die morphologischen und besonders die sporangialen Merkmale gestatten es nicht, die Art propria der Gattung Amphiroa oder anderen bekannten Gattungen zuzuordnen. Diese Corallinacee repräsentiert daher ein neues Genus, das als Pseudoamphiroa n. gen. bezeichnet wird. Die stratigraphische Reichweite von Pseudoamphiroa propria (LEMOINE) n. comb. scheint auf den Zeitraum Maastricht-unterstes Ilerd beschränkt zu sein. Diese heute ausgestorbene Art lebte in den tropischen bis subtropischen Gewässern unter den gleichen Lebensbedingungen wie die artikulaten Corallinaceen. ABUSCH, Susanne: Bemerkungen zu den Anoplotherien der Pariser Gipse S. 55-78 Eine Überprüfung der Anoplotherien-Reste der Pariser Gipse erbrachte die Bestätigung der CUVIERschen Klassifizierung in zwei Formen: das großwüchsige didactyle Anoplotherium commune sowie das kleinere (tridactyle) Diplobune secundaria; eine tridactyle AnoplotheriumArt kann in der Montmartre-Fauna derzeit nicht nachgewiesen werden. Größenunterschiede innerhalb der Gattung Anoplotherium werden als Sexualdimorphismus und als in vergleichbaren Rezentpopulationen auftretende Wuchsform-Varietäten interpretiert, wobei ferner die in Fossilvergesellschaftungen, z.T. ökologisch begründeten zahlreichen Generationenfolgen zum Tragen kommen. Weiterhin lassen funktionsmorphologische und metrische Betrachtungen die Deutung zu, daß das im Autopodium-Bau hochspezialisierte Anoplotherium commune einen Trend zu besserer Fortbewegung aufweist, obgleich es, im Habitus dem Tapir ähnlich, in die Gruppe der mediportalen Tierformen einzureihen ist. SEYED-EMAMI, Kazem, Gerhard SCHAIRER & Mansour ALAVI-NAÏNI: Ammoniten aus der unteren Dalichai-Formation (Unterbathon) östlich von Semnan (SE-Alborz, Iran) S. 79-95 Aus der Dalichai-Formation nördlich von Gardaneh-Ahovan (ca. 60 km E Semnan, SE-Alborz, Iran) werden zum ersten Mal eine Anzahl von Ammoniten des unteren Bathons, zigzag-Zone, beschrieben. Die Fauna umfaßt 16 Gattungen mit 31 Arten, darunter die neue Gattung Pseudodimorphinites SEYED-EMAMI mit zwei neuen Arten P. komsi SEYED-EMAMI und P. foersteri SEYED-EMAMI. Die Ammonitenfauna zeigt enge Beziehungen zu Mittel- und Nordwesteuropa. SCHAIRER, Gerhard: Die Cephalopodenfauna der Schwammkalke von Biburg (Oberoxford, Südliche Frankenalb): Idoceratinae (Ammonitina) S. 97-138 Aus dem Bereich eines kleinen Schwammstotzens im Oberoxford (Weißer Jura Beta, planula-Zone) von Biburg, Gemeinde Markt Nennslingen bei Weißenburg/Bayern werden Idoceras (Subnebrodites) planula (HEHL), I. (S.) laxevolutum (FONTANNES) sensu ZIEGLER, I. (S.) aff. laxevolutum (FONTANNES), I. (S.) minutum DIETERICH, I. (S.) schroederi WEGELE, I. (S.) proteron NITZOPOULOS, ?Nebrodites sp. und Orthosphinctes (Praeataxioceras) sp. beschrieben. Die Variabilität der Idoceras-Arten, ihre Verteilung im Profil und ihr Bewuchs werden dargestellt. Es wird versucht, die stratigraphische Lage des Profils von Biburg einzuengen.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.01.1989
Sprache
Englisch, Deutsch
EAN
9783923871346
Herausgeber
Pfeil, F
Serien- oder Bandtitel
Münchner Geowissenschaftliche Abhandlungen
Sonderedition
Nein
Seitenanzahl
140
Auflage
1
Einbandart
Broschiert
Einbandart Details
A4
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