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Unerwünschte Töchter

Miriam Carbe (Gebundene Ausgabe, Deutsch)

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  • Gut als Geschenk geeignet
Beschreibung
Vier Frauen, ein deutsches Jahrhundert und die Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben: Miriam Carbes großer, mitreißender Familienroman Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit. Sie stammen aus dem Bildungsbürgertum Dresdens, die Männer und Väter fallen in den Weltkriegen. Zum schlimmsten Zerwürfnis kommt es…  nach der Übersiedlung in den Westen, als die hochintelligente, labile Enkelin Monika in den Sechzigerjahren gegen alle Widerstände ein uneheliches schwarzes Kind zur Welt bringen will. Die Autorin selbst ist dieses Kind. Menschlich, eindringlich und mitreißend macht Miriam Carbe ein ganzes Jahrhundert erlebbar. Wer dieses Buch liest, begegnet sich selbst und den eigenen Familiengeschichten. Episch und epochal – ein Meisterwerk.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
28.05.2026
Sprache
Deutsch
EAN
9783446287426
Herausgeber
Hanser, Carl
Sonderedition
Nein
Autor
Miriam Carbe
Seitenanzahl
576
Auflage
3
Einbandart
Gebundene Ausgabe
Einbandart Details
Pappband

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Hersteller: Carl Hanser Verlag, Vilshofener Straße 10, München, Deutschland, info@hanser.de, Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG

4.0
Aus 2 Bewertungen zu Unerwünschte Töchter
Aus 2 Bewertungen zu Unerwünschte Töchter
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Wenn eine Familie über vier Generationen mit sich selbst rin
D J. - Bewertet am 28.08.2026
Zustand: Exzellent
Miriam Carbes Debütroman ist eines dieser Bücher, bei denen man nach der Lektüre erstmal kurz durchatmen muss nicht, weil es anstrengend geschrieben wäre, sondern weil so viel drinsteckt, dass man Zeit braucht, es sacken zu lassen. Worum geht’s: Vier Frauen, vier Generationen, ein Jahrhundert…  Deutschland: Margarethe, Marianne, Monika und Miriam. Die Geschichte beginnt im großbürgerlichen Dresden am Anfang des 20. Jahrhunderts und führt bis in die Gegenwart. Carbe erzählt nicht bloß eine erfundene Familiensaga, sondern stützt sich auf echte Tagebücher ihrer Mutter und Großmutter, die älteren reichen bis 1908 zurück. Das Buch trägt also autobiografische Züge. Miriam ist selbst die titelgebende „unerwünschte Tochter”, geboren in den Sechzigern als uneheliches, schwarzes Kind einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Austauschstudenten. Zu jener Zeit ein handfester Skandal, und genau diesem Skandal spürt sie nach, indem sie erst mal drei Generationen vor sich selbst betrachtet. Was mich daran begeistert hat: Es ist kein Buch, das seine Frauenfiguren zu strahlenden Heldinnen verklärt. Sie kämpfen, halten zusammen, verletzen sich gegenseitig, scheitern an Erwartungen und Umständen und genau das macht sie glaubwürdig statt kitschig. Besonders die Mutter Monika, die in den Sechzigern gegen alle Widerstände ihr Kind bekommen will. Carbe moralisiert dabei nicht, sie urteilt nicht nachträglich über ihre Vorfahrinnen, die den Nazis wenig entgegensetzten. Sie versucht eher zu verstehen, unter welchen Zwängen diese Frauen lebten. Wer generationenübergreifende Familiengeschichten mag, die sich nicht scheuen, auch die unschönen, verdrängten Kapitel deutscher Geschichte: Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit mitzuerzählen, ist hier einfach toll gemacht.
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Distanziert
Heike R. - Bewertet am 01.07.2026
Zustand: Exzellent
Dieses Buch habe ich gehört anstatt es zu lesen, das war wahrscheinlich nicht die schlaueste Entscheidung. Dieser Roman von Miriam Carbe umspannt vier Generationen und um die hundert Jahre deutscher Geschichte. Durch Tagebücher hat die Autorin ihre Familiengeschichte rekonstruiert und zu einem…  Roman verarbeitet. Es wechseln Tagebucheinträge mit Geschichten aus dem Leben der vier Frauen, es fiel mir mitunter schwer, beim Hören nicht den Überblick zu verlieren, wer wer ist und wer gerade an der Reihe ist. Mein Blick auf die Geschichte bleibt sehr distanziert, emotional erreichen kann mich die Geschichte nicht. Ebenso interessant wie erschreckend fand ich die rassistischen Ansichten, die innerhalb von Familie und Gesellschaftlich völlig normal und verbreitet waren. Ein sehr nüchternes Buch, das mich nicht richtig überzeugen konnte.
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