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Ein unerhörter Wunsch

Ann Packer (Gebundene Ausgabe, Deutsch)

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Beschreibung
Ann Packer, die große Vermesserin des menschlichen Herzens, »schreibt mit Mut, Humor und Weisheit über die Zumutung unserer Endlichkeit« (J. Courtney Sullivan) und über das letzte überraschende Kapitel einer Ehe. Dass dieser Moment kommen würde, wussten sie beide: Claires Erkrankung geht in die Phase der letzten Monate und Wochen. Fast vierzig Jahre lang haben sie eine gute Ehe geführt, zwei Kinder großgezogen und die Herausforderungen des Lebens gemeinsam bewältigt – die sprühende Claire und Eliot, stets etwas in ihrem Schatten, aber bedingungslos an ihrer Seite. Vielleicht waren sie sich nie so nah wie jetzt. Da konfrontiert ihn Claire mit einem Wunsch, der ihn komplett aus der Bahn wirft: Nicht ihn will sie um sich haben in der Zeit, die ihr bleibt, sondern ihre besten Freundinnen Holly und Michelle. Ein mit meisterhafter Leichtigkeit erzählter, einfühlsamer Roman über die wahren Zumutungen der Liebe, über Verletzung und Großherzigkeit und die Unberechenbarkeit der letzten Dinge.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
21.07.2026
Sprache
Deutsch
Originalsprache
Englisch
EAN
9783446287198
Herausgeber
Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Titel in Originalsprache
Some Bright Nowhere
Sonderedition
Nein
Autor
Ann Packer
Seitenanzahl
304
Auflage
1

Transparenz & Sicherheit

Hersteller: Hanser Berlin, Vilshofener Straße 10, München, Deutschland, info@hanser.de, Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG

4.0
Aus 2 Bewertungen zu Ein unerhörter Wunsch
Aus 2 Bewertungen zu Ein unerhörter Wunsch
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Todeswellness als Ausweg
Jenny V. - Bewertet am 21.07.2026
Zustand: Exzellent
„Holly und Michelle hatten ihn beraubt, nicht seiner Frau beraubt, sondern seines Rechts, mit ihr zusammen zu sein.“ Inhalt Nach neun Jahren schwerer Krankheit, verabschiedet sich Claire aus der Behandlung ihres Onkologen, weil es keine Aussicht mehr auf irgendeine Form von Heilung gibt. Stattdessen begibt sie sich in die häusliche Obhut ihres Mannes gepaart mit der Unterstützung eines Palliativteams. Die Hospizphase beginnt, eine Zeit, die in der Regel nicht länger als ein halbes Jahr Restlebenszeit umfasst. Doch sie ist mit der Entwicklung nicht zufrieden, möchte für sich selbst etwas anderes und bittet ihren Mann darum auszuziehen. Die letzten Wochen auf Erden möchte sie mit ihren Freundinnen Holly und Michelle verbringen. Eliot kann es nicht glauben, führten sie doch ein vorbildliches Eheleben und konnten sich immer aufeinander verlassen. Doch er möchte ihr diesen „letzten“ Willen nicht abschlagen und zieht sich zurück. Für ihn beginnt eine schwere Phase, die schwerste überhaupt – stellt ihre Bitte doch nichts anderes in den Raum, als die Erkenntnis, dass seine Frau ohne ihn glücklicher sein könnte. Meinung Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, die intensive Leseprobe, die gewählte Thematik, die klar umrissene Struktur – dieser Roman hatte das Potential zum Lieblingsbuch und lässt mich nun leider etwas enttäuscht zurück. Der sprachliche Teil und der Aufbau des Buches konnten mich überzeugen, bei der Geschichte selbst wurde es schon etwas dünner, weil sie schnell stagniert und nicht mehr vom Fleck kommt. Die größten Probleme hatte ich jedoch mit der einseitigen Erzählstimme und dem inhaltlichen Schwerpunkt. Dadurch das Eliot, der Ehemann in die Rolle des Erzählers schlüpft, bekommt der Leser fast ausschließlich seine Sicht der Dinge präsentiert. Und hier ist ganz klar: er gibt alles für sie und genügt ihren Ansprüchen dennoch nicht. Die Verzweiflung und Enttäuschung ist erlebbar und gut dargestellt, doch es fehlt der Kerngedanke und die Auseinandersetzung mit dem Sterbeprozess aus Sicht der todkranken Claire. Mein Verständnis für diese Art von Abschiednehmen schwand auf jeder Seite mehr. Gleichzeitig blieb die erhoffte Emotionalität die dem Thema innewohnt und mich immer wieder zu Büchern über das Sterben und den Abschied greifen lässt, weit hinter meinen Ansprüchen zurück. Es gab hier tatsächlich nicht eine einzige Stelle, bei der ich hätte weinen können – stattdessen wuchs meine Wut auf den Umgang des Ehepaares miteinander. Zwischendrin Banalitäten, statt Lebensklugheit – es wird lieber einsam gekocht, als zweisam entschieden. Fazit Rein strukturell und unter schriftstellerischen Aspekten betrachtet, ist dies ein solider, gut lesbarer Roman mit der richtigen Stärke und einer klaren Struktur. Aber ich bin hier nicht die passende Leserin, denn die geschilderten Umstände haben mich in keiner Weise traurig gestimmt, auch nicht anteilnehmend, sondern nach und nach wütend-frustriert zurückgelassen. Deshalb werden es hier nur 3 Lesesterne und ein schulterzuckendes „schade drum“ meinerseits. Vielleicht sollte man hier mit einer anderen Erwartungshaltung starten und wenn möglich auch keine neuen Einsichten erhoffen. Claire schafft fast die vorgegebene Zeit von einem halben Jahr, laut ihren Kindern wollte sie im Leben lieber Wogen glätten als Wellen zu schlagen – umso unverständlicher wirkt auf mich ihre Abkehr von ihrem Seelengefährten, insbesondere weil sie auch in ihrem Alternativentwurf nicht das zu finden scheint, was sie sich erhofft haben könnte.
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Claires letzter Wunsch
marian l. - Bewertet am 15.06.2026
Zustand: Exzellent
Das Cover passt sehr gut zum Buch. Zwei Frauen am Strand, die eine dritte beobachten. Holly und Michelle, die mit Claire noch ein letztes Mal am Meer sind. Claire und Eliot sind seit 40 Jahren verheiratet, Claire hat seit 9 Jahren Krebs und jetzt ist klar - sie wird sterben. Die Behandlung wird beendet und Claire schockt Eliot mit dem Wunsch, die letzten Monate nicht mit ihm, sondern mit ihren Freundinnen verbringen zu wollen. Ihre Freundin Susan wurde von ihren Freundinnen bis zum Schluss begleitet und das möchte Claire auch. Aus Liebe zu Claire und um ihren letzten Wunsch zu respektieren, zieht Eliot in Hollys Haus und Holly und Michelle zu Claire. Eliot ist zutiefst verletzt und nennt es Sterbewellness. Es wird überwiegend aus Eliots Sicht geschrieben. Welche Erinnerungen er an ihr gemeinsames Leben hat, was er empfindet, wenn er Claire besucht, wie er sich als Eindringlich fühlt. Wird er diese Entscheidung bereuen?
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