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★★★★★
☆☆☆☆☆
Literarisch metaphorischer Meistertext
Kristin G. - Bewertet am 30.11.2025
Zustand: Exzellent
Lázár ist ein schriftliches Meisterwerk, es zeigt wozu man Sprache nutzen kann, wie vielfältig, wortgewaltig und bildhaft sie sein kann. Der Text fließt, trotz seiner Komplexität, einfach dahin, wie die Geschichte die darin erzählt wird.
Eine Geschichte über die Familie (von) Lázár oder zumindest… ein Bruchstück dessen und zwar das Bruchstück ab der Geburt von Lajos. Eine Geschichte über eine Adelsfamilie in den Wirren und Unruhen des 20. Jahrhunderts. Eine Geschichte über Verlust, unerwiderter Liebe, Flucht, Identitätsfindung, Aushalten. Eine Geschichte über die Gegenwart und wie diese doch immer ein Stück weit von der Vergangenheit geprägt bleibt. Aber auch eine Geschichte über Generationenwechsel. Eine Geschichte die zeigt wie viel man besitzen kann, verlieren kann und das Leben doch voranschreitet, dass das Leben mit dem Verlust nicht endet, nur wenn man es gedanklich enden lässt.
Wäre der Inhalt dieses Buches von jemand anderen verfasst wurden, hätte ich es wohl nicht bis zu Ende gelesen. „Lázár“ lebt von dem Text den Biedermann erschaffen hat und eben diesen Text kann ich nur weiterempfehlen und hoffe, dass dieser mindestens so lange von Generationen gelesen wird, wie sie im Buch beschrieben werden, das der Text Generationen überdauert und Generationen begeistert.
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☆☆☆☆☆
Ungarische Adelsfamilie Lazar in Wirren und Veränderungen
Verena S. - Bewertet am 05.09.2025
Zustand: Exzellent
Mit der Geburt von Lajos von Lazar am 06.01.1900 beginnt ein neues Zeitalter und dieser wunderbar poetische Roman begleitet die Familie in den nächsten ca. 55 Jahren, bis Lajos’ Kinder in die Schweiz emigrieren. Die zunächst märchenhaften und mystischen Elemente verschwinden im Lauf des Romans zu… Gunsten von Politik, Verfolgung und Veränderungen. Dabei wird vor allem die Enteignung der Adelsfamilien und die Rolle Ungarns im zweiten Weltkrieg beleuchtet, Lajos selbst ist an der Deportation von Juden beteiligt und dies wird ihn bis an sein Lebensende verfolgen.
Für mich war die erste Hälfte des Romans die deutlich stärkere, denn das Verweben von Handlung und Mystik in feiner poetischer Sprache ist durchaus eine Stärke des Buches. Zum Ende hin habe ich zwischen den Episoden manchmal den Zusammenhang verloren. Alles in Allem aber ein sehr erstaunlicher Roman dieses 22-jährigen Autors aus ungarischem Adel.