Autorenporträt
Arwed Messmer (*1964 in Schopfheim) studierte Fotografie an der Fachhochschule in Dortmund. Nach einer frühen Serie von Panoramaaufnahmen über ostdeutsche Landschaften zu Beginn der 1990er Jahre, setzte sich Messmer in seiner weiteren künstlerischen Arbeit vor allem mit der Topografie der modernen Städte auseinander. Seither widmet er sich auch immer wieder der Umgestaltung Berlins, wo er seit 1992 lebt. Sein dokumentarisch geprägtes Augenmerk gilt dabei nicht nur den sichtbaren Metamorphosen der Architektur, sondern auch der historischen Dimension dieser Orte, die sich wie ein Filter vor die Wahrnehmung der heutigen Wirklichkeit schiebt, wie dies etwa in der mehrteiligen Arbeit Potsdamer Platz Anno Zero, 1994/95 und der Serie Stadt/City 1994–1998 zum Ausdruck kommt.
Bei der Recherchen nach historischem Bildmaterial für das vorliegende Buch stieß Arwed Messmer 2006 in der Berlinischen Galerie auf die Bilder des Magistratsfotografen Fritz Tiedemann und somit auf den Großteil der historischen Fotografien in Anonyme Mitte – Berlin, die in unterschiedlicher Intensität bearbeitet sind.
Im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie 2008 zeigte er, in Zusammenarbeit mit der Berlinischen Galerie, großformatige, digital rekonstruierte und interpretierte panoramatische Stadtlandschaften aus den frühen 1950er Jahren, die dem reichen Bildkonvolut Fritz Tiedemanns entstammen. Zu dieser Ausstellung So weit kein Auge reicht von Tiedemann/Messmer erschien ein Katalog im Dumont Verlag, Köln.
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Annett Gröschner (*1964 in Magdeburg), Schriftstellerin und Journalistin, lebt seit 1983 in Berlin und beschäftigt sich seit vielen Jahren auf vielfältigste Weise mit dieser Stadt. Zuletzt erschien Parzelle Paradies. Berliner Geschichten, Hamburg 2008. Seit 1992 arbeitet sie mit Arwed Messmer an gemeinsamen Projekten, u. a. erschienen die Buchpublikationen Hier beginnt die Zukunft, hier steigen wir aus. Unterwegs in der Berliner Verkehrsgesellschaft, Berlin 2002, Kontrakt 903. Erinnerung an eine strahlende Zukunft, Berlin 2003 und Verlorene Wege, Nürnberg 2009. Für den Katalog zur Ausstellung So weit kein Auge reicht von Tiedemann/Messmer in der Berlinischen Galerie 2008 schrieb sie den Essay: Heute Prima rote Rüben. Die Fruchtstraße am 27. März 1952.
www.annettgroeschner.de
Florian Ebner (*1970 in Regensburg), absolvierte ein Studium der Fotografie an der École Nationale Supérieure de la Photographie in Arles sowie der Kunstgeschichte und Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Von 2000 bis 2006 lehrte er als künstlerischer Assistent an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Im Anschluss arbeitete er als Assistant Curator für das Ausstellungsprojekt Street & Studio am Museum Folkwang. Von April 2008 bis Januar 2009 leitete er kommissarisch die Fotografische Sammlung der Berlinischen Galerie, dort kuratierte er mit Arwed Messmer und Ursula Müller die Ausstellung So weit kein Auge reicht; seit Februar 2009 ist er am Museum für Photographie Braunschweig. Zahlreiche Publikationen zur Fotografie der Moderne und der Gegenwart.
Schlagwörter
Stadtansichten, Stadtschloss, Berlin, Tiedemann, Fritz, Messmer, Arwed, Fotografie, Berlin