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Ein ganz normales Wunder

Woody Brown (Gebundene Ausgabe, Deutsch)

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  • Bestens als Geschenk geeignet
Beschreibung
Woody Brown schrieb Geschichte als erster nicht-sprechender autistischer Absolvent der University of California. Sein Roman ist ein literarisches Ereignis. Und ein großes Geschenk. In einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung begegnen sich Schicksale, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist Carlos, der Pfleger mit dem unerschütterlichen Optimismus, und der junge Tom, der sich wortlos…  nach einer Liebe verzehrt, die unerreichbar scheint. Und da ist Walter, der nach einem schweren Schicksalsschlag versucht, die Scherben seines Lebens wieder zusammenzusetzen. In der flirrenden Hitze Kaliforniens entfaltet sich eine Geschichte über die unsichtbaren Bande zwischen uns. Woody Brown schreibt mit einer solch feinsinnigen Beobachtungsgabe und einer Prise trockenem Humor über das Menschsein, dass man sich beim Lesen nicht nur in die Charaktere verliebt, sondern auch in das Leben selbst.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
03.09.2026
Sprache
Deutsch
Originalsprache
Englisch
EAN
9783462016482
Herausgeber
Kiepenheuer & Witsch
Titel in Originalsprache
Upward Bound
Sonderedition
Nein
Autor
Woody Brown
Seitenanzahl
224
Auflage
1

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Hersteller: Kiepenheuer & Witsch GmbH, Bahnhofsvorplatz 1, Köln, Deutschland, produktsicherheit@kiwi-verlag.de, Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG

3.5
Aus 2 Bewertungen zu Ein ganz normales Wunder
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Eine Geschichte, die mich berührt hat - aber was ist mit der
Vanessa B. - Bewertet am 28.09.2026
Zustand: Exzellent
Ich bin ganz begeistert in die Geschichte gestartet und das hielt auch bis zum letzten Drittel an. Dann habe ich von den Zweifeln an der Autorenschaft bzw. an Facilitated Communication gehört und kann nun nicht mehr so gut bewerten wie eigentlich geplant. Am Ende werden wir vielleicht nie erfahren,…  ob Woody Browns Mutter wirklich die getippten Buchstaben „übersetzt“ oder ob sie vielmehr frei interpretiert und damit eher die Autorin der Geschichte ist. Jede*r sollte sich selbst ein Bild machen, mir fällt es jedoch schwer, das noch so einfach zu glauben, nachdem ich die Videoaufnahmen der beiden gesehen habe: https://www.youtube.com/watch?v=wwofBlN9PDs&t=500s Wenn ich das einmal beiseitelasse, ist die Geschichte wirklich gut! Sie ist leichtfüßig geschrieben, greift verschiedene Menschen - behinderte und nicht-behinderte - auf und führt sie zusammen. Manche Figuren haben mich total berührt und mir eine wirklich bereichernde Sicht gegeben. Denn natürlich bin auch ich ableistisch sozialisiert und gerade Toms Geschichte hat mich damit ordentlich konfrontiert. Das ist etwas, das Literatur schaffen sollte! Die kürzeren Kapitel, bei denen auch nicht immer klar ist, aus wessen Perspektive sie geschrieben sind, konnten mich weniger erreichen und mit dem Ende habe ich auch nicht gerechnet. Ich bin einerseits dankbar für die ernsten Themen, wie etwa Polizeigewalt gegenüber BIPoC sowie Menschen in psychischen Notlagen, hatte aber im Endeffekt doch auch den Eindruck, dass ihre Einbindung eher Virtue Signalling war als ehrliche politische Positionierung. Dafür wurden mir die Dinge auch etwas zu unempathisch und abrupt abgehandelt. Am Ende steht und fällt meine Bewertung damit, ob ich glaube, dass Woody die Geschichte mit Hilfe seiner Mutter selbst verfasst hat. Dieser Glaube fällt mir bei der Beweislage schwer und dann hat das Ganze für mich einen faden Beigeschmack - die Mutter gleicht nämlich schon fast einer Heldin des Buches. Auch kann ich den deutschen Titel nicht nachvollziehen. Er gibt mir einen „inspirierenden“ Vibe und das muss ich bei Geschichten von und mit behinderten Menschen wirklich nicht mehr haben. Obwohl ich das Werk sprachlich überwiegend mochte und ihm bei sicherer Own-Voices-Autorenschaft wohl auch volle 5 Sterne gegeben hätte, kann ich das bei all den Zweifeln nicht mehr. Wenn eine nicht-behinderte Person so intim über die Realität behinderter Menschen schreibt, empfinde ich das nicht als wertvoll. So schade, denn das Werk eignet sich sehr gut dafür, das eigene Schubladendenken zu hinterfragen und die öffentliche Debatte rund um die unklare Autorenschaft verschiebt den Diskurs jetzt weg vom eigentlichen Thema.
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Zwiegespalten
Heike R. - Bewertet am 31.08.2026
Zustand: Exzellent
Beidiesem Buch bin ich zwiegespalten. Zum einen finde ich es großartig, lehrreich und interessant, den Alltag aus Sicht eines autistischen Menschen zu erfahren. Auf der anderen Seite kann ich kaum glauben, dass es mit Hilfe unterstützter Kommunikation möglich ist, so ein Buch zu schreiben. Ja, ich…  bin mir auch nicht sicher, ob es für einen Autisten möglich ist, so sehr die Perspektive anderer Personen einzunehmen. Und ich habe ein bisschen das Gefühl, das hier der Betroffene als Platzhalter zum Marketing herhalten muss. Abgesehen davon finde ich das Buch durchaus lesenswert. Die Untergliederung in verschiedene Sichtweisen hat mir sehr gut gefallen und mich auch berührt. Es zeigt auf jeden Fall, wie wichtig Kommunikation ist und wie viel Lebensqualität verloren geht, wenn diese Fähigkeit nicht vorhanden ist. Da ist es wirklich erschreckend, wenn nicht jedem nach Möglichkeit geholfen wird. Auch mittels unterstützter Kommunikation.
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