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Mythos, Ironie, Artifizialität:

Selina Hangartner (Broschiert, Deutsch)

Optischer Zustand
Beschreibung
Frühe Tonfilme, die um 1929 erstmals im grösseren Stil kommerziell ausgewertet wurden, hatten das Publikum von einem neuartigen Kinoerlebnis zu überzeugen. Faszinierend ist, dass in dieser Phase medialen Umbruchs eine beachtliche Anzahl von Filmen ihre eigene Medialität selbstreflexiv ausstellten: Schien die neue Dimension des Tons eigentlich einem gesteigerten Illusionismus der Filme den Boden zu…  bereiten, durchbrachen diese tatsächlich solche Konventionen mit ihrer medialen ‹Selbstbespiegelung› vehement. Ihr Anti-Illusionismus mündete in narrativ fantasievoll konstruierten filmischen Welten; die eigene neue Medientechnik stellten sie ostentativ zur Schau, Inszenierungsweisen wurden offengelegt und selbstironisch kommentiert. Mit selbstironischem Gestus banden die Filme auch kulturelle Paradigmen der Zeit (wie den «Amerikanismus»-Diskurs) in ihre mediale Selbstrepräsentation ein. Die Studie geht der ‹Ästhetik des Staunens› als typischem Phänomen eines Medienwandels, hier des Wandels hin zum Tonfilm nach. Vertieft wird dies durch die Analyse zweier paradigmatischer Fälle, für die ‹Ironie› und ‹Artifizialität› als filmwissenschaftliche Begriffe ausgearbeitet und in diesem Sinne für eine Analyse des frühen Tonfilms modelliert werden. Im Moment des medialen Wandels wurden sie zu Mitteln der Popularisierung und Mythenbildung eines neuen Mediums.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.08.2026
Sprache
Deutsch
EAN
9783741005558
Herausgeber
Schüren Verlag GmbH
Serien- oder Bandtitel
Zürcher Filmstudien
Sonderedition
Nein
Autor
Selina Hangartner
Seitenanzahl
280
Auflage
1
Einbandart
Broschiert

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