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★★★★★
☆☆☆☆☆
fand ich richtig gut!
Wencke M. - Bewertet am 11.06.2017
Zustand: Sehr gut
Der Einstieg in das Buch ist mir zuerst nicht so leicht gefallen. Die einzelnen Kapitel werden aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt. Kaum hatte ich das Gefühl gerade in die Geschichte / die Person einzutauchen, war das Kapitel auch schon zu Ende und es ging mit einer ganz anderen… Situation und Person weiter. Aber nach und nach hat mich der Schreibstil und die Geschichte so gefesselt, da konnte ich das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen und musste es durchlesen. Damit hat dieses Buch für mich eindeutig 5 Sterne verdient.
Zum Inhalt:
In der Wohnung von dem sehr bekannten Jesper Orre wird eine Leiche gefunden. Sie ist enthauptet. Der Kopf ist neben dem Körper positioniert. Ab diesem Zeitpunkt ist Jesper Orre spurlos verschwunden. Es sind deutliche Ähnlichkeiten zu einem Fall, der sich vor 10 Jahren ereignete, zu erkennen. Der Täter konnte bisher nicht ermittelt werden.
Die 25-jährige Emma hat ein Verhältnis mit dem deutlich älteren Jesper Orre. Er schenkt ihr einen Verlobungsring. Doch zum verabredeten Verlobungsessen von Emma und Jesper taucht er nicht auf. Vergeblich versucht Emma Kontakt zu ihm aufzunehmen.
Die Kapitel, die von Emma erzählen sind, spielen zeitlich einigen Wochen vor dem Leichenfund in der Wohnung von Jesper Orre. Das führt zu einem sehr guten Spannungsaufbau.
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Psychothriller aus Schweden
Stephanie R. - Bewertet am 07.06.2017
Zustand: Exzellent
„Wenn das Eis bricht“ ist ein Psychothriller aus der Feder der schwedischen Autorin Camilla Grebe. Wo fange ich an? Beim ersten Eindruck und damit beim Cover des Psychothrillers. Eigentlich ist das Cover relativ schlicht gehalten, vermittelt aber durch die im Wind scheinbar schwankenden Baumspitzen… und die Eiszapfen, die scheinbar vom oberen Rand des Covers herabhängen, einen Eindruck von Kälte, Eis und Schnee. Und die Landschaft ist in der Tat verschneit, als der Polizist Peter zu einem Tatort gerufen wird. Der hat allerdings neben dem Mordfall einen ganzen Haufen privater Sorgen.
Es ist ein schrecklicher Tatort, eine junge Frau wird in der Wohnung eines Geschäftsmannes gefunden, zunächst einmal weiß niemand, um wen es sich bei ihr handelt. Vom Besitzer der Wohnung fehlt jede Spur.
Camilla Grebe erzählt ihre Geschichte aus mehreren Perspektiven. Da ist zum einen der bereits erwähnte Polizist, Peter. Aber auch Hanne, eine Kriminalpsychologin, die vor Jahren an den Ermittlungen in einem ähnlichen Fall mitgewirkt hat, kommt die Rolle einer Erzählerin zu.
Die dritte Erzählstimme ist Emma, die Freundin des Wohnungsbesitzers. Durch sie werden Einblicke in die Zeit vor dem Beginn des Thrillers, also vor dem Mord an der jungen Frau, gewährt.
Geschickt wechseln sich die einzelnen Erzählstimmen, Perspektiven und Informationen ab. Und Camilla Grebe erzählt ihre Geschichte detailliert. Dadurch haben sich manche Passagen aber für mich leider etwas gezogen. Der Perspektivenwechsel und das Aufdecken der Informationen, die nach und nach ein Bild ergeben, sorgen allerdings dafür, dass man trotzdem neugierig auf den weiteren Verlauf der Handlung bleibt.
Insgesamt komme ich auf eine Wertung von 4 von 5 Sternen.
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★★★★★
☆☆☆☆☆
ein Psychothriller mit einer dramatischen Geschichte
Sandra R. - Bewertet am 17.05.2017
Zustand: Sehr gut
Die Geschichte beginnt mit einem grausamen Mordszenario: In einem modernen Vorort Stockholms wird im Haus des schwedischen Geschäftsmannes Jesper Orre eine Frauenleiche aufgefunden. Der Mord erinnert an eine Hinrichtung und lässt Ermittler Peter Lindgren an einen Fall denken, der vor 10 Jahren… ungeklärt blieb. Damals war die Kriminalpsychologin Hanne Lagerlind an der Klärung des Falls beteiligt, sie soll auch diesmal bei den Ermittlungen helfen. Niemand ahnt, dass Hanne inzwischen mit einer beginnenden Demenz zu kämpfen hat und die Konfrontation mit der Vergangenheit sie vor unerwartete Herausforderungen stellt. Der Fall gestaltet sich schwierig, da sowohl die Identität des Opfers als auch der Verbleib von Jesper Orre lange im Unklaren bleiben.
Und dann ist da noch Emma, die heimliche Freundin Jesper Orres, die in Rückblenden von ihrer ungewöhnlichen und geheimen Beziehung berichtet sowie von traumatischen Ereignissen ihrer Kindheit.
Neben Emmas Erzählebene wird die Geschichte aus der Sicht von Peter Lindgren und Hanne Lagerlind erzählt. Im Fokus stehen nicht nur die Mordfälle, sondern die individuellen Schwierigkeiten der beteiligten Charaktere im Umgang mit ihren Liebesbeziehungen und die damit verbundenen zum Teil dramatischen Folgen.
Die Autorin wechselt geschickt zwischen den Erzählperspektiven, der Thriller ist sprachlich und auch psychologisch interessant, Täter und Motive bleiben lange unklar, so ganz konnte mich die Auflösung dann aber nicht überraschen. Sprachlich ist das Buch gut umgesetzt, es liest sich trotz des beträchtlichen Umfangs durchweg flüssig, die Charaktere wirken glaubhaft wenn auch nicht unbedingt sympathisch.
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Eiskalte Überraschung
U. M. - Bewertet am 26.04.2017
Zustand: Exzellent
Gerade kürzlich habe ich mein erstes Buch von Camilla Grebe, die mit ihrer Schwester Asa Taff gemeinsam Kriminalromane schreibt, gelesen: Die Therapie. Ich fand es zwar nicht ganz so stark. Ich habe mich aber bewusst für „Wenn das Eis bricht“ entschieden, denn ich war neugierig, wie sie als… alleinige Autorin schreibt. Noch dazu habe ich ein Faible für skandinavische Autoren.
Das Buch wird aus drei Erzählsträngen geknüpft.
Ein Polizist, der zu einem Haus mit einer geköpften Leiche gerufen wird. Ihm hilft die Kriminalpsychologin Hanne. Eine weitere Beteiligte ist Emma.
Hat der Mord mit einem ungeklärten Fall von vor ca 10 Jahren zu tun? Einiges weist darauf hin. Und welche Rolle spielt Emma?
Die Stränge verweben sich immer dichter und lassen einen doch in der Luft hängen bis dann ganz unerwartet noch eine Sache eingewoben wird, die alles ändert.
Das Cover mit seinen hellen Farben passt sehr gut zum Titel. Eiskalt und zerbrechlich.
Ein sehr spannend geschriebener Psychothriller. Obwohl das Buch mit über 600 Seiten sehr dick ist, war es schnell gelesen.