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Vom Kampf der Bücher zum Kulturkampf

Gunter Scholtz (Broschiert, Deutsch)

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Beschreibung
Noch immer wird behauptet, der deutsche Idealismus und dann Dilthey hätten in Deutschland die Wissenschaften gespalten und die Geistes- von den Naturwissenschaften getrennt. Deshalb orientiert man sich oft an der angelsächsischen Wissenschaftskultur. Aber diese Sichtweise, so zeigt Gunter Scholtz, beruht auf falschen Voraussetzungen – und die Kluft zwischen »Sciences« und »Humanities« scheint…  heute in den USA unüberbrückbarer denn je. Denn mit der Abgrenzung der Sciences von den Humanities hatte sich ein Dualismus im angelsächsischen Bildungssystem herausgebildet, den Dilthey nicht akzeptierte und der das ganze 20. Jahrhundert über die teils scharfe Diskussion um Ziele und Methoden der Humanities bestimmte. Weit vor C. P. Snow, der wirkungsreich die Sciences für benachteiligt erklärte, beklagten umgekehrt die Vertreter der Humanities in den USA die einseitige Förderung der Sciences. Deren Dominanz diene nur Markt und Militär, während die Bildung der Einzelnen und die Humanität der Gesellschaft auf der Strecke blieben, eine Situation, in der letztlich auch die Freiheit und die Verfassung des Staates untergraben würden. Gerade durch die Beschränkung auf die Sciences können die Wissenschaften zu bloßen Instrumenten von bestimmten Weltanschauungen der Regierungen werden. Da alle Forschung auf rechtlichen und sozialen Voraussetzungen ruht, ist völlige Weltanschauungsfreiheit kein Ideal, sondern eine Illusion. Deshalb muss mit der Verteidigung der Freiheit der Wissenschaften auch die schwache Weltanschauung verteidigt werden, welche der Demokratie zugrunde liegt.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.10.2026
Sprache
Deutsch
EAN
9783787352029
Herausgeber
Meiner, F
Serien- oder Bandtitel
Blaue Reihe
Sonderedition
Nein
Autor
Gunter Scholtz
Seitenanzahl
240
Auflage
1
Einbandart
Broschiert

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